Montag, Februar 16

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Tony Grox und LUCYCALYS kamen als jüngste Interpreten zum diesjährigen Song Contest, doch mangelnde Erfahrung auf der Bühne konnte ihnen niemand vorwerfen.

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Ihr Auftritt beendete das Benidorm Fest-Finale, genau wie Melody es im Vorjahr getan hatte, und wie der Sevillaner gingen sie mit dem davon Goldene Meerjungfrau Siegertriophie und das Preisgeld von 150.000 Euro.

Ihr Lied erklingt seit seiner Veröffentlichung im Dezember überall laut. Während des Halbfinales am Dienstag herrschte im Palau zunächst Stille im Publikum. Dann brach es aus. Dieser eingängige Refrain ließ die Leute mit den Händen klatschen und markierte damit den Takt. Ein direkter Zusammenhang, der sich auch im Finale am Sonntagabend wiederholte.

Melody, Gewinnerin des Jahres 2025, überreichte ihnen die Sirena. „Viel Glück, habt Spaß und stellt weiterhin eure Kunst und euer Talent zur Schau“, sagte sie ihnen. LUCYCALYS war sichtlich bewegt und konnte kaum sprechen. „Ich werde es versuchen“, brachte sie heraus, bevor sie auf die Bühne zurückkehrte, um das Lied erneut aufzuführen, jetzt als Siegerin.

Es ist die fünfte Ausgabe des Benidorm Fests und die Veranstaltung wurde ursprünglich als Wettbewerb zur Auswahl des spanischen Beitrags für den diesjährigen Eurovision Song Contest in der österreichischen Hauptstadt Wien angekündigt. Spanien hat sich jedoch aus dem Wettbewerb zurückgezogen Israels Rolle im Gaza-Krieg.

Eine Inszenierung, die sich für Licht entschieden hat.

Keine Tupfen oder Fächer. Der visuelle Vorschlag von Tony Grox und LUCYCALYS brach mit den üblichen andalusischen Klischees. Die Bühne wurde zu einem neu gestalteten andalusischen Innenhof: ganz weiß, hell und erinnert eher an Sommernächte als an traditionelle Folklore. Eine große zentrale Plattform verbarg das Mischpult, an dem Tony Grox seine Magie entfaltete. Von dort aus baute er die Soundbasis auf, während LUCYCALYS mit einer Bühnenpräsenz sang, die nicht unbemerkt blieb.

Die Leistung ging von weniger zu mehr. Ein zurückhaltender Anfang, fast intim, der sich mit dem Einzug des Corps de Ballet steigerte. Die Choreografie hatte Flamenco-Wurzeln, bewegte sich aber natürlich und ohne Künstlichkeit. Zum Finale flogen Tauben auf der zentralen Leinwand, ein Abschluss, der eine emotionale Verbindung zum Publikum herstellen sollte.

Antonio Ramírez, mit bürgerlichem Namen Tony Grox, verbindet seit Jahren Electronica mit Flamenco. Er hat in Los Angeles, Las Vegas und Miami gearbeitet und mit Namen wie Kiki Morente und Jedet zusammengearbeitet. Lucía Sánchez Manzorro (LUCYCALYS) ihrerseits kommt aus dem Musiktheater und wurde am Konservatorium in Chiclana ausgebildet. Dies ist ihre erste große gemeinsame Chance und sie scheinen das Beste daraus gemacht zu haben.

„T AMARÉ“ spricht über Liebe im weitesten Sinne: Paare, Familie, Freunde, jede Person, die als Zufluchtsort fungiert. Musikalisch spiegelt es aktuelle Pop-Sounds mit Flamenco-Anklängen wider. Ein Lied, das für alle Zuschauer gedacht ist und dieses Jahr offenbar viel gespielt wird.

Die Öffentlichkeit hat gesprochen

Das Endergebnis des Benidorm Fests setzt sich aus einer Gewichtung der Punkte der Fachstimmen (50 %), der demoskopischen Stimmen (25 %) und der öffentlichen Stimmen (25 %) zusammen. Während ASHA beim professionellen Voting den ersten Platz belegte und einen Spotify-Award erhielt, gab das Publikum schließlich den Ausschlag für „T AMARÉ“ von Tony Grox und LUCYCALYS.

Benidorm Fest 2025 Ergebnisse, Endstand

  1. Tony Grox und LUCYCALYS: 166 Punkte
  2. ASHA: 144 Punkte
  3. Izan Llunas: 139 Punkte
  4. Miranda & Bailamamá: 118 Punkte
  5. CHINA: 103 Punkte
  6. Rosalinda Galán: 96 Punkte
  7. Der Quinquis: 93 Punkte
  8. María León ft. Julia Medina: 82 Punkte
  9. Dani J: 80 Punkte
  10. Mikel Herzog Jr.: 79 Punkte
  11. MAYO: 64 Punkte
  12. Kenneth: 40 Punkte
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