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Das britische Verteidigungsministerium gab am späten Samstag bekannt, dass seine Flugzeuge gemeinsam mit Frankreich Angriffe auf eine unterirdische Anlage in Zentralsyrien durchgeführt hätten, die angeblich von Militanten des Islamischen Staates zur Lagerung von Waffen und Sprengstoff genutzt wurde.
Die Angriffe ereigneten sich am Samstagabend gegen ein Bauwerk in den Bergen nördlich der historischen Stadt Palmyra in der Provinz Homs des Landes, heißt es in der Erklärung des Ministeriums.
Großbritannien und Frankreich sind Teil der von den USA geführten Koalition, die seit mehr als einem Jahrzehnt gegen IS-Kämpfer kämpft.
Das Ministerium sagte, das britische Militär habe Typhoon FGR4-Kampfflugzeuge eingesetzt, die von einem Voyager-Tankflugzeug unterstützt würden. Die britische Luftwaffe setzte gelenkte Bomben vom Typ Paveway IV ein, um eine Reihe von Zugangstunneln zur Anlage hinunter ins Visier zu nehmen, heißt es in der Erklärung und fügte hinzu, dass zwar derzeit eine detaillierte Bewertung im Gange sei, es aber erste Anzeichen gebe, „dass das Ziel erfolgreich bekämpft wurde“.
Die Erklärung fügte hinzu, dass es in dem Gebiet „keine zivile Besiedlung“ gebe.
„Diese Aktion zeigt unsere britische Führung und unsere Entschlossenheit, Seite an Seite mit unseren Verbündeten zu stehen, um jedes Wiederaufleben“ des IS und seiner „gewalttätigen Ideologien“ im Nahen Osten auszumerzen, sagte Verteidigungsminister John Healey.
Es gab keinen unmittelbaren Kommentar der syrischen Regierung zu den Angriffen. Syrien ist Ende letzten Jahres der Anti-IS-Koalition beigetreten.
Trotz der Niederlage in Syrien im Jahr 2019 verüben IS-Schläferzellen immer noch tödliche Anschläge in Syrien und im Irak, wo die Extremisten einst ihr Kalifat erklärten. Laut UN-Experten verfügt der IS in seinen ehemaligen Hochburgen in Syrien und im Irak immer noch über 5.000 bis 7.000 Mitglieder.
Letzten Monat startete die Trump-Regierung Militärschläge in Syrien, um IS-Kämpfer und Waffenstandorte zu „eliminieren“ als Vergeltung für einen Hinterhaltangriff in der Nähe von Palmyra, bei dem Tage zuvor zwei US-Soldaten und ein amerikanischer Zivildolmetscher getötet wurden.
Zusätzliche Quellen • AP

