Deutschlands Kapitän Joshua Kimmich hat bekannt gegeben, dass auf dem Trainingsstützpunkt der Mannschaft in Winston-Salem, North Carolina, eine giftige Schlange entdeckt wurde.
„Wir haben gestern eine Schlange gesehen und uns wurde mitgeteilt, dass sie giftig sei“, sagte Kimmich über BILD. „Wenn du gebissen wirst, musst du ins Krankenhaus. Ich glaube nicht, dass du stirbst, aber es ist auf jeden Fall gefährlich. Ich habe ein bisschen Respekt vor ihnen hier. In Deutschland gibt es nicht so viele gefährliche Tiere.“
„Ich habe das Gefühl, wenn man auf so eine Schlange tritt, kann das böse enden. Deshalb versuchen wir, vorsichtig mit den Tieren umzugehen.“
Berichten zufolge handelte es sich bei dem Eindringling um eine Kupferkopfschlange, die in der Region äußerst häufig vorkommt. Laut der North Carolina Wildlife Resources Commission sind Kupferkopfschlangen tatsächlich für 90 Prozent aller giftigen Schlangenbisse in North Carolina verantwortlich.
Die Website weist außerdem darauf hin, dass Bisse zwar schmerzhaft sein können, aber nicht als lebensbedrohlich gelten. Dennoch, so warnt es weise, sollten Copperheads „in Ruhe gelassen werden“.
Kimmich und seine Teamkollegen bleiben wachsam.
Kupferkopfschlangen sind in North Carolina weit verbreitet (Lauren Witte / Clarion Ledger / USA TODAY Network)
Deutschland gewann sein erstes Spiel des Turniers und besiegte Curacao in Houston mit 7:1. Der Sieg garantiert ihnen praktisch einen Platz in der nächsten Runde, was bedeutet, dass die Tage seitdem – ja – an der Nachrichtenfront ruhig waren.
Als Zeichen dafür verbrachte Kimmich, ein begeisterter Gärtner, am Dienstag einen Teil seiner Medienarbeit damit, über die Vorzüge der heimischen Magnolienbäume zu diskutieren. Anscheinend größer als in Deutschland und häufiger blühend. Abgesehen vom Schlangendrama – Schlangenalarm – waren die Handlungsstränge also etwas weich.
Tatsächlich ist dies jedoch nicht das erste Mal, dass Deutschland bei einem internationalen Turnier durch Wildtiere oder die Natur gestört wird. Während der Europameisterschaft 2024, die sie ausrichteten, wurde der deutsche Trainingsstützpunkt Herzogenaurach, der einst Teil eines US-Stützpunkts im ländlichen Bayern war, von Mücken befallen.
Überschwemmungen, warmes Wetter und mangelnder Wind lockten die Insekten in Rekordzahlen an, so dass die örtlichen Lieferanten tatsächlich unter einem Mangel an Abwehrmitteln litten.
Letztlich musste die Deutschland-Zentrale mit Kakaodämpfen besprüht werden, was zwar eine abschreckende Wirkung auf die Mücken hatte, aber einen so unangenehmen Geruch erzeugte, dass die Spieler, Trainer und Betreuer, die allesamt schrecklich gestochen wurden, viele ihrer Turnierabende drinnen verbringen mussten. Dennoch ist eine Mücke besser als eine Giftschlange.
Deutschland trifft am Samstag in Toronto auf die Elfenbeinküste.

