Dienstag, April 21

Fahrkartenautomaten in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin akzeptieren aufgrund einer „technischen Störung“ keine Barzahlungen mehr, aber die Stadtverwaltung schlägt vor, dass es an der Zeit ist, die Automaten ganz aus dem Verkehr zu ziehen.

Zur Anpassung an das Leben in Deutschland gehört es längst zur Gewohnheit, Bargeld für Döner-Kebap-Läden, Bars und andere Betriebe bereitzuhalten, die keine Kartenzahlung akzeptieren.

Es gibt jedoch immer häufiger auch Fälle, in denen das gegenteilige Problem auftritt.

Jüngstes Beispiel sind Fahrscheinautomaten in Berlin, die plötzlich keine Barzahlung mehr akzeptieren.

Laut einem Bericht von Tagesspiegel, Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) arbeiten an der Lösung des Problems, haben jedoch keinen Termin für die Lösung festgelegt. Mittlerweile haben sich Stadtvertreter für eine vollständige Abschaffung der Maschinen ausgesprochen.

Vergangene Woche tauchten an den Fahrscheinautomaten der BVG in ganz Berlin Hinweise auf: „Derzeit ist die Annahme von Banknoten hier nicht möglich.“

Das bestätigte eine BVG-Sprecherin am Donnerstag Tagesspiegel „Das Bezahlen mit Banknoten ist an unseren Fahrkartenautomaten aufgrund einer technischen Störung derzeit nicht möglich.“

Sie fügten hinzu, dass sie an der Behebung des Problems arbeiten, nannten jedoch kein Datum.

Laut BVG sind alle Automaten in U-Bahnhöfen und einige an Bushaltestellen betroffen. Die Automaten in den städtischen Straßenbahnen, die Münzen annehmen, funktionieren noch.

Die Mehrheit der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr in Berlin – die im Besitz von Monatskarten wie der sind Deutschlandticket oder Tickets über eine mobile App kaufen – wäre davon nicht betroffen, was die Frage aufwirft: „Wie nützlich sind Ticketautomaten wirklich?“

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„Niemand braucht sie“

Berlins Bahnchef Alexander Kaczmarek schlägt vor, dass die Stadt darüber nachdenken sollte, ihre Fahrscheinautomaten komplett abzuschaffen.

Er kritisierte gemeinsam mit Verkehrssenatorin Ute Bonde die hohen Betriebskosten für die Wartung der Maschinen.

„Weg mit ihnen. Niemand braucht sie mehr“, hatte Kaczmarek in einer Fernsehdiskussion über die Maschinen gesagt RBB.

Die Betriebskosten und Reparaturen für die Maschinen machen sie offenbar zu einer Geldquelle. Kaczmarek sagte, dass für ihren Unterhalt „relativ viel Geld“ ausgegeben werde. Während das Geld, das sie einbringen, immer geringer wird.

Es bleibt jedoch die Frage, wo Fahrgäste, die kein Smartphone dabei haben, dann die Fahrkarten kaufen könnten, die sie für die Fahrt mit den Zügen oder Bussen der Stadt benötigen.

Für Touristen in Berlin, die kein Monatsabonnement besitzen und oft nicht mit den mobilen Apps vertraut sind, die zum Kauf eines Tickets erforderlich sind, kann die Suche nach einem Automaten zum Kauf einer Einzel- oder Mehrfahrtenkarte bereits eine frustrierende Erfahrung sein: Sie sind nicht immer leicht zu finden oder funktionieren nicht.

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Die Abschaffung der Automaten würde den Ticketkauf für Fahrgäste, die kein Smartphone nutzen möchten, nahezu unmöglich machen.

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) ist aus diesem Grund gegen die Abschaffung der Automaten. Ein VBB-Sprecher nannte sie ein „niederschwelliges Angebot für Menschen, die kein Smartphone nutzen können oder wollen“.

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