Die konservative Führerin Keiko Fujimori wurde am Dienstag als peruanische Präsidentin vereidigt, nachdem sie die Wahl im Juni knapp mit weniger als 50.000 Stimmen gewonnen hatte und damit die erste weibliche Staatsoberhauptin des Landes wurde.
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Der 51-jährige Vorsitzende der Partei Popular Force, deren Vater Alberto Fujimori von 1990 bis 2000 Peru regierte, tritt sein Amt mit dem Versprechen an, nach einem Jahrzehnt politischer Unruhen die politische Stabilität wiederherzustellen, die steigende Kriminalität zu bekämpfen und das Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln.
Peru hatte im letzten Jahrzehnt neun Präsidenten, von denen nur drei durch Volksabstimmung gewählt wurden. Die anderen traten ihr Amt an, nachdem ihre Vorgänger zurückgetreten waren oder vom Kongress abgesetzt worden waren, oft inmitten von Korruptionsskandalen.
Fujimori tritt sein Amt mit starker Unterstützung des Kongresses an. Ihre Partei Popular Force und ihr wichtigster Verbündeter, Popular Renovation, kontrollieren die Hälfte der Sitze im neu eingesetzten Senat, was es den Gesetzgebern erschwert, den Präsidenten abzusetzen.
Sicherheit stand im Mittelpunkt von Fujimoris Kampagne, da Peru mit zunehmender organisierter Kriminalität und Erpressung zu kämpfen hat. Sie hat versprochen, mit „eiserner Faust“ zu regieren, und plant unter anderem den Bau eines Megagefängnisses nach dem Vorbild der Cecot-Einrichtung in El Salvador und die Möglichkeit, dass Richter aus Sicherheitsgründen ihre Identität während Strafverfahren geheim halten.
Sie hat außerdem zugesagt, die Infrastrukturinvestitionen anzukurbeln, indem sie es Regierungsbehörden erleichtert, mit privaten Investoren zusammenzuarbeiten.
Oppositionsführer haben die neue Regierung von Fujimori aufgefordert, vom vorherigen Kongress verabschiedete Gesetze aufzuheben, die laut Kritikern die Bemühungen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität geschwächt haben.

