Mittwoch, Juni 17

Von&nbspeuronews

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Ein französisches Unternehmen verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz im Kampf gegen eines der lästigsten Insekten Europas: Es züchtet Millionen von Tigermücken und setzt sie in der Wildnis frei.

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In seinem Werk in Montpellier produziert Terratis derzeit jede Woche rund 1,5 Millionen sterile männliche Tigermücken. Die Insekten werden in Stadtvierteln freigesetzt, in denen die Bewohner mit zunehmenden Problemen durch invasive Arten konfrontiert sind, die Krankheiten wie Dengue-Fieber, Zika und Chikungunya übertragen können.

Der Prozess basiert auf dem, was Wissenschaftler als „sterile Insektentechnik“ bezeichnen. Männliche Mücken, die nicht stechen, werden abgetrennt und Röntgenstrahlen ausgesetzt, die ihre Spermien sterilisieren. Wenn sie freigelassen werden, paaren sie sich mit wilden Weibchen, aber es werden keine Nachkommen erzeugt, was dazu beiträgt, die Mückenpopulationen schrittweise zu reduzieren. Laut Terratis ist die Methode gentechnikfrei, frei von Chemikalien und umweltfreundlich.

Ein Video aus der Einrichtung zeigt riesige Behälter voller Mücken, Schalen mit Larven und Techniker, die Insektenmengen für die Freilassung vorbereiten. Im Montpellier-Bezirk Malbosc lassen Arbeiter im Rahmen des Programms regelmäßig Tausende sterile Mücken an bestimmten Stellen frei.

Forscher sagen, dass das Interesse an dieser Technik weltweit wächst und Dutzende Projekte in verschiedenen Ländern laufen. Frankreich gehört zu den ersten Ländern, die die Technologie über die Laborforschung hinaus in den kommerziellen Maßstab überführt haben. Terratis plant, die Produktion drastisch zu steigern und innerhalb von zwei Jahren 40 Millionen unfruchtbare Männchen pro Woche zu erreichen.

Befürworter hoffen, dass der Ansatz ein langfristiges Mittel gegen ein Insekt sein kann, das in Teilen Europas sowohl zu einer Plage als auch zu einem Problem für die öffentliche Gesundheit geworden ist.

Videoeditor • Yolaine De Kerchove Dexaerde

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