Das Land ist vor allem bei Europäern beliebt – am liebsten kommen die Italiener und die Deutschen.
Seit 2000 ist die Bevölkerung in der Schweiz um fast einen Viertel gewachsen: von 7,17 Millionen Menschen auf 9 Millionen im Jahr 2025. In keinem anderen europäischen Land ausser Luxemburg ist die Zuwanderung so gross wie in der Schweiz. Mehr als jeder Vierte hat einen ausländischen Pass; in Deutschland ist es jeder Siebte. Das Land gehört zu den Ländern Europas mit dem höchsten Ausländeranteil.
Am 31. Dezember 2023 lebten 2,31 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit dauerhaft im Land – das entspricht knapp 27 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Die meisten kommen aus Europa
Ausländer ist naturgemäss ein weiter Begriff. Auf welche Nationalitäten wirkt die Schweiz denn so attraktiv? Die neuste Statistik des Staatssekretariats für Migration zeigt eine klare Tendenz: Die meisten Zuwanderer kommen aus Europa, den Ländern der EU und der Efta. Den grössten Anteil stellen italienische Staatsangehörige mit 338 100 Personen.
Aber auch vom Norden her ist die Zuwanderung gross. Nach den Italienern bilden die Deutschen die zweitgrösste Gruppe (323 600), an dritter Stelle folgen die Portugiesen (255 300). Die Menschen aus diesen drei Ländern stellen über einen Drittel der ausländischen Wohnbevölkerung. Weitere signifikante Gruppen stammen aus Frankreich (163 700), dem Kosovo (116 000), Spanien (95 200), der Türkei (74 400), Nordmazedonien (70 000) sowie der Ukraine (59 500).
Bei der Einwanderung in die Schweiz handelt es sich also hauptsächlich um Wirtschaftsmigration. Im Jahr 2023 betrug die Nettozuwanderung 98 000 Personen, von denen die meisten wegen einer Arbeitsstelle in die Schweiz kamen. Rund 1,4 Millionen Personen verfügen über eine Niederlassungsbewilligung (C), weitere 762 000 über eine Aufenthaltsbewilligung (B). Kurzaufenthalter mit L-Bewilligungen oder Jahresbewilligungen machen nur einen kleineren Teil aus.
Neuer Bevölkerungsrekord
Die Schweiz ist also eindeutig ein Einwanderungsland. Mit 9 048 900 Einwohnerinnen und Einwohnern hat die ständige Wohnbevölkerung Ende 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Gegenüber Ende 2023 nahm die ständige Wohnbevölkerung um ein Prozent oder 86 600 Menschen zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag ergänzend zum SEM mitteilte. Die Einwanderung pro Jahr ist gegenüber dem Rekordjahr 2023 aber weniger stark angestiegen als 2023, das von der Zuwanderung der Status-S-Flüchtlinge aus der Ukraine geprägt war.
Laut BFS verzeichneten alle Kantone eine Bevölkerungszunahme. Das grösste Plus registrierte Schaffhausen mit einer Zunahme von 1,8 Prozent. Die Bevölkerung von Freiburg und dem Wallis wuchs um je 1,5 Prozent. Am geringsten fiel der Anstieg in den Kantonen Tessin und Appenzell Ausserrhoden mit je plus 0,3 Prozent sowie im Kanton Jura mit plus 0,4 Prozent aus.