25. Februar 2026
Als preisgekröntes Auto bewährt sich der Mercedes-Benz CLA bereits auf der europäischen Bühne. Aber wie lässt sich dies auf die erwartete Restwertleistung (RV) übertragen? Phil Curry, Redakteur für Sonderinhalte bei Autovista24, überprüft das Modell zusammen mit regionalen Experten.
Das neue batterieelektrische Fahrzeug (BEV) Mercedes-Benz CLA sorgt beim deutschen Automobilhersteller für Schlagzeilen. Auf dem Brüsseler Autosalon wurde dem Modell der Titel „Europäisches Auto des Jahres 2026“ verliehen.
Der Erfolg des Modells, für das Autojournalisten in ganz Europa gestimmt haben, unterstreicht die Leistungsfähigkeit des CLA. Mit beeindruckendem Design, komfortablem Handling und großer Reichweite bietet es Käufern viel.
Der neueste Launch-Bericht von Autovista24 vergleicht den Mercedes-Benz CLA mit seinen wichtigsten Konkurrenten in Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Regionale Experten geben außerdem eine Aufschlüsselung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Fahrzeugs.
Ein glänzender Start für Design
Sowohl als Coupé als auch als Shooting-Brake-Karosserie macht das neue Modell eine beeindruckende Figur. Dies verleiht dem CLA schlanke Linien und ein niedriges Profil, das für einen erstklassigen Look sorgt. Allerdings geht dies auf Kosten der Praktikabilität.
An der Vorderseite des falschen Grills befinden sich 142 Sterne, die nachts leuchten und für eine auffällige optische Komponente sorgen. Dies ist nicht die einzige Verwendung des dreizackigen Sterns. Neben dem traditionellen Mercedes-Benz Logo kommt das Muster auch in den Scheinwerfern zum Einsatz.
Die LED-Lichtleiste erstreckt sich über die gesamte Front oberhalb des Grills und setzt damit einen Trend fort, der auch bei anderen Elektromodellen von Mercedes-Benz zu beobachten ist. Allerdings sieht es etwas fehl am Platz aus, da es hoch über dem Grill sitzt und die klaren Linien beeinträchtigt. Positiv ist, dass die Bar nachts eine bessere Sichtbarkeit bietet.
Das geschwungene Seitenprofil und das schlichte Heckdesign sorgen für einen sportlichen Look, erinnern aber dennoch an Modelle mit Verbrennungsmotor (ICE). Autohersteller können BEVs mit ausgefallenem Design entwickeln, aber das birgt die Gefahr, einige Käufer abzuschrecken. Damit soll der CLA eine breitere Zielgruppe an Autofahrern ansprechen.
Im Mercedes-Benz CLA
Im Inneren ist der Mercedes-Benz CLA komfortabel, die niedrige Sitzposition vorn trägt zum sportlichen Gefühl bei. Die Materialqualität ist größtenteils gut, einige harte Kunststoffe weisen jedoch darauf hin, dass sie sich insgesamt nicht hochwertig anfühlen.
Der neue CLA nutzt das Mercedes-Benz Operating System (MB.OS). Dies sorgt für ein KI-gestütztes Erlebnis, das sich an die Stimmung des Fahrers anpassen kann und schnellere Antworten auf Anfragen bietet. Auch das Infotainmentsystem ist schnell und intuitiv. Die Bordnavigation nutzt Google-Daten und liefert genaue Informationen zu Reise- und Straßenbedingungen.
Rund um das Armaturenbrett sind zwei Bildschirme angebracht, darunter der zentrale 14-Zoll-Touchscreen, auf dem sich das Infotainmentsystem befindet. Hinter dem Lenkrad befindet sich ein 10,25 Zoll großes Fahrerdisplay. Der Autobauer bietet das MBUX Superscreen-Setup an, das einen dritten 14-Zoll-Bildschirm vor dem Beifahrer platziert. Dadurch können sie Videos streamen und über ein eigenes, vom Treiber getrenntes Display verfügen.
Fragwürdige Kontrollen
Der deutsche Automobilhersteller hat sich die Touchscreen-Steuerungskultur zu eigen gemacht, auf die andere langsam zurückgreifen. Viele der grundlegenden Bedienelemente des CLA befinden sich in den Menüs des Infotainmentsystems und nicht auf physischen Tasten. Diese sind leichter zu finden als bei einigen anderen Modellen, könnten sich jedoch als störend erweisen.
Dazu gehören die Scheibenbeschlagsheizung und die Sitzheizungssteuerung. Fahrer müssen auch die Möglichkeit finden, die Fensterhebertasten von vorne auf hinten umzustellen, wobei dafür nur zwei physische Bedienelemente erforderlich sind.
Darüber hinaus ist das Lenkrad zwar von hoher Qualität, die berührungsempfindlichen Tasten können sich jedoch als problematisch erweisen. Diese wurden durch physische Komponenten in anderen Fahrzeugen ersetzt, aber Mercedes-Benz ist dabei geblieben.
Eine weitere fragwürdige Steuerungsmöglichkeit ist die Lage der regenerativen Bremseinstellungen. Beim CLA gibt es keine Paddles hinter dem Lenkrad. Stattdessen betätigt der Fahrer den Gangwahlhebel hinter dem Lenkrad, was die Steuerung umständlicher macht.
Auch mit der Praxistauglichkeit tut sich der neue CLA schwer. Während vorn reichlich Platz vorhanden ist, sind die Fondpassagiere von der coupéartigen Dachlinie und dem hohen Boden betroffen. Auch der Kofferraum ist mit nur 405 Litern knapp bemessen. Allerdings bietet der CLA einen 101-Liter-Kofferraum, der einen alternativen Stauraum bietet.
Beeindruckendes Angebot von Mercedes-Benz CLA
Der neue CLA verfügt über eine 85-kWh-Batterie und einen einzelnen 272-PS-Elektromotor. Dies sorgt für eine beeindruckende Reichweite von 483 Meilen (777 km). Während der BMW iX3 500 Meilen bietet, verfügt er über eine viel größere Batterie.
Gebaut auf der neuen Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA)-Plattform, konzipiert für BEV- und Hybrid-Antriebsstränge. Auch der CLA nutzt ein 800-Volt-System. Dadurch kann die Batterie mit bis zu 320 kW aufgeladen werden. Dadurch kann in 10 Minuten eine Reichweite von über 190 Meilen hinzugefügt werden.
Allerdings erfordert das aktuelle System entweder Schnellladegeräte oder Gleichstromladen zu Hause und funktioniert nicht mit anderen Ladesystemen. Laut Auto Express ist für zukünftige Modelle ein optionaler Konverter geplant.
Was das Fahrverhalten betrifft, ist die Federung sanft und gleicht Straßenunebenheiten aus. Auch das Bremsen ist präzise, wobei das regenerative Bremsen und das Ein-Pedal-Fahren gut funktionieren, um Energie in die Batterie zurückzuspeichern.
Die Lenkung ist so leichtgängig, dass sich der CLA problemlos in der Stadt bedienen lässt, sich aber auch auf der Autobahn gut behaupten kann. All dies sorgt dafür, dass das Modell über seine große Reichweite Fahrspaß bietet.
Der Mercedes-Benz CLA weist einige kleine Mängel auf. Doch das beeindruckende Sortiment, gepaart mit klarem und geschmeidigem Design, Komfort und erstklassiger Haptik, lenkt den Fokus von diesen ab. Insgesamt bietet das Auto viel für den Fahrer und wer die deutsche Marke anstrebt, wird nicht enttäuscht sein. Das Auto verdient den Titel „Europäisches Auto des Jahres“.
Sehen Sie sich das interaktive Dashboard an, das den Mercedes-Benz CLA in Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien bewertet. Das interaktive Dashboard präsentiert neue Preise, prognostizierte RVs und eine SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken).

