Bahnreisende in Deutschland, die wegen der schlechten Kommunikation frustriert sind, könnten bald Verbesserungen erleben. Die Deutsche Bahn hat ein neues Programm mit KI-gestützten Reiseinformationen und Tausenden neuen Bahnhofsanzeigen vorgestellt.

Die Deutsche Bahn und die Bundesregierung haben am Mittwoch ein neues Notfallprogramm „Bessere Kundenkommunikation“ vorgestellt, mit dem Fahrgäste schneller, klarer und zuverlässiger informiert werden sollen, wenn auf der Schiene etwas schiefgeht.

Überreicht wurde das Paket in Berlin von DB-Chefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.

Die Schlagzeile ist eine zusätzliche Investition von 50 Millionen Euro in die Kundenkommunikation bis Ende 2027.

Das Geld wird für moderne IT-Systeme, künstliche Intelligenz, Bahnhofsinformationsbildschirme und neue digitale Dienste ausgegeben, die Reisenden dabei helfen sollen, Verspätungen, Annullierungen und Last-Minute-Änderungen einfacher zu bewältigen.

Allerdings verspricht niemand, dass die Züge plötzlich pünktlicher werden. Die Deutsche Bahn hat wiederholt eingeräumt, dass es Jahre dauern wird, bis große Infrastrukturmodernisierungen zu einer zuverlässigeren Eisenbahn führen.

Das Unternehmen hofft jedoch, dass die Bereitstellung besserer Informationen das Warten zumindest etwas weniger frustrierend machen könnte.

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Was beinhaltet das Kommunikationsprogramm?

Eine der bedeutendsten Änderungen wird die Erweiterung der KI-gestützten virtuellen Assistentin Kiana sein.

Derzeit nur für eingeloggte Nutzer auf bahn.de verfügbar, bietet Kiana rund um die Uhr personalisierte Reiseinformationen in mehr als 100 Sprachen.

Bis Ende 2026 soll der Assistent nach Angaben der Deutschen Bahn allen Reisenden sowohl über bahn.de als auch über die DB Navigator-App zur Verfügung stehen.

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Hinter den Kulissen wird KI auch dazu beitragen, Störungsmeldungen schneller zu bearbeiten. Theoretisch soll dies dazu führen, dass Fahrgäste schneller über Verspätungen, ausgefallene Haltestellen und neue Anschlussmöglichkeiten informiert werden.

Bahnnutzer könnten sich auch über Verbesserungen bei den Bahnsteigwechselbenachrichtigungen freuen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn erreichen Informationen über kurzfristige Gleisänderungen die DB Navigator-App nun in rund zwei Sekunden, zuvor waren es rund 60 Sekunden. Auch Push-Benachrichtigungen sollen noch in diesem Jahr eingeführt werden.

Darüber hinaus soll im Dezember 2026 ein völlig neuer Dienst – DB Info – an den Start gehen. Die Website und die App sollen Fahrinformationen in Echtzeit bereitstellen, die zu den Informationen an den Bahnhöfen passen. Die Idee besteht darin, das Risiko zu verringern, dass Reisende widersprüchliche Updates aus verschiedenen Quellen erhalten.

Mehr Bildschirme

Auch auf den Bahnsteigen werden die Fahrgäste Veränderungen erleben. Die Deutsche Bahn plant die Installation von 7.000 neuen Informationsdisplays an Bahnhöfen aller Größenordnungen.

Größere Bahnhöfe erhalten Bildschirme mit zusätzlichen Details wie Informationen zur Busreihenfolge und Weiterleitungen. Kleinere Bahnhöfe erhalten moderne Displays mit Audio-Ansagefunktionen und Bauinformationen.

Ein breiterer Fokus auf den Passagierservice

Die Kommunikationsinitiative ist das dritte einer Reihe von Krisenreaktionsprogrammen, die die Deutsche Bahn und der Bund in diesem Jahr auf den Weg bringen.

Die erste konzentrierte sich auf die Sicherheit und Sauberkeit des Bahnhofs und umfasste mehr Sicherheitspersonal, zusätzliches Reinigungspersonal und erweiterte Programme zur Bahnhofsreinigung.

Das zweite Ziel zielte auf den Komfort auf Langstrecken ab, mit zusätzlichen Investitionen zur Verbesserung der Verpflegung an Bord und der Verfügbarkeit von Einrichtungen wie Toiletten und Kaffeemaschinen.

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