Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die regelmäßige Ausübung einer vielfältigen Mischung aus körperlichen Aktivitäten, darunter Gehen, Laufen und Radfahren, das Leben erheblich verlängern könnte. Entscheidend ist, dass dieser Zusammenhang mit einem geringeren Risiko eines vorzeitigen Todes unabhängig vom gesamten körperlichen Aktivitätsniveau einer Person besteht.
Die in BMJ Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass diejenigen, die regelmäßig an den unterschiedlichsten Übungen teilnahmen, ein um 19 Prozent geringeres Sterberisiko jeglicher Ursache hatten. Das Sterberisiko aufgrund von Herzerkrankungen, Krebs, Atemwegserkrankungen und anderen Ursachen wurde ebenfalls um 13 bis 41 Prozent gesenkt.
Die umfassende Analyse stützte sich auf Daten aus zwei umfangreichen Studien, in denen über 111.000 Menschen über mehr als drei Jahrzehnte hinweg beobachtet wurden. Die Teilnehmer berichteten seit 1986 regelmäßig über ihren Lebensstil und ihr Engagement bei verschiedenen Übungen, darunter Gehen, Radfahren, Schwimmen und Tennis sowie tägliches Treppensteigen. Aktivitäten mit geringerer Intensität wie Yoga wurden ebenfalls erfasst.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass zwar jede körperliche Aktivität zu niedrigeren Sterblichkeitsraten beiträgt, eine Diversifizierung des Trainingsprogramms jedoch deutliche Vorteile für die Langlebigkeit bietet, unabhängig vom allgemeinen Aktivitätsniveau.
Die Forscher sagten, das Ergebnis stütze die Idee, dass „die Förderung des Engagements in einer Vielzahl von Arten körperlicher Aktivität zusammen mit der Erhöhung des gesamten körperlichen Aktivitätsniveaus dazu beitragen kann, das Risiko eines vorzeitigen Todes zu verringern“.
An anderer Stelle stellte die Studie fest, dass das Gehen mit einem um 17 % geringeren Sterberisiko verbunden war, wenn Menschen, die am meisten gingen, mit denen verglichen wurden, die am wenigsten gingen. Das Treppensteigen war mit einem um 10 % geringeren Risiko verbunden.
Die Forscher gaben jeder Person für jede körperliche Aktivität eine Punktzahl, die misste, wie viel Energie während des Trainings und nicht im Ruhezustand verbrannt wurde.
Das verringerte Sterberisiko flachte jedoch ab, nachdem diese Werte einen bestimmten Punkt erreichten.
„Jenseits dieser Schwellenwerte waren die Zusammenhänge nicht mehr signifikant“, sagten die Forscher.
Dies deutet auf das Vorhandensein einer „potenziellen Schwelle für die positiven Auswirkungen körperlicher Aktivität“ hin, fügten sie hinzu.
Die Analyse ergab auch, dass Menschen, die mehr Sport trieben, seltener gesundheitliche Risiken wie das Rauchen eingingen.
Sie wogen auch eher weniger, ernährten sich gesünder und waren sozialer.

