Freitag, Februar 28

Neue Wirte fürs «Café Boy» beim Lochergut

tma. Es war das Ende einer Idee. Das «Café Boy» beim Lochergut, das von der SP-nahen Genossenschaft «Wirtschaft zum guten Menschen» geführt worden war, musste vergangenen Sommer schliessen.

Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.

Bitte passen Sie die Einstellungen an.

Das Lokal hätte zur Stammbeiz der Linken in Zürich werden sollen. Ein Ort, an dem Debatten unter Gleichgesinnten hätten stattfinden sollen.

Doch der Betrieb geriet immer wieder in finanzielle Schieflage. Eine Zeitlang konnte der finanzielle Engpass dank Zuwendungen von grosszügigen Genossenschaftern überwunden werden. Doch am Ende musste im Sommer die Bilanz deponiert werden. Das Projekt war gescheitert.

Nun soll das Restaurant im Mai wieder geöffnet werden, wie die Tamedia-Zeitungen berichten. Geplant sei ein «Ganztagsbetrieb und Quartiertreff für alle», wird Lisa Bärenbold zitiert, die zur neuen Betreibergruppe gehört. Vom Frühstück bis zum Dinner solle alles angeboten werden. Die künftigen Betreiber wollen den grossen Raum gemütlicher gestalten und die Bar ins Zentrum rücken. Abermals soll auf Brasserie-Küche gesetzt werden.

Das «Café Boy» geht auf eine Mensa zurück, in der sich ab 1934 im Erdgeschoss des damaligen Wohnheims im Kreis 4 die proletarische Jugend verpflegen konnte. Der denkmalgeschützte Bau, welcher der Bonlieu-Genossenschaft gehört, ist seiner Architektur wegen weit über das Quartier hinaus bekannt.


Import von Potenzmitteln hat Folgen

mvl. Der ehemalige Mitte-Kantonsrat und Apotheker Lorenz Schmid tritt als Präsident des Apothekerverbands des Kantons Zürich zurück. Dies hat der Verband am Freitag bekanntgegeben. Diese Woche machte der «Beobachter» publik, dass Schmid jahrelang illegale Potenzmittel importiert hatte.

Der Zürcher Apothekerverband schreibt, Schmid sei aus freien Stücken zurückgetreten und habe den Verband verlassen. Dies wegen der Swissmedic-Strafverfügung und der damit verbundenen öffentlichen Diskussion. Der Vorstand bedaure diesen Entscheid. Schmid stelle damit die Interessen der Apothekerschaft über seine eigenen. Er habe sich während sechzehn Jahren «beispiellos» für den Verband eingesetzt.

Bereits am Donnerstag war Schmid als Vorstandsmitglied des Schweizer Apothekerverbands Pharmasuisse zurückgetreten. Damals hiess es seitens des Zürcher Verbands, dass Schmid nicht ausgeschlossen werde.

Schmid ist Inhaber der Toppharm-Apotheke am Zürcher Paradeplatz. Er wurde von der Heilmittelbehörde Swissmedic gebüsst und zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt, weil er für Stammkunden während mindestens sieben Jahren illegal grössere Mengen der Potenzmittel Cialis und Tadalafil, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, aus Deutschland importiert hatte. Gegenüber dem «Beobachter» hatte Schmid von einem Verfahrensfehler gesprochen, der ihm unterlaufen sei.


Nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche – der Kanton Zürich prüft die Pfarreien auf etwaige Risiken

tma. Es war eine Zäsur, als im September 2023 eine Pilotstudie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in der Schweiz veröffentlicht wurde. Über tausend Missbrauchsfälle konnten belegt werden. Die katholische Kirche reagierte und versprach beispielsweise eine kirchenunabhängige Anlauf- und Meldestelle.

Auch der Kanton Zürich wurde aktiv, die Justizdirektion suchte den Austausch mit der katholischen Kirche. Dabei ging es unter anderem um das Ausarbeiten einer Eignungsabklärung für Priester.

Die kantonalen Statistiker befragten die katholischen Kirchgemeinden zudem zu personalrechtlichen Fragen. Das Fazit lautet, dass diese gut arbeiten, es aber Verbesserungspotenzial gibt. Das schreibt die Justizdirektion am Montag in einer Mitteilung.

So werden bei 82 Prozent der Kirchgemeinden alle Mitarbeitenden auf den vom Bistum Chur herausgegebenen Verhaltenskodex zum Umgang mit Macht hingewiesen. In 35 Prozent der Fälle muss er zudem von allen unterzeichnet werden. Ausserdem gaben 72 Prozent der Kirchgemeinden an, dass alle seelsorgerisch tätigen Gemeindemitarbeiter die entsprechende kantonale Schulung besucht hätten.

Manche Tätigkeiten oder Aufgaben werden in dem Verhaltenskodex als risikoanfällig bezeichnet. Darunter fallen der Religionsunterricht und die Katechese, die Jugend- und Firmlager, die Seelsorge und Einzelgespräche, die Arbeit mit Ministrantinnen und Ministranten, die Mitarbeiterführung und die Seniorenarbeit.

Bei der Frage, ob in den Pfarreien und Gemeinden bekannt sei, welche diese risikoanfälligen Tätigkeiten seien, bestand laut dem Kanton eine gewisse Unklarheit. So hätten nur 65 Prozent mit Ja geantwortet. Auffallend hoch sei mit 35 Prozent der Anteil jener, die diese Frage nicht hätten beantworten können oder das Feld nicht ausgefüllt hätten.

Die Justizdirektion empfiehlt den Gemeinden und Pfarreien obligatorische Schulungen, eine transparente Personalrekrutierung sowie eine Mitarbeiterbeurteilung. «In die Schulung und Begleitung werden wir noch stärker investieren, weil gerade auch neue Kirchenpflegen immer komplexere Herausforderungen zu bewältigen haben», wird Raphael Meyer, Synodalratspräsident der römisch-katholischen Körperschaft, in der Mitteilung zitiert.


Offizielle Tickets für die Frauenfussball-EM ausverkauft

bai. 132 Tage dauert es noch bis zum Beginn der Frauenfussball-Europameisterschaften in Zürich und sieben weiteren Schweizer Städten. Doch schon jetzt gibt es keine offiziellen Tickets mehr für die fünf Spiele im Letzigrundstadion. Die Eintrittskarten, die am Montag, 17. Februar, in den Verkauf gingen, waren innert kürzester Zeit weg. Dies teilt das Sportamt mit.

Filippo Leutenegger, Stadtrat und Vorsteher des Schul- und Sportdepartements, lässt sich im Communiqué vom Donnerstag (20. 2.) mit folgenden Worten zitieren: «Wir sind auf bestem Weg, die fünf Spiele im Stadion Letzigrund sehr gut auszulasten. Das ist ein starkes Zeichen für den Frauenfussball.»

Wer ein Spiel live in einem Stadion erleben möchte, hat noch mehrere Chancen: Die Resale-Plattform der Uefa bietet im Frühjahr 2025 die Möglichkeit, Tickets von anderen Fans zu erwerben.

Zudem sind auf den offiziellen Verkaufsplattformen der Uefa Women’s Euro 2025 weiterhin Tickets für Spiele in anderen Gastgeberstädten erhältlich.

Wer keine Karten mehr ergattern kann, dem bleibt folgende Möglichkeit: Die Züri-Fanzone in der Europaallee soll während des Turniers zum Treffpunkt für alle Fussballinteressierten werden. Beim Public Viewing auf dem Europaplatz werden sämtliche Spiele des Turniers live übertragen.

Die Fussball-EM der Frauen findet vom 2. bis am 27. Juli in der Schweiz statt. Das Sportamt ist zuständig für die Umsetzung der Veranstaltung in der Stadt Zürich. Dies umfasst das Rahmenprogramm, das Stadion Letzigrund als Spielstätte sowie langfristige Begleitmassnahmen.

Die fünf Spiele in Zürich finden an folgenden Daten statt:

Samstag, 5. Juli: Frankreich – England, Anpfiff 21 Uhr (Gruppe D)

Mittwoch, 9. Juli: England – Niederlande, Anpfiff 18 Uhr (Gruppe D)

Samstag, 12. Juli: Schweden – Deutschland, Anpfiff 21 Uhr (Gruppe C)

Donnerstag, 17. Juli: Viertelfinal, 1. Gruppe C – 2. Gruppe D, Anpfiff 21 Uhr

Mittwoch, 23. Juli: Halbfinal, Anpfiff 21 Uhr


Stadt erwirbt Liegenschaften mit 62 Wohnungen – über den Preis schweigt sie sich aus

olc. An der Birmensdorferstrasse im Zürcher Kreis 3 kommt es zu einer kleinen Premiere: Zwei städtische Stiftungen spannen zusammen, um hier insgesamt acht Liegenschaften mit 62 Wohnungen zu erwerben. Involviert sind die Stiftungen Alterswohnungen der Stadt Zürich und Einfach Wohnen.

Die Gebäude befinden sich auf der Höhe Talwiesenstrasse, sind allesamt mindestens sechzig Jahre alt und wurden in den 1980er Jahren letztmals saniert. Zwei der Häuser werden zum Teil gewerblich genutzt. In den Wohneinheiten soll «kostengünstiger und generationenübergreifender» Wohnraum entstehen, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt.

Stadtrat Andreas Hauri (GLP) zeigt sich in der Mitteilung erfreut; der Kauf leiste einen «wertvollen Beitrag zur Altersstrategie» der Stadt Zürich. Petra Baumberger, Sprecherin der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich, sagt, über den Preis der Liegenschaften habe man mit dem bisherigen Eigentümer Stillschweigen vereinbart.

Im Juni des vergangenen Jahres hat die Zürcher Stimmbevölkerung eine Vorlage angenommen, die die Stadt dazu verpflichtet, bis 2035 insgesamt 2000 neue Wohnungen für Seniorinnen und Senioren mit beschränkten finanziellen Mitteln zur Verfügung zu stellen.


Verkehrsachse Rötelstrasse bis Frühling 2026 für Autos nicht befahrbar – zudem müssen Bäume weichen

bai. An der Buchegg- und der Rötelstrasse in Zürich Unterstrass wird während eines Jahres gebaut. Die Arbeiten beginnen am 3. März und dauern voraussichtlich bis April 2026. Das sind schlechte Nachrichten für Autolenker – und für Baumliebhaber.

Die stark frequentierte Verkehrsachse Rötelstrasse, die den Bucheggplatz mit dem Stadtzentrum verbindet, ist während der gesamten Bauzeit für den motorisierten Individualverkehr nicht befahrbar. Ausgenommen sind Anwohner und Zubringer. Die Busse der Linie 32 fahren weiterhin über die Rötelstrasse. Zudem sind grossräumige Umfahrungen geplant.

Der Grund dafür: Das Tiefbauamt erneuert die Abwasserkanalisation und die Werkleitungen, wie aus einer Mitteilung vom Montag (17. 2.) hervorgeht. Zusätzlich wird die Bushaltestelle «Lägernstrasse», die sich an der Rötelstrasse befindet, in beiden Richtungen hindernisfrei ausgebaut. Darüber hinaus verbreitert das Tiefbauamt den bergseitigen Velostreifen an der Rötelstrasse, talwärts gibt es einen neuen.

In dem Communiqué heisst es weiter, zur «Hitzeminderung» werde bei der Einmündung der Rosengartenstrasse in die Rötelstrasse ein Platz mit vier neuen Bäumen gestaltet. Doch es müssen auch Bäume weichen: Die talseitige Baumreihe an der Rötelstrasse werde wegen schlechter Vitalität ersetzt, die Bäume würden bis Mitte März gefällt. Laut dem Baumkataster sind es ein gutes Dutzend Exemplare.

Exit mobile version