Freitag, Februar 28

Der Chef des Telekom-Unternehmens profitiert von einem «Initial Award» in der Höhe von 13,7 Millionen Franken. Dieses Anreizprogramm soll dafür sorgen, dass sich der Manager auch wirklich im Sinne der Aktionäre verhält.

Der Umsatz von Swisscom-Konkurrent Sunrise ist letztes Jahr leicht geschrumpft und beträgt rund 3 Milliarden Franken. Dennoch wird Sunrise-Chef André Krause fürstlich für seine Tätigkeit entlöhnt.

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Er erhält laut Geschäftsbericht eine Gesamtentschädigung von 15,4 Millionen Franken. Und das ist sogar noch tief gestapelt, denn der Vergütungsbericht zeigt nur den Zeitraum seit dem Börsengang am 15. November 2024 bis Ende Jahr – also für 6 Wochen. Der Grossteil des normalen Lohns des Firmenchefs ist in diesen Zahlen also nicht einmal berücksichtigt.

Was Krauses Salär so stark hochschiessen lässt, ist ein sogenannter «Initial Reward» im Zusammenhang mit dem Börsengang. Dieser soll die Interessen des Managements mit jenen der übrigen Aktionäre in Einklang bringen.

Mit anderen Worten brauchen Krause und die anderen Mitglieder der Geschäftsleitung noch einen besonderen finanziellen Anreiz dafür, dass sie ihren Job auch wirklich im Sinne der Eigentümer von Sunrise erledigen.

3,5 Millionen Cash

3,5 Millionen Franken erhält der CEO dabei in Cash. Dieser Betrag kann Sunrise aber zurückfordern, falls Krause vor Ende Jahr von Bord gehen sollte. 10,2 Millionen Franken des Initial Awards wird in Aktien ausgerichtet, die zum Teil noch gesperrt sind.

Sie werden schrittweise über die nächsten vier Jahren frei gegeben, wenn Krause die Ziele erreicht, die ihm der Verwaltungsrat setzt. Bei diesen Vorgaben liegt das Hauptaugenmerk auf dem freien Cashflow und an den ausgezahlten Dividenden – denn Sunrise möchte seine Aktien an der Börse als Dividendentitel positionieren.

Sunrise schlägt der Generalversammlung für 2024 eine Dividendenausschüttung von gesamthaft 240 Millionen Franken vor. Und deutet bereits an, dass diese im Folgejahr steigen soll.

Allerdings könnte ein solches Anreizsystem, das stark auf Ausschüttungen und den Cashflow nach Investitionen abstützt, dazu führen, dass das Sunrise-Management den langfristigen Ausbau des Geschäfts zugunsten von kurzfristigen Effizienzmassnahmen zurückstellt.

Auch andere Geschäftsleitungsmitglieder partizipieren

Nicht nur Krause sondern auch andere Sunrise-Geschäftsleitungsmitglieder partizipieren an diesem speziellen Anreizsystem mit einem Gesamtvolumen von 28,6 Millionen Franken.

André Krause zeigt sich laut Medienmitteilung mit dem Geschäftsgang zufrieden: «Die Jahresergebnisse präsentieren sich wie erwartet und wir haben unsere Guidance vollständig erreicht.» Guidance bedeutet im Jargon der Finanzbranche eine vorab kommunizierte Zielgrösse bei Umsatz, Gewinn, Cashflow oder anderen relevanten Zahlen.

«Nach einem ereignisreichen Jahr mit erfolgreichem Spin-off erzielten wir mit unseren hervorragenden Netzen und einer Pipeline voller Innovationen ein anhaltendes kommerzielles Momentum im vierten Quartal und schlossen das Jahr 2024 erfolgreich ab», so Krause.

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