Da U-Bahnen und Straßenbahnen stillstehen, müssen Pendler in Frankfurt am Donnerstag planen, wie sie sich fortbewegen. Hier erfahren Sie, was vom Streik betroffen ist – und welche Transportmöglichkeiten noch zur Verfügung stehen.
Ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag den Frankfurter Nahverkehr lahmgelegt, sodass Fahrgäste keinen Zugang zu den U-Bahnen und Straßenbahnen der Stadt haben.
Wer in der Stadt unterwegs ist, dem wird empfohlen, nach Alternativen zu suchen und mehr Zeit für die Fahrt einzuplanen.
Keine U-Bahnen oder Straßenbahnen
Der Streik begann zu Beginn der Frühschicht, als Mitarbeiter der Frankfurter Verkehrsbetriebe (VGF) ihren Arbeitsplatz aufgaben. Daher bleiben alle neun U-Bahn-Linien und alle zehn Straßenbahnlinien den ganzen Tag über außer Betrieb.
Der Arbeitskampf ist Teil eines laufenden Tarifstreits zwischen kommunalen Verkehrsbetrieben und markiert den dritten Tag der Warnstreiks in der aktuellen Verhandlungsrunde.
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Welche Dienste können Sie noch nutzen?
Trotz der Beeinträchtigung ist die Fortbewegung in Frankfurt mit einigen öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin möglich – sofern Sie U-Bahnen und Straßenbahnen meiden.
Nach Angaben der Frankfurter Verkehrsgesellschaft VGF sind folgende Dienste vom Streik nicht betroffen und sollen weiterhin verkehren:
- S-Bahn-Verkehr
- Regionalzüge
- Stadtbusse
- Schienenersatzverkehr der U2
- Regional- und Expressbusse
Passagieren wird empfohlen, möglichst kurz vor ihrer Abflugzeit die Online-Reiseinformationen zu prüfen.
VGF empfiehlt außerdem, U-Bahn- und Straßenbahnverbindungen in Fahrplanauskunften auszublenden, sodass nur tatsächlich verkehrende Verbindungen wie S-Bahnen und Busse angezeigt werden.
Störungen über Frankfurt hinaus
Die Gewerkschaft Verdi warnt vor möglichen Verkehrseinschränkungen durch Streiks in den umliegenden Städten Gießen und Marburg, die allerdings voraussichtlich weniger stark ausfallen werden.
In Gießen teilten die Stadtwerke mit, dass die Fahrer ihrer Verkehrstochter Mit.Bus nicht zum Streik aufgerufen seien, so dass der Linienbusverkehr dort wie gewohnt verkehren solle.
Ähnlich kündigten auch die Stadtwerke Marburg an, die Stadtbusse wie gewohnt einsetzen zu wollen. Sie warnten jedoch davor, dass die Wetterbedingungen, einschließlich des prognostizierten Schnees und Eises, dennoch zu Annullierungen oder Verzögerungen führen könnten.
Warum findet der Streik statt?
Auslöser des Streiks seien laut Verdi die Entwicklungen in der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr gewesen. Nach Angaben der Gewerkschaft brachten die Arbeitgeber spät in den Gesprächen zwei neue Themen ein, die zu Kürzungen für die Arbeitnehmer führen würden.
In Hessen dreht sich der Streit nicht um die Bezahlung, sondern um die Arbeitsbedingungen im Tarifvertrag. Die Verhandlungen finden zeitgleich in ganz Deutschland statt.
Weitere Störungen werden am Freitag erwartet, wenn in Wiesbaden die Busse von Streiks betroffen sein werden.
F&A: Welche Regeln gibt es in Deutschland, wenn man aufgrund von Streiks zu spät zur Arbeit kommt?
Pendler und Schulkinder
Von Arbeitnehmern in Deutschland wird erwartet, dass sie bei Streiks pünktlich zur Arbeit kommen.
Ebenso ist es in Deutschland nur in bestimmten Situationen und in der Regel nur mit vorheriger Zustimmung der Lehrer gesetzlich zulässig, dass Kinder Schultage versäumen. Im Falle eines Streiks im öffentlichen Nahverkehr wird von den Eltern im Allgemeinen erwartet, dass sie eine Möglichkeit finden, sicherzustellen, dass ihre Kinder zur Schule gelangen können.
Aus diesem Anlass haben mehrere Schulen in Hessen gleichzeitig angekündigt, dass heute wetterbedingt kein Präsenzunterricht stattfinden wird. Eine Liste der Schulen, die bestätigt haben, dass sie geschlossen bleiben, finden Sie hier.

