Palästinenser und Palästinenserinnen im Gazastreifen gingen auf die Strasse und forderten offen, dass die Hamas ihre Macht abgebe. Diese antwortete mit bekannten Mitteln: Druck und Gewalt.

Proteste in Gaza: Gefahr für die Hamas?

Antonia Moser mit Rewert Hoffer

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In dieser Podcast-Episode:

Khawla al-Masri ist 37 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie im Gazastreifen. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund: Die Hamas soll gehen. Ständig würden sie bombardiert, es gebe nur noch Tote und Blutvergiessen. Daran sei auch die Hamas schuld. Deshalb ging Masri spontan auf die Strasse, um gegen die Herrschaft der Terrororganisation zu protestieren.

«Solche Worte hat man seit Kriegsbeginn nie öffentlich gehört», sagt der Korrespondent Rewert Hoffer einordnend. Doch jetzt, da der Krieg nach einer Waffenruhe wieder fortgeführt wird, sind viele Menschen verzweifelt und erschöpft. Sie mussten flüchten, haben zu wenig Essen und fürchten ständig um ihr Leben. Deshalb forderten einige hundert Demonstranten, dass das Hamas-Regime abdanken soll.

Zunächst sei es erstaunlich still geblieben, erzählt Rewert Hoffer in der neusten Folge von «NZZ Akzent». Doch dann reagierte die Hamas, wie man es von ihr kannte. Laut Berichten von Bewohnern des Gazastreifens führte sie einen Mitorganisator der Proteste ab und folterte ihn zu Tode. Denn die Hamas ist im Gazastreifen immer noch tief verankert: «Nach achtzehn Jahren an der Macht gibt es keine Alternative, daran ändern auch die spontanen Proteste nichts», so der Korrespondent.

Alle Episoden von «NZZ Akzent» finden Sie in dieser Übersicht.

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