Passagiere, die am Flughafen Zürich fliegen, können bald bis zu zwei Liter Flüssigkeiten im Handgepäck mitführen, nachdem der Flughafen High-Tech-Sicherheitsscanner installiert und damit die strenge 100-ml-Grenze aus dem Jahr 2006 abgeschafft hat.
Die weniger restriktiven Handgepäckregeln treten ab diesem Freitag (26. Juni) in Kraft und gelten für Passagiere, die ihre Reise in Zürich antreten und im Gebäude der Sicherheitskontrolle kontrolliert werden, heißt es in einer Medienmitteilung des Flughafens.
Die neuen Regeln bedeuten, dass Passagiere Flüssigkeitsbehälter nicht mehr auspacken oder an der Sicherheitskontrolle vorzeigen oder sie separat in durchsichtige Plastiktüten verpacken müssen. Dies sollte die Sicherheitskontrolle schneller und effizienter machen.
Dies gilt auch für elektronische Geräte. Ab Freitag müssen Passagiere diese nicht mehr aus dem Gepäck holen.
Dies soll die Sicherheitskontrolle schneller und effizienter machen – pünktlich zu den Sommerferien.
Dies alles ist den 26 neuen High-Tech-CT-Scannern zu verdanken, mit deren Installation im vergangenen Jahr begonnen wurde.
Nach Angaben des Flughafens, der 34 Millionen Franken in die neue Technologie investiert hat, stellen die Scanner „den neuesten Stand der Technik dar, ermöglichen eine dreidimensionale Analyse des Handgepäcks und sind daher in der Lage, Flüssigkeiten und elektronische Geräte zuverlässig zu überprüfen“.
Aber die Regeln gelten nicht für alle.
Passagiere, die am Flughafen Zürich umsteigen, müssen sich vorerst weiterhin an die alte 100-ml-Grenze für Flüssigkeiten halten und alle elektronischen Geräte vorzeigen. Der Transferbereich wurde noch nicht mit den neuen Scannern aufgerüstet.
Die 100-ml-Flüssigkeitsgrenze wurde im November 2006 in der gesamten EU als Reaktion auf mehrere vereitelte Angriffe in England eingeführt, bei denen es um als Getränke getarnte Flüssigsprengstoffe ging.

