Deutschlands größte Fluggesellschaft wurde diese Woche von aufeinanderfolgenden Arbeiterstreiks heimgesucht. Jetzt wurde die Schließung seiner regional ausgerichteten Tochtergesellschaft bekannt gegeben.
Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa kündigte am Donnerstag an, dass sie ihre regionale Tochtergesellschaft CityLine schließen werde, da höhere Kerosinpreise und Streiks eine Beschleunigung ihrer strategischen Pläne erzwungen hätten.
„Als ersten, sofort wirksamen Schritt werden ab übermorgen die 27 einsatzbereiten Flugzeuge der Lufthansa CityLine endgültig aus dem Flugprogramm genommen, um weitere Verluste der defizitären Airline zu reduzieren“, teilte der Konzern mit.
Die Kerosinpreise hätten sich seit Ausbruch des Nahostkrieges mehr als verdoppelt und Arbeitskämpfe hätten zu „zusätzlichen Belastungen“ geführt, hieß es in einer Mitteilung der Lufthansa.
Europas größter Luftfahrtkonzern war mit einer Welle eskalierender Streiks konfrontiert, darunter diese Woche fünftägige Arbeitsniederlegungen von Kabinenpersonal und Piloten.
Auch das Angebot auf Lang- und Kurzstrecken im übrigen Streckennetz der Lufthansa werde nach dem Sommer reduziert, um Einsparungen zu erzielen, teilte der Konzern mit.
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Den Mitarbeitern von CityLine seien Angebote zur Weiterbeschäftigung in anderen Tochtergesellschaften unterbreitet worden, fügte Lufthansa hinzu.
Die Maßnahmen seien „angesichts der stark gestiegenen Kerosinkosten und der geopolitischen Instabilität unumgänglich“, sagte Till Streichert, Finanzvorstand der Fluggesellschaft.

