Freitag, März 13

Ein Streik der Lufthansa-Piloten betrifft am Donnerstag und Freitag schätzungsweise 300 Flüge pro Tag von oder nach Deutschland. Das müssen Passagiere wissen:

Am Donnerstagmorgen (12. März) begann ein zweitägiger Pilotenstreik der Lufthansa, der bis Ende Freitag (13. März) andauern soll.

Vor allem an den großen deutschen Flugdrehkreuzen München und Frankfurt ist mit Flugausfällen zu rechnen.

Gewerkschaftsführer Andreas Pinheiro sagte, er rechne mit etwa 300 Flugausfällen pro Tag, während Lufthansa sagte, dass etwa die Hälfte ihrer geplanten Flüge an beiden Tagen noch starten dürften. Auf Flügen in den Nahen Osten wird es keine Streikaktionen geben.

Von den Streiks betroffene Passagiere sollen laut Lufthansa per E-Mail benachrichtigt werden. Das bedeutet, dass Passagiere, die keine E-Mail erhalten, davon ausgehen können, dass ihr Flug vorerst nicht beeinträchtigt wird.

Dennoch wird den Passagieren in Hinweisen auf den Websites des Flughafens empfohlen, sich vor der Ankunft am Flughafen bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu informieren.

Hier erfahren Sie, was Reisende mit Flügen von oder nach Deutschland darüber wissen sollten, welche Flüge annulliert werden und welche Rechte Sie als Passagier haben, wenn Sie davon betroffen sind.

Störungen in München und Frankfurt

Kurz bevor der Streik begann, berichtete die bayerische Nachrichtenagentur BR24 berichtete, dass die Lufthansa am Donnerstag bereits 230 und am Freitag 180 Verbindungen vom Flughafen München gestrichen habe.

Ein Hinweis auf der Website des Flughafens München empfiehlt Kunden, den Status ihres Fluges auf Lufthansa.com zu prüfen, um aktuelle Informationen zu erhalten. Passagiere, die von München abfliegen, können hier auch im Flugplan des Flughafens nach ihrem Flug suchen.

Eine ähnliche Mitteilung auf der Website des Frankfurter Flughafens warnt davor, dass Lufthansa-Flüge dorthin „am 12. und 13. März ganztägig verspätet und gestrichen sein werden“.

Sie können hier auch den aktuellen Flugplan des Flughafens auf bekannte Verspätungen und Annullierungen prüfen oder die Informationstelefonnummer des Flughafens (01806-3724636) anrufen. Beachten Sie jedoch, dass beim Anruf dieser Nummer Gebühren in Höhe von 0,20 bis 0,60 € pro Anruf anfallen.

Ein Blick auf den Frankfurter Flugplan am Donnerstagmorgen zeigt, dass zahlreiche Lufthansa-Flüge zu anderen deutschen Flughäfen (Leipzig, Düsseldorf, Nürnberg usw.) sowie zahlreiche Flüge zu internationalen Städten in Europa und darüber hinaus gestrichen sind.

Insgesamt schätzt die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), dass während des Streiks täglich rund 300 Flüge gestrichen werden. Das sind weniger als beim vorherigen Streik im Februar, als rund 800 Flüge eingestellt und etwa 100.000 Passagiere betroffen waren.

Lufthansa sagte, sie plane, größere Flugzeuge einzusetzen, Lufthansa-Flüge von nicht streikenden Konzernfluggesellschaften abwickeln zu lassen und freiwillige Besatzungen einzusetzen, um Annullierungen abzumildern.

Störungen in Berlin und anderen Flughäfen

Über München und Frankfurt hinaus werden auch Flüge von anderen deutschen Flughäfen gestrichen, darunter auch in Berlin.

Im Allgemeinen können Passagiere damit rechnen, dass sie, wenn bekannt ist, dass ihr Flug betroffen ist, bis Mittwochmittag eine E-Mail über die Annullierung erhalten haben. Es ist jedoch nie eine schlechte Idee, Ihren Flugstatus auf kurzfristige Änderungen zu überprüfen, bevor Sie sich auf den Weg zum Flughafen machen.

Aktuelle Annullierungen am Flughafen Berlin-Brandenburg betreffen alle Verbindungen von und nach München und Frankfurt, heißt es in einem Bericht von Berlin Morgenpost.

Was passiert, wenn Ihr Flug betroffen ist?

Lufthansa bucht nach eigenen Angaben betroffene Passagiere kostenlos auf Alternativflüge um und informiert die Passagiere per Mobiltelefon.

Das Unternehmen weist darauf hin, dass Passagiere, die keine Nachricht erhalten haben, den aktuellen Status ihrer Buchung überprüfen sollten (hier). Über dieses Portal können Sie bei Bedarf auch eine Umbuchung Ihres Fluges vereinbaren.

Lufthansa weist außerdem darauf hin, dass Passagiere auf bestimmten Strecken die Möglichkeit haben, ihr Flugticket zu stornieren und es stattdessen in ein kostenloses Ticket der Deutschen Bahn umzuwandeln. Dieser Service gilt für Flüge innerhalb Deutschlands sowie zwischen Deutschland und: Amsterdam, Brüssel, Luxemburg, Paris, Basel, Genf, Zürich, Salzburg, Wien, Innsbruck, Linz, Graz, Budapest, Prag und Warschau.

Auch hier hätten betroffene Passagiere zuvor per E-Mail über diese Möglichkeit informiert werden müssen.

Bei Flugausfällen besteht auch jederzeit die Möglichkeit, einen Gutschein anzufordern.

Nach EU-Recht können Passagiere eine pauschale Entschädigungszahlung zwischen 250 und 600 Euro verlangen, wenn Flüge kurzfristig annulliert werden oder sich am Zielort um mehr als drei Stunden verspäten. Diese Rechte gelten jedoch nur, wenn Sie von der Fluggesellschaft noch keine Entschädigung, einschließlich anderweitiger Beförderung, erhalten haben.

LESEN SIE AUCH: Welche Rechte haben Sie in Deutschland, wenn Ihr Flug verspätet ist oder annulliert wird?

Eine Entschädigung kann auch nicht geschuldet werden, wenn die Störung durch „außergewöhnliche Umstände“ verursacht wurde, zu denen in bestimmten Fällen auch Streiks der Arbeitnehmer gehören können.

Bei Streiks in Deutschland werden Passagiere häufig von der Fluggesellschaft auf einen anderen Flug umgebucht. Sollte der Alternativflug erst am nächsten Tag starten, haben Kunden ggf. Anspruch auf einen Gutschein für eine Hotelübernachtung.

Bei Ausfällen von Inlandsflügen besteht alternativ die Möglichkeit, auf eine Verbindung mit der Deutschen Bahn umzubuchen oder eine Rückerstattung des Ticketpreises zu erhalten.

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