Donnerstag, April 3

Mangione muss sich sowohl in New York wie auch auf Bundesebene vor Gericht wegen Mordes verantworten. Nun droht ihm die Höchststrafe.

lia. /(Reuters/dpa) Das amerikanische Justizministerium will die Todesstrafe für den mutmasslichen Mörder Luigi Mangione fordern. Das teilte die Behörde am Dienstag in einer Erklärung mit. Mangione wird verdächtigt, den CEO der Krankenversicherung United Healthcare, Brian Thompson, getötet zu haben.

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Die amerikanische Justizministerin Pam Bondi hat laut eigenen Angaben die zuständigen Anwälte im Bundesverfahren angewiesen, die Todesstrafe für den «vorsätzlichen, kaltblütigen Mord» zu beantragen. Die Anklage gegen Mangione auf dieser Ebene steht noch aus. Die Verteidiger von Mangione nannten die Forderung der Todesstrafe «barbarisch».

Brian Thompson war am 4. Dezember 2024 während einer Konferenz vor einem Hotel in New York erschossen worden. Die Tat wurde von zahlreichen Überwachungskameras dokumentiert. Der Fall erlangte weltweite Aufmerksamkeit. Die Polizei konnte den mutmasslichen Täter Mangione jedoch erst Wochen später in einem Fastfood-Restaurant in Pennsylvania verhaften.

Mangione muss sich sowohl in New York als auch auf Bundesebene wegen Mordes verantworten. In New York ist bereits Anklage erhoben worden. Mangione hat vor dem New Yorker Gericht auf unschuldig plädiert. Würde er vor dem Gericht verurteilt, würde ihm höchstens eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung drohen. Die Todesstrafe ist im Gliedstaat nicht vorgesehen.

Auf Bundesebene hingegen wäre die Verhängung einer Todesstrafe möglich, sofern Mangione verurteilt und ein Geschworenengericht einstimmig die Hinrichtung empfehlen würde. Frühere US-Präsidenten haben sich in jüngster Vergangenheit mit der Verhängung von Todesstrafen zurückgehalten. Die Regierung des abgetretenen Präsidenten Joe Biden etwa hat keine Hinrichtungen durchgeführt. Donald Trump hingegen will die Anwendung der Todesstrafe verstärken. Er hatte bereits am Ende seiner ersten Amtszeit innerhalb weniger Monate 13 Hinrichtungen vornehmen lassen – mehr als jeder andere US-Präsident der letzten Jahrzehnte.

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