Freitag, Januar 23

Jährlich ziehen rund 40.000 Menschen aus der grössten Stadt der Schweiz, Zürich, weg, 55 Prozent davon sind Ausländer, wie neue Gemeindezahlen zeigen.

Viele der 40.000 Menschen, die Zürich verlassen, sind jung und gut verdienend, mehr als die Hälfte davon sind Ausländer, wie aus einer neuen Analyse der Stadt vom 16. Januar hervorgeht.

Was verraten diese Zahlen sonst noch?

Die Wegziehenden lebten nur kurz in Zürich

Familien ziehen deutlich seltener weg als Paare oder Alleinstehende.

Von den Auswanderern lebten 67 Prozent allein, in Wohngemeinschaften oder in Zwei-Personen-Haushalten.

Nur 28 Prozent waren Familien und 4 Prozent waren Alleinerziehende. Allerdings war die Zahl der Familienzüge innerhalb der Stadt mit 39 Prozent hoch.

„Auffallend ist die kurze Aufenthaltsdauer vieler Weggezogener“, heißt es in der Analyse.

Davon waren 77 Prozent weniger als fünf Jahre und 33 Prozent weniger als ein Jahr in Zürich.

Was ist mit Ausländern?

Von denen, die das Gebiet verließen, waren mehr als die Hälfte – 55 Prozent – ​​Ausländer.

„Das ist ein hoher Wert, wenn man bedenkt, dass in der Stadt Zürich der Ausländeranteil bei 32 Prozent liegt“, heißt es in dem Bericht.

Andererseits sei „auch der Anteil ausländischer Staatsangehöriger unter den Zuzügern in der Stadt mit knapp über 60 Prozent überdurchschnittlich hoch.“

Zu den Gründen für die Umsiedlungen, weder bei Schweizern noch bei Ausländern, machte die Studie Angaben. Es ist nicht bekannt, ob die Ausländer in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt sind oder einfach an einen anderen Ort innerhalb der Schweiz gezogen sind.

LESEN SIE AUCH: Kommen Einheimische und Ausländer in Zürich miteinander klar?

Werbung

Bundesweiter Trend

Bezüglich der Abwanderung von Ausländern aus der Schweiz (und nicht nur aus Zürich) deuten andere aktuelle Daten auf einen ähnlichen Trend hin.

Daraus geht hervor, dass jedes Jahr 30.000 Europäer die Schweiz verlassen.

Die Hälfte von ihnen reist nach fünf Jahren ab, und nach zehn Jahren sind 60 Prozent der EU-Bürger in ihre Heimat zurückgekehrt.

Zu den Hauptgründen für die Abwanderung zählen die hohen Lebenshaltungskosten, die schwierige Integration und die fehlende Möglichkeit, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden.

LESEN SIE AUCH: Warum die Hälfte der europäischen Einwanderer nicht länger als fünf Jahre in der Schweiz bleibt

Exit mobile version