Donnerstag, Januar 22

22. Januar 2026

Bedeuten Mindesteinfuhrpreise das Ende der EU-Zölle auf Automobilimporte? Was sind die möglichen Auswirkungen auf den regionalen Wettbewerb? Und welche neuen Kleinmodelle sorgen auf dem europäischen Markt für batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) für Aufsehen? Der Autovista24-Journalist Tom Hooker untersucht im Podcast „The Automotive Update“.

In der Folge dieser Woche scheint der EU und China ein Durchbruch in den Handelsverhandlungen gelungen zu sein. Doch aus welchen Teilen besteht dieses komplexe Puzzle genau? Könnte es die Zölle für BEVs, die in die EU eintreten, verändern? Außerdem ein breiterer Blick auf den europäischen Elektrofahrzeugmarkt, der den Aufstieg von zwei vollelektrischen Fahrzeugen zeigt.

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Neue Alternative für chinesische BEV-Importzölle

Die Europäische Kommission hat Leitlinien für Unternehmen veröffentlicht, die in China hergestellte BEVs in die EU exportieren möchten. Hersteller können ein „Verpflichtungsangebot“ unterbreiten, das eine Begrenzung des Preises ihrer Fahrzeuge, einen sogenannten Mindestimportpreis, beinhaltet.

In dem Dokument heißt es: „Das Verpflichtungsangebot muss geeignet sein, die schädigenden Auswirkungen der Subventionen zu beseitigen und die gleiche Wirkung wie Zölle zu erzielen. praktikabel sein; das Risiko von Ausgleichsgeschäften mindern; und im Einklang mit allgemeinen politischen Erwägungen stehen.“

Im Oktober 2024 bestätigte die EU Ausgleichszölle von bis zu 35,3 % auf in China hergestellte BEVs. Die Tarife wurden nach den Ergebnissen einer Untersuchung zur staatlichen Subventionierung festgelegt. Diese Zölle wurden zusätzlich zum Standard-Einfuhrzoll von 10 % erhoben.

Die neuesten Richtlinien zielen darauf ab, über einen Mindestimportpreis eine WTO-kompatible Alternative anzubieten. In den Richtlinien heißt es, dass dieser hoch genug sein muss, um etwaige nachteilige Auswirkungen der Subventionierung auszugleichen. Sie müssen auch für jedes Modell und jede Konfigurationsoption festgelegt werden.

Darüber hinaus wurden Risiken wie Quervergütungen und breite Produktpaletten als potenzielle Störfaktoren hervorgehoben, die Unternehmen untergraben könnten. Komplexe Vertriebskanäle helfen keinem Unternehmen.

Angebote müssen zudem technisch umsetzbar sein. Dies bedeutet, dass die Kommission in der Lage sein sollte, zu überprüfen, ob der Exporteur die Verpflichtung weiterhin einhält. Zukünftige Investitionen in die EU-BEV-bezogenen Industrien werden im Rahmen des Angebots ebenfalls berücksichtigt.

Neue Modelle steigen in der europäischen BEV-Rangliste auf

Die neuesten Daten von EV Volumes zeigen, dass zwei kleine vollelektrische Modelle auf dem europäischen EV-Markt für Aufsehen gesorgt haben.

Erstens führten die kombinierten Auslieferungen des Renault 5 und des Alpine A290 im November den europäischen BEV-Markt an. Die kleinen BEVs haben ein durchweg starkes Jahr hinter sich. Von Januar bis November belegten sie in der kumulativen BEV-Wertung den dritten Platz, was bedeutet, dass dieser Sprung an die Spitze auf einem starken Fundament steht.

Das zweite BEV, das im November für Aufsehen sorgte, war ein relativer Neuling. Der BYD Dolphin Surf hatte in diesem Monat seinen ersten Top-10-Auftritt. Mit dieser starken Leistung hat sich das Fließheck als wichtiger Konkurrent für kleine BEV etabliert.

Andere kleine BEVs, die in der kumulativen Rangliste aufgeführt sind, rückten zwischen Januar und November in der Rangliste vor. Der Kia EV3 schaffte es als Neunter erstmals in die Top 10. Der Volvo EX30 und der Citroën ë-C3 stiegen im gleichen Zeitraum in die Liste der 20 meistverkauften BEVs in Europa auf.

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