Donnerstag, Februar 5

Experten für Ernährungssicherheit sagen, dass in den Regionen Um Baru und Kernoi in Darfur die Hungergrenze für akute Unterernährung überschritten wurde.

Akute Unterernährung hat in zwei weiteren Gebieten der westsudanesischen Region Darfur das Ausmaß einer Hungersnot erreicht, warnen von den Vereinten Nationen unterstützte Experten, da ein Bürgerkrieg zwischen den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) und der sudanesischen Armee zu weit verbreitetem Hunger geführt hat.

In einer am Donnerstag von der Integrated Food Security Phase Classification (IPC) herausgegebenen Warnung sagten Experten für globale Ernährungssicherheit, dass in den umkämpften Gebieten Um Baru und Kernoi im Nord-Darfur-Staat die Hungerschwellenwerte für akute Unterernährung überschritten worden seien.

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Bei der IPC-Warnung handelt es sich nicht um eine formelle Klassifizierung von Hungersnöten, sondern sie weist auf der Grundlage der neuesten Daten auf alarmierende Ausmaße der Hungersnot hin.

In Um Baru lag die Rate akut unterernährter Kinder unter fünf Jahren mit 53 Prozent der Betroffenen fast doppelt so hoch wie die Hungersnot, heißt es in dem Bericht.

Fast ein Drittel der Kinder in Kernoi litten an akuter Unterernährung, hieß es weiter.

„Diese alarmierenden Raten deuten auf ein erhöhtes Risiko einer übermäßigen Sterblichkeit hin und geben Anlass zur Sorge, dass in den umliegenden Gebieten möglicherweise ähnliche katastrophale Bedingungen herrschen“, heißt es in dem Bericht.

Die Warnung vom Donnerstag, die auf bis Februar verfügbaren Daten basiert, erfolgt fast drei Monate, nachdem der IPC Hungersnöte in el-Fasher, der Hauptstadt von Nord-Darfur, und Kadugli, der Hauptstadt von Süd-Kordofan, etwa 800 km östlich, bestätigt hat.

El-Fasher, lange Zeit der letzte Stützpunkt der sudanesischen Armee in der Region Darfur, fiel im Oktober nach 18 Monaten Bombardierung und Hungersnot an die RSF.

Um Baru und Kernoi liegen nahe der Grenze zum Tschad und haben einige der Zehntausenden Vertriebenen aufgenommen, die aus al-Fasher flohen, als es an die RSF fiel. Anschließend wurde an beiden Orten über Kämpfe berichtet.

Seit April 2023 ist der Sudan in einen verheerenden Krieg zwischen der Armee und der RSF verwickelt, der Zehntausende Menschen getötet, fast 11 Millionen vertrieben und mehrere Regionen in Hungersnot und Hungersnot getrieben hat.

Nach Angaben des IPC seien 20 weitere Gebiete in Darfur und im benachbarten Kordofan von einer Hungersnot bedroht.

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