Wenn Sie geplant haben, an diesem Wochenende von Deutschland über Österreich nach Tirol oder Italien über den Brenner zu fahren, sollten Sie Ihre Pläne noch einmal überdenken.

Die Brennerautobahn, die Österreich mit Norditalien verbindet und als Hauptroute für Autofahrer dient, die von Deutschland nach Süden fahren, wird am Samstag, dem 30. Mai, den größten Teil des Tages komplett gesperrt sein.

Grund für die Sperrung ist ein Protest gegen übermäßigen Verkehr in der Gegend.

Der ADAC meldete eine hohe Gefahr von Staus und Reisebehinderungen ab Freitag bis zum Wochenende. Die Örtlichkeit Österreich berichtete außerdem, dass Reisende aufgefordert werden, am Wochenende nach Möglichkeit überhaupt nicht in Richtung Brenner zu fahren.

Wann und wo ist die Autobahn gesperrt?

Die Vollsperrung der Brennerstrecke (Richtung Süden – von Deutschland/Österreich kommend) ist für den 30. Mai zwischen 11 und 19 Uhr vorgesehen.

Der ADAC weist darauf hin, dass der Verkehr in Richtung Norden (Rückkehr aus Italien nach Deutschland) von 10:30 bis 20:00 Uhr eingestellt wird.

Betroffen davon ist die Brennerautobahn A13 zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner. Auch die Brennerstraße (B182) und die Ellbögenstraße (L38) bleiben in diesem Zeitraum gesperrt.

Autofahrer seien gewarnt: Es handelt sich um eine Totalsperrung des Brennerkorridors – das haben offizielle Verlautbarungen deutlich gemacht.

Die Vollsperrung ist bis zum 30. Mai befristet, es ist jedoch bis zum Wochenende mit starkem Verkehr sowohl auf dem Pass als auch auf den umliegenden Straßen zu rechnen.

Zu dieser Störung kommt es an den Wochenenden, an denen hier das ganze Jahr über am meisten Verkehr herrscht. Grund dafür sind ein gesetzlicher Feiertag in Italien am 2. Juni sowie die anhaltenden Pfingstferien in den deutschen Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.

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Möglicherweise sind mehr als 30.000 Autofahrer betroffen.

Wer in Richtung Italien reist, über den Brenner nach Norden zurückkehrt oder an einem anderen Ort in Tirol unterwegs ist, sollte die aktuellen Verkehrsinformationen prüfen und mit größeren Verzögerungen rechnen.

Der ADAC warnt davor, dass regionale Fahrten bis in den Norden bis nach Südbayern betroffen sein könnten. Dazu kann auch ruhender Verkehr auf Autobahnen im Großraum südlich von München gehören.

Ausnahme für Zielverkehr

Für die meisten Reisenden wird es keinen Workaround geben, da es keine Umleitungsstrecken für den Transitverkehr gibt.

Die einzige Ausnahme bildet der sogenannte Quell- oder Zielverkehr. Dies gilt, wenn der Start- oder Endpunkt der Reise nachweislich in einem der brennernahen Täler Wipptal, Gschnitztal, Navistal, Schmirntal oder Valsertal liegt.

Wenn Sie also in oder aus diesen örtlichen Gebieten reisen, können Sie möglicherweise trotzdem durchkommen.

Liegt Ihr Ziel jedoch weiter südlich, müssen Sie Ihre Route über die A10/A11 nach Osten oder die A14 nach Westen umleiten. Auch am Wochenende ist auf diesen Strecken mit starkem Verkehr zu rechnen.

Warum wird der Pass geschlossen?

Aufgrund einer Baustelle an der Lueg-Brücke kam es auf dem Brenner zuletzt zu regem Verkehr.

Die Vollsperrung der Strecke am Samstag ist jedoch das Ergebnis eines Protestantrags des Bürgermeisters von Gries am Brenner gegen die Belastung seiner Gemeinde durch starken Durchgangsverkehr.

Die Veranstaltung soll auf einem Parkplatz der Brennerautobahn in der Nähe des Autobahnkreuzes Matrei stattfinden.

Der Bürgermeister hatte bereits zweimal einen ähnlichen Protest beantragt. Bei beiden vorherigen Gelegenheiten wurde es von den Behörden verboten. Doch im vergangenen Jahr gab das Tiroler Landesverwaltungsgericht einer Beschwerde des Bürgermeisters statt und hob die Entscheidung der Bezirkshauptmannschaft mit der Begründung auf, dass sein Recht auf Versammlungsfreiheit verletzt worden sei.

Daher soll der Protest am Samstag fortgesetzt werden, und Reisende, die geplant hatten, zwischen Deutschland, Österreich und Italien zu fahren, sollten möglicherweise darüber nachdenken, ihre Reise zu verschieben oder auf andere Weise zu reisen.

Bahnverbindungen über den Brenner sind nicht betroffen.

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