Die amerikanische Fast-Food-Kette McDonald’s will ihre Aktivitäten in der Schweiz ausbauen, doch nicht alle sind mit den Plänen für einen neuen Standort in Zürich zufrieden – auch die britische Schauspielerin Emma Thompson.
Derzeit gibt es schweizweit 190 McDonald’s-Restaurants und das Unternehmen plant eine weitere Expansion.
Einer der geplanten Standorte ist ein historisches Gebäude am Limmatquai, einer malerischen Uferpromenade in der Zürcher Altstadt.
Viele Anwohner (und auch andere) sind jedoch mit dem Plan nicht einverstanden und haben eine Petition dagegen eingereicht.
Bisher wurden 1.600 Unterschriften gesammelt.
„Akt der Selbstverstümmelung“
Die Gegner des Projekts erhielten Auftrieb, als eine berühmte Schauspielerin – Emma Thompson – ihre Unterstützung anbot.
Berichten zufolge übernachtete die britische Schauspielerin im Jahr 2025 im Hotel Storchen, von dem aus sie die Aussicht über das Limmatquai und das historische Zentrum im Allgemeinen genoss.
Als eine zweifache Oscar-Gewinnerin von dem McDonald’s-Plan erfuhr, sprach sie sich dagegen aus.
In einer E-Mail, die sie Berichten zufolge an den Zürcher Tages-Anzeiger schrieb, sagte die Schauspielerin, dass die Eröffnung einer Fast-Food-Kette an diesem bestimmten Standort einen „Akt der Selbstverstümmelung“ darstelle.
„Ich hoffe, dass diese legitime und notwendige Petition eine Änderung der Denkweise bewirken wird“, fügte Thompson hinzu.
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Was kommt als nächstes?
McDonald’s sagte, das betreffende Projekt sei speziell an die Architektur des Limmatquais angepasst worden und eine Baugenehmigung sei bereits erteilt worden.
Mittlerweile liegt die Angelegenheit vor dem kantonalen Obergericht für Bausachen, das über die Zukunft des Projekts entscheiden muss.
Die Organisatoren der Petition sagten jedoch, dass sie den Fall bis zum Bundesgericht bringen würden, wenn sie nicht gewinnen würden.
Schon gesehen
Dieser Protest weckt Erinnerungen an eine ähnliche Situation, die sich vor einigen Jahren in Lausanne ereignete.
Dort protestierten Anwohner gemeinsam gegen den Zustrom amerikanischer Fastfood-Restaurants in ihre Stadt und beklagten die „verheerenden Auswirkungen von Fast Food auf die Gesundheit sowie die sozialen und ökologischen Folgen“.

