Donnerstag, April 3

Die Zürcher gleichen gegen Lausanne spät einen 0:2 Rückstand aus. Der FC Winterthur kommt beim FC Sion zum ersten Auswärtssieg in der Super League nach 18 erfolglosen Versuchen.

(sda) Der FC Zürich rettet im Heimspiel gegen Lausanne-Sport einen wichtigen Punkt dank zweier Tore in den letzten fünf Minuten. Durch das 2:2 hat der FCZ im Rennen um einen Platz in der Meisterrunde weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf die siebtplatzierten Waadtländer.

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Der FCZ machte aus seinem Ballbesitz lange Zeit viel zu wenig. Zwei Aktionen von Mounir Chouiar waren das Beste, was die Gastgeber bis fast in die Nachspielzeit zu bieten hatten. Erst mit dem Rücken zur Wand nach dem 0:2 in der 77. Minute und durch direktes Spiel brachten die Zürcher Lausanne in Verlegenheit.

Das 1:2 durch Steven Zuber fiel in der 90. Minute nach einem weiten Pass in die gegnerische Hälfte, der von Lausanne Goalie Karlo Letica und seinen Vorderleuten falsch eingeschätzt wurde. Und der Ausgleich fünf Minuten später kam nach einem Freistoss und einer Kopfballverlängerung zustande, die Torschütze Lindrit Kamberi profitierte.

Dass zum Zeitpunkt des grossen Zürcher Aufbäumens Benjamin Mendy seit einigen Minuten nicht mehr auf dem Platz stand, war symptomatisch. Der Franzose, 2018 Teil der Weltmeister-Mannschaft, spielte nicht zum ersten Mal seit seiner Ankunft in Zürich eine unglückliche Rolle. Er verschuldete in der 5. Minute das 0:1 durch einen unkontrollierten Pass am eigenen Strafraum, der via Jamie Roche kurios im Tor von Yanick Brecher landete. Bereits kurz zuvor hatte ein Fehler von Mendy zu einem gefährlichen Angriff der Lausanner geführt. Der robuste Aussenverteidiger, der am letzten Wochenende nur durch Nachsicht um einen Platzverweis gekommen war, machte einen behäbigen, teilweise überforderten Eindruck.

Vor dem 0:2 geschah der Fehler allerdings auf der anderen Seite der FCZ-Verteidigung. Mariano Gomez verlor den Ball an den wirbligen Aliou Baldé, der den Treffer von Alban Ajdini mit einem Solo etwas glückhaft vorbereitete. Angesichts der Spielanteile war dieser Zweitore-Vorsprung nach 77 Minuten glücklich. Unlogisch war er trotzdem nicht, denn das vom ehemaligen FCZ-Coach Ludovic Magnin gut eingestellte Lausanne war in allen seinen Aktionen konsequenter als die Zürcher – bis zum Schlussfurioso des FCZ.

Seltener Auswärtssieg bringt dem FC Winterthur Hoffnung

Der FC Winterthur kommt beim FC Sion zum ersten Auswärtssieg in der Super League nach 18 erfolglosen Versuchen. In Überzahl spielt sich das Schlusslicht zum 2:1-Erfolg.

Ab der 53. Minute konnte der FC Winterthur im Tourbillon mit einem Spieler mehr auf den Ausgleich drücken. Benjamin Kololli sah eine ärgerliche zweite Gelbe Karte, nachdem er bei einem Winterthurer Freistoss den Abstand nicht eingehalten hatte.

Roman Buess belohnte den FCW in der 80. Minute ein erstes Mal mit dem 1:1. Und es kam noch besser für den Tabellenletzten: In der 94. Minute erzielte Christian Gomis den Siegtreffer, der die Zürcher wieder näher an die Konkurrenz bringt und die Hoffnung auf den Klassenerhalt nährt.

Sion war kurz vor der Pause durch den sechsten Saisontreffer von Ilyas Chouaref in Führung gegangen. Dieser profitierte von einem exzellente Pass in die Tiefe des Russen Anton Mirantschuk. Zu zehnt gerieten die Walliser dann zunehmend unter Druck und kamen mit den Hereingaben der Winterthurer in ihren Strafraum immer schlechter zurecht.

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