Fernandez tritt ihr Amt an, wobei ihre rechte Partei die absolute Mehrheit in der Legislative des Landes besitzt.
Veröffentlicht am 8. Mai 2026
Laura Fernandez wurde als neue Präsidentin Costa Ricas vereidigt und hat geschworen, die steigende Kriminalität in dem zentralamerikanischen Land zu bekämpfen und enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten aufrechtzuerhalten.
Fernandez setzte sich bei der Abstimmung am 1. Februar gegen den scheidenden Präsidenten Rodrigo Chaves durch, der ein enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump geblieben ist.
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In einem unorthodoxen Schritt wird Chaves als Doppelminister für Präsidentschaft und Finanzen in der Regierung bleiben und sich so einen übergroßen Einfluss in der neuen Regierung sichern.
Fernandez unterstreicht ihre Pläne, enge Beziehungen zu den USA aufrechtzuerhalten, indem sie ihren zweiten Vizepräsidenten, Douglas Soto, zum Botschafter in Washington ernannt hat.
Kristi Noem, die US-Sondergesandte, die den militaristischen Ansatz der Trump-Regierung gegenüber Lateinamerika anführt und als „Schild Amerikas“ bezeichnet wird, war bei der Amtseinführung am Freitag anwesend.
Dies galt auch für den israelischen Präsidenten Isaac Herzog, als Teil der Bemühungen, die Beziehungen zur Region während der politischen Folgen des Völkermords in Gaza zu stärken.
Der 39-jährige Fernandez hat umfassende Reformen der Justiz- und Sicherheitsgesetze Costa Ricas sowie ein umfassendes Vorgehen gegen die Kriminalität versprochen.
Als sie letzte Woche ihren neuen Sicherheitsminister Gerald Campos vorstellte, schwor Fernandez „einen Krieg ohne Gnade, einen brutalen Krieg gegen das organisierte Verbrechen“.
Costa Rica galt lange Zeit als eines der stabilsten Länder Mittelamerikas, doch die Kriminalität hat in den letzten Jahren stark zugenommen, da Costa Rica zunehmend zu einer Transitroute für den Drogenschmuggel in die USA geworden ist.
Costa Rica baut ein Hochsicherheitsgefängnis nach dem Vorbild des Anti-Terror-Zentrums CECOT in El Salvador, in dem Hunderte Venezolaner nach ihrer Abschiebung aus den USA Anfang letzten Jahres ohne Gerichtsverfahren festgehalten wurden.
Wie El Salvador hat sich auch Costa Rica gemäß einer im März unterzeichneten Vereinbarung bereit erklärt, aus den USA abgeschobene Nichtstaatsangehörige aufzunehmen.
Menschenrechtsgruppen haben die sogenannten „Drittstaatenabkommen“ verurteilt, mit denen Abgeschobene in Ländern gestrandet werden, zu denen sie keine Verbindungen haben und in denen sie unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt sein könnten.
Fernandez‘ rechte Souveräne Volkspartei (PPSO) gewann 31 von 57 Sitzen in der Einkammer-Legislaturperiode.
Damit verfügt ihre Partei bei ihrem Amtsantritt über die absolute Mehrheit.

