Felix Nmecha hat seinen Vertrag bei Borussia Dortmund bis 2030 verlängert.
Nmechas Zukunft in Dortmund war ungewiss. Sein bisheriger Vertrag lief 2028 aus und nachdem er das Interesse verschiedener Champions-League- und Premier-League-Klubs geweckt hatte, gab es Spekulationen darüber, dass er Deutschland diesen Sommer verlassen könnte. Nmecha hat kürzlich auch den Agenten gewechselt, was wiederum darauf hindeutet, dass ein Wechsel an einen anderen Ort möglich ist.
Über die Situation informierte Quellen, die anonym bleiben wollten, gaben jedoch an, dass der Mittelfeldspieler seine Zukunft Dortmund anvertraut hat.
Nmecha, 25, wurde in Deutschland geboren, verbrachte aber 12 Jahre an der Akademie von Manchester City, zusammen mit seinem älteren Bruder Lukas, der für Leeds United spielt.
Der deutsche Nationalspieler wechselte 2023 von Wolfsburg nach Dortmund. Der Schritt stieß auf Gegenreaktionen von Teilen der Dortmunder Fangemeinde, nachdem Nmecha in den sozialen Medien Anti-LGBTQ+-Beiträge gepostet hatte. Der damalige Dortmunder Präsident Reinhold Lunow und der damalige Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Watzke sagten in einer Erklärung, Nmecha habe „uns in intensiven Gesprächen vollkommen davon überzeugt, dass er keine transphoben oder homophoben Überzeugungen vertritt“.
Nmecha kam in dieser Saison auf 25 Einsätze in der Bundesliga und erzielte dabei zwei Tore.
Was bedeutet das für Dortmund?
Dies ist ein sehr bedeutender Schritt Dortmunds. Während Nico Schlotterbeck ihr prominentester Spieler ist, ist Nmecha wohl ihr bester; Es gibt in Europa nur wenige Mittelfeldspieler, die seine Stärke und sein Können vereinen und den Rhythmus eines Spiels mit nur wenigen Berührungen verändern können.
Es ist auch ein wichtiger Moment. Emre Can hat diesen Sommer keinen Vertrag mehr, ebenso Niklas Sule und Julian Brandt. Die beiden letztgenannten werden definitiv gehen, während Can ihnen wahrscheinlich folgen wird, sobald er sich von einer schweren Knieverletzung erholt hat.
In diesem Zusammenhang sorgt Nmecha für Beständigkeit. Natürlich wird er weiterhin Interesse wecken, und diese Vertragsverlängerung wird diese Spekulationen kaum stoppen, aber sie kauft Dortmund und schützt seinen Wert. Sollte er sich im schlimmsten Fall dennoch dazu entschließen, den Verein zu verlassen, wird der schwindende Vertrag zu Beginn seiner letzten beiden Jahre nicht von Vorteil sein.

