Samstag, Januar 24

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Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte am Freitag ein Video, das zeigt, wie zwei Langstreckenbomber vom Typ Tu-22M3 einen sogenannten „geplanten Flug“ im Luftraum über neutralen Gewässern der Ostsee durchführen.

„Die Begleitung erfolgte durch Besatzungen von Su-35- und Su-30-Kampfflugzeugen der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Die Flugdauer betrug etwa fünf Stunden. Auf bestimmten Streckenabschnitten wurden Langstreckenbomber von Kampfflugzeugen aus dem Ausland begleitet“, heißt es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums.

Moskau betonte, dass alle Flüge mit Flugzeugen der russischen Luftstreitkräfte in strikter Übereinstimmung mit den internationalen Regeln für die Nutzung des Luftraums durchgeführt würden.

Es erklärte, dass es regelmäßige Flüge über neutralen Gewässern durchführe, darunter dem Arktischen Ozean, dem Nordatlantik, dem Pazifischen Ozean, der Ostsee und dem Schwarzen Meer.

Dies geschieht nur einen Tag, nachdem der finnische Geheimdienst gewarnt hatte, dass Russland weiterhin eine Gefahr für europäische Systeme darstellen könnte, da seine Ergebnisse zeigten, dass Moskau möglicherweise weitere Angriffe auf kritische Unterwasserinfrastruktur in der Ostsee plant.

Die Ostsee ist nach einer Reihe von Angriffen auf Strom-, Kommunikationsleitungen und Ölpipelines in höchster Alarmbereitschaft, seit Russland im Februar 2022 seine groß angelegte Invasion in der Ukraine startete.

Der jüngste Fall ereignete sich am Silvesterabend, nachdem Finnland ein russisches Schiff auf dem Weg nach Israel abgefangen hatte, weil es verdächtigt wurde, Unterwasser-Kommunikationsleitungen sabotiert zu haben.

Der Kreml hat Vorwürfe solcher Angriffe im Baltikum wiederholt zurückgewiesen. Umfangreiche europäische Ermittlungen haben bisher keinen eindeutigen Beweis erbracht, der Moskau mit den Sabotagevorfällen in Verbindung bringt.

Der finnische Geheimdienstbericht wies auch darauf hin, dass für Helsinki keine unmittelbare militärische Bedrohung bestehe, und behauptete, dass Russland stark in seinen Krieg gegen die Ukraine verwickelt sei und dass keine Beweise auf eine unmittelbare Bedrohung anderswo hindeuteten.

Sie warnte jedoch auch davor, dass sich die Sicherheitsaussichten in den kommenden Monaten und Jahren drastisch ändern könnten, wenn es Russland gelingt, seine Streitkräfte wieder aufzubauen oder zu erweitern.

Videoeditor • Amandine Hess

Zusätzliche Quellen • EBU

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