Lufthansa, die Muttergesellschaft der Fluggesellschaft SWISS, strebt Berichten zufolge eine stärkere Zentralisierung des Flugbetriebs in Deutschland an, zum Nachteil des Flughafens Zürich.
Konkret will Lufthansa laut dem öffentlich-rechtlichen Sender RTS bestimmte Flüge von Zürich nach Frankfurt und München „verlegen“.
„Die Botschaft ist klar: Ab 2026 werden strategische Entscheidungen in Deutschland getroffen“, berichtete RTS und fügte hinzu, dass dies „eine Bündelung der Routen, eine Zentralisierung der Terminplanung, des Vertriebs und des Marketings in Frankfurt“ bedeute.
„Was die SWISS-Mitarbeiter betrifft, wissen wir nicht genau, wie die Zukunft aussieht“, sagte Philipp Hadorn, Präsident der Bodenpersonalgewerkschaft am Flughafen Zürich.
Welche Flüge sind betroffen?
Das ist noch nicht klar, aber laut Luftfahrtexperte Benjamin Sinclair dürfte die Zentralisierung der SWISS-Strecken in Deutschland „zur Aufgabe der am wenigsten profitablen Langstreckenflüge ab Zürich zugunsten deutscher Flughäfen führen.“
Dies bedeutet, dass einige der Direktflüge von Zürich zu Zielen wie Nordamerika und Asien gestrichen werden könnten und Passagiere aus Zürich über Deutschland umsteigen müssten, um diese Ziele zu erreichen.
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Was ist mit Genf?
Über die Pläne der Lufthansa für SWISS-Flüge ab diesem Flughafen ist noch nichts bekannt.
RTS berichtete jedoch, dass Genf „seine einzige von SWISS betriebene Langstreckenverbindung, die nach New York, behalten konnte“.
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