Freitag, Januar 30

Passagiere in ganz Köln, Wuppertal und Hagen müssen mit monatelangen Reiseunterbrechungen rechnen, da eine der verkehrsreichsten Bahnstrecken in Nordrhein-Westfalen vor umfangreichen Renovierungsarbeiten steht.

Ab dem 6. Februar wird die Deutsche Bahn (DB) für eine fünfmonatige Generalsanierung bis zum 10. Juli eine Strecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen komplett sperren.

Fahrgäste in Köln können derweil ab dem 30. Januar und damit noch vor der Hauptschließung mit dem Beginn der Fahrplanänderungen im Nahverkehr rechnen.

Ziel des Projekts ist die Modernisierung einer wichtigen Verkehrsader in Nordrhein-Westfalen (NRW). In der Zwischenzeit sollten sich Reisende jedoch auf größere Änderungen ihrer gewohnten Reisen einstellen, darunter monatelange Sperrungen, Umleitungen und Ersatzbusse.

Wie werden Bahnreisende betroffen sein?

Passagiere, die diese Strecke nutzen, müssen mit Änderungen in fast allen Regional- und Fernverkehrsdiensten rechnen.

Während der Vollsperrung werden mehrere Regionalexpress- und S-Bahn-Linien umgeleitet oder durch Busverbindungen ersetzt. Dazu gehören die RE4, RE7, RE13, RE49, RB48 und die S-Bahn-Linien S7, S8, S9, S28 und S68.

In vielen Fällen verkehren die Züge auf der betroffenen Strecke überhaupt nicht, die DB stellt einen Mix aus Schnellbussen und anderen mit Zwischenhaltestellen bereit.

Auch der Fernverkehr wird stark beeinträchtigt sein. Züge, die normalerweise zwischen Köln und Dortmund verkehren, werden über Düsseldorf und Essen umgeleitet, wodurch sich die Fahrzeit verlängert und die üblichen Haltestellen über Wuppertal entfallen.

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Den Plänen zufolge verkehren die ICE-Verbindungen zwischen Köln und Berlin weiterhin im Stundentakt, allerdings mit der längeren Umleitung über Düsseldorf, Duisburg, Essen und Bochum – eine Verlängerung der Regelfahrten um etwa 20 bis 30 Minuten.

Auch internationale und überregionale Dienste dürften betroffen sein. IC-Züge zwischen Stuttgart, Mainz, Köln, Hannover, Magdeburg und Dresden verkehren während der Arbeiten nur zwischen Stuttgart und Köln sowie zwischen Dortmund und Dresden.

Vor Beginn der Hauptsperrung müssen die Fahrgäste in Köln ab dem 30. Januar mit Änderungen ihres regulären Fahrplans rechnen, darunter voraussichtlich Ausfälle oder Umleitungen auf den S-Bahn-Linien Köln-Messe/Deutz und Köln-Trimbornstraße.

Die DB empfiehlt Fahrgästen, ihre Fahrten sorgfältig zu planen, zusätzliche Zeit einzuplanen und sich vor Reiseantritt über die aktuellen Fahrpläne zu informieren.

Ausführlichere Streckeninformationen finden Sie auf der Website der Deutschen Bahn oder im Baustellenmeldungen Abschnitt der DB Navigator-App.

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Wie lange werden die Arbeiten voraussichtlich dauern?

Die Hauptsperrung beginnt am 6. Februar und soll am 10. Juli enden, also etwas mehr als fünf Monate. Während etwa einem Drittel dieser Zeit wird die Strecke komplett für den gesamten Zugverkehr gesperrt sein.

In den verbleibenden Wochen werden verschiedene Teile des Projektfortschritts schrittweise Schließungen, Umleitungen und eingeschränkten Betrieb beinhalten.

Warum finden die Arbeiten statt?

Ziel der bevorstehenden Sanierung sei es laut DB, die Strecke „langfristig zuverlässiger und effizienter“ zu machen.

Der Korridor Köln–Wuppertal–Hagen ist einer der am stärksten genutzten Eisenbahnabschnitte in der Region und wird von einer Mischung aus Fern-, Regional- und Güterzügen befahren. Nach Jahren intensiver Nutzung ist es anfällig für verschleißbedingte Verzögerungen.

Der Umfang des Projekts ist umfangreich. Die Teams werden rund 80 Kilometer Gleise austauschen, 28 Weichen erneuern und knapp 30 Kilometer Oberleitungsausrüstung modernisieren.

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Außerdem werden sie rund vier Kilometer neue Lärmschutzwände errichten, um die Strecke für die Anwohner leiser zu machen, und mit der Modernisierung von zwölf Bahnhöfen beginnen, um die Zugänglichkeit und Bahnsteigqualität zu verbessern.

Obwohl die Fahrgäste die Unannehmlichkeiten jetzt spüren werden, geht die DB davon aus, dass die Vorteile noch in den kommenden Jahren zu spüren sein werden.

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