Donnerstag, Februar 26

26. Februar 2026





Wie haben sich Europas größte Gebrauchtwagenmärkte im Jahr 2025 entwickelt? Gibt der langsame Start der Neuzulassungen von Autos in der EU Anlass zur Sorge? Darüber hinaus nimmt eine wichtige Partnerschaft für autonome Fahrzeuge Gestalt an. Autovista24-Spezialinhaltsredakteur Phil Curry präsentiert den Podcast „The Automotive Update“.

In dieser neuesten Folge werfen wir einen Blick auf die größten Gebraucht- und Neuwagenmärkte in ganz Europa. Außerdem ein von Experten geleiteter Überblick über den neuen preisgekrönten Mercedes-Benz CLA. Außerdem gibt es Neuigkeiten über eine Verzögerung des EU-Gesetzes zu Industriebeschleunigern.


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Europas Gebrauchtwagenmärkte im Jahr 2025

Während das Gesamtvolumen zunahm, erlebten die wichtigsten Gebrauchtwagenmärkte Europas im Jahr 2025 ein gemischtes Schicksal.

Spanien erlebte ein weitgehend positives Jahr. Der Markt stieg im Vergleich zu 2024 um 4,4 %, basierend auf einer Autovista24-Analyse der verfügbaren Daten des Branchenverbands GANVAM.

Italien folgte beim Volumenwachstum, im Gegensatz zur Entwicklung seines Neuwagenmarktes. Er erwies sich als der stabilste der größten Märkte Europas, wobei der Mai den einzigen monatlichen Rückgang des Jahres verzeichnete.

Nach Angaben des SMMT verzeichnete der britische Markt im 12-Monats-Zeitraum einen Anstieg der Transaktionen um 2,2 %.

Der französische Gebrauchtwagenmarkt hatte nach einem starken Jahresauftakt Probleme, verzeichnete im Gegensatz zu den Neuwagenzulassungen aber dennoch ein positives Ergebnis. Unterdessen schnitt Deutschland im Jahr 2025 von den fünf großen Märkten am schlechtesten ab.

Langsamer Start ins Jahr 2026 für den EU-Neuwagenmarkt

Zum zweiten Mal in Folge verzeichnete die EU im Januar einen Rückgang bei den Neuzulassungen von Autos.

Insgesamt verzeichneten nur zehn EU-Mitgliedsstaaten im Monatsvergleich einen Anstieg der Neuzulassungen von Autos im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Ergebnis beendete sechs Monate ununterbrochenen Wachstums.

Die Zahlen von ACEA deuten darauf hin, dass die Beliebtheit von Hybriden, einschließlich Voll- und Mildhybriden, möglicherweise ihren Höhepunkt erreicht hat. Die Antriebsstranggruppe sicherte sich einen Marktanteil von 38,6 %, einen neuen Höchstwert, mit einem Volumenanstieg von 6,2 % im Monat.

Unterdessen stiegen die Zulassungszahlen von batterieelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybrid-Volumina. Im Gegenzug setzte sich der Trend rückläufiger Neuzulassungen von Benzinern und Dieseln fort.

Welche Marken florierten im Januar in der EU?

Die chinesische Marke BYD startete 2026 mit starken Verkäufen auf dem Neuwagenmarkt der EU. Der relative Neuling verzeichnete im Jahresvergleich einen Anstieg der Auslieferungen um 175,3 %. Unterdessen waren andere Automobilhersteller unterschiedlich erfolgreich.

Der Volkswagen-Konzern (VW) belegte mit den Marken VW und Skoda die ersten beiden Bestseller-Plätze. Laut ACEA-Daten gingen die VW-Zulassungen im Monatsverlauf jedoch um 10,6 % zurück, während Skoda einen Anstieg der Auslieferungen um 10,7 % verzeichnete.

Stellantis verzeichnete im ersten Monat des Jahres 2026 ein Wachstum von 9,1 % gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz dazu musste die Renault-Gruppe einen Rückgang der Auslieferungen um 16,7 % hinnehmen, wobei die Gesamtauslieferung der Marke im Jahresvergleich um 36,7 % zurückging.

Ein genauerer Blick auf den Mercedes CLA

Der aktuelle Launch-Report von Autovista24 konzentrierte sich auf den preisgekrönten Mercedes-Benz CLA.

Die neue batterieelektrische Variante holte sich den Titel „Europäisches Auto des Jahres 2026“. auf dem Brüsseler Autosalon und bescherte dem deutschen Automobilhersteller den ersten Sieg seit 52 Jahren.

Zu den Highlights zählen das schlanke Design und der beeindruckende Innenraum sowie ein elektrisches Antriebssystem, das eine Reichweite von 777 km (483 Meilen) ermöglicht. Zusammen mit einer 800-Volt-Architektur und einem Schnellladegerät können in 10 Minuten rund 300 km Reichweite aufgeladen werden.

Verzögerung der wichtigen neuen politischen Ankündigung

Die Europäische Kommission hat ihre Ankündigung, in Europa hergestellte Industrieteile und Produkte zu priorisieren, um eine Woche verschoben. Dies ist auf Meinungsverschiedenheiten über den geografischen Geltungsbereich des Systems zurückzuführen.

Das Industrial Accelerator Act zielt darauf ab, Mindestschwellenwerte für lokal hergestellte Teile in Projekten festzulegen, die öffentliche Mittel in strategischen Sektoren nutzen. Dazu gehören Batterien, Solar- und Windenergie sowie Atomkraft. Die Enthüllung soll nun am 4. März erfolgen, berichtete Reuters.

Wayve steht kurz vor der Einführung eines britischen Robotaxis

Das britische selbstfahrende Start-up Wayve hat 1,2 Milliarden US-Dollar (1 Milliarde Euro) an neuen Finanzmitteln von Investoren eingesammelt, darunter Mercedes-Benz, Stellantis und Nissan. Die Marke bereitet sich darauf vor, noch in diesem Jahr ihren ersten Robotaxi-Dienst in London einzuführen, berichtete die Financial Times.

Das Unternehmen sagte, dass Mercedes-Benz und Stellantis den Einsatz der autonomen Fahrsysteme von Wayve erforschen. Diese können sowohl für Robotaxis als auch für Privatfahrzeuge verwendet werden.

Die bestehenden Investoren Eclipse, Balderton und SoftBank Vision Fund 2 führten neben den US-amerikanischen Technologiekonzernen Nvidia, Microsoft und Uber die jüngste Finanzierungsrunde von Wayve an und erhöhten das eingeworbene Gesamtkapital auf 2,5 Milliarden US-Dollar.




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