Alexandra Popp wechselt im Sommer mit einem Dreijahresvertrag zum Drittligisten Borussia Dortmund und beendet damit ihren 14-jährigen Aufenthalt in Wolfsburg.
Der 34-jährige Popp genoss eine trophäenreiche Amtszeit bei Wolfsburg und gewann dreimal die Champions League sowie sieben Titel in der Frauen-Bundesliga. Die Stürmerin werde den Spitzenklub verlassen, wenn ihr Vertrag im Sommer ausläuft, gab sie am Samstag in ihren sozialen Medien bekannt, während sie umgeben von ihren Medaillen saß.
„Mein Herz schlägt für diesen Verein“, sagte Popp in einer Erklärung auf der Dortmunder Website. „Ich nähere mich langsam dem Ende meiner Karriere und muss auch auf meinen Körper hören. Das Timing und die Chance, im BVB-Trikot zu spielen, wollte ich mir nicht entgehen lassen.
„Das Interesse des BVB hat mich vom ersten Moment an stolz gemacht, ich hatte sofort ein breites Grinsen im Gesicht. Es ist für mich sehr spannend, die Zukunft des Vereins aufbauend auf den bisherigen Erfolgen mitgestalten zu dürfen.“
Popp ist in dieser Saison weiterhin Stammspieler in Wolfsburgs Startelf und erzielte in 15 Ligaspielen zehn Tore und vier Assists. Sie war ein Schlüsselmitglied der Wolfsburger Mannschaften, die zwischen 2012 und 2022 in zehn Jahren sieben deutsche Titel gewannen.
Wir begrüßen eine der ganz Großen in ihrem neuen Zuhause! 🖤💛
Mit drei Champions-League-Titeln, sieben Deutschen Meisterschaften, 13 DFB-Pokalen und einer olympischen Goldmedaille wechselt Alexandra Popp zur Saison 2026/27 ablösefrei in die Frauenmannschaft des BVB! 🙌✍️ pic.twitter.com/9LchBxOoeu
— Borussia Dortmund (@BlackYellow) 14. März 2026
Der ehemalige deutsche Nationalspieler erzielte in 332 Bundesligaspielen 158 Tore, in 89 Champions-League-Spielen 36 Tore. Im Oktober 2024 zog sie sich aus dem internationalen Fußball zurück. Ihr größter Erfolg war eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio.
„Alexandra Popp ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten im nationalen und internationalen Frauenfußball“, sagte Dortmund-Geschäftsführer Carsten Cramer. „Es ist äußerst beeindruckend, welche Erfolgsgeschichten sie mit einem Spitzenverein wie dem VfL Wolfsburg und der deutschen Nationalmannschaft geschrieben hat. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, Alex für unseren ambitionierten Weg zu begeistern.“
Geschäftsführerin Svenja Schlenker ergänzte: „Die Verpflichtung von Alex ist ein großes Ausrufezeichen für unsere Ambitionen. Dass sich eine Spielerin ihres Formats bewusst für den BVB entscheidet, macht uns unglaublich stolz und ist ein starkes Signal für die Bedeutung und Zukunft des Frauenfußballs in Dortmund.“
Pläne für eine Frauenmannschaft in Dortmund wurden 2020 bekannt gegeben und sie debütierten in der Saison 2021/22 in der siebten Spielklasse des deutschen Frauenfußballs. Seitdem haben sie vier aufeinanderfolgende Beförderungen erlebt. Im ersten Aufeinandertreffen der Damenmannschaften der beiden Klubs schied man im DFB-Pokal dieser Saison gegen Titelverteidiger Bayern München aus.

