Wenn die Temperaturen steigen, kommt die Frage nach der richtigen Übergangsgarderobe. Diese fünf Kleidungsstücke und Accessoires sind vielseitig und funktionieren auch dann, wenn man morgens einmal keine Zeit hat, über Mode nachzudenken.
Ich verabscheue den Begriff «Übergangsjacke», weil fast alle meine Jacken Übergangsjacken sind. Ich trage halt Schichten. Und friere manchmal ein wenig. Dafür werde ich im Frühling nicht von diesem panischen Verlangen nach einer Übergangsjacke überfallen, die schon manchen Menschen zu unerhörten Fehlkäufen verleitet hat.
Für einen sicheren Wert (soweit es den in der Mode gibt) verweise ich darum auf die kurze, Utility-inspirierte Jacke aus Baumwolle, Wolle oder Nylon. Sie ist der Gegenentwurf zu der ganzen Romantik, mit der uns die Frühlingsmode gerne überrollt. Sie hält ein bisschen warm, aber nicht zu sehr, lässt sich zu allem tragen und wird von fast jedem Modehaus und in fast jeder Preisklasse hergestellt. Oft ist sie in ihrer Form an kastige Bomberjacken oder Work-Jackets angelehnt – aber eben «cropped», kurz.
Text und Produkteauswahl: Jana Schibli
Und mit der Frühlingssonne ist sie endlich wieder da, die Sonnenbrillenzeit – nicht nur in den Bergen, sondern auch im Unterland. In den letzten Jahren wurden immer mehr extravagante bis gar bizarre Statement-Sonnenbrillen populär. Doch an manchen Tagen will man sich einfach ein zeitlos-elegantes Modell auf die Nase setzen.
Ein Evergreen ist neben der Pilotenbrille die «Browline»-Brille, die besonders in den 1950er und 1960er Jahren populär war. Der obere Rahmen aus Acetat betont die Augenbrauenpartie, während der untere Teil meist aus feinem Metall gefertigt ist, wie etwa bei der «Clubmaster» von Ray-Ban. Doch mittlerweile findet man den Brillenklassiker in allerlei Varianten in praktisch jeder Sonnenbrillenlinie.
Text und Produkteauswahl: Kim Dang
Der Double-Denim-Look ist perfekt für alle, die morgens weder Zeit noch Nerven für modische Experimente haben. Jeanshose, dazu das passende Hemd – und man ist im Nu angezogen, ganz ohne Denkaufwand. Diese Effizienz muss nur Steve Jobs mit seinen schwarzen Rollkragenpullovern erreicht haben. Im Frühling schlägt mein Herz für Jeanskleider, aus demselben Grund.
Die besten Stücke kommen ohne Frühlingskleid-Schnickschnack aus: keine Puffärmel, keine Rüschen, keine schwingenden Röcke. Stattdessen kastige Schnitte, die genau das tun, was Denim am besten kann – in Form bleiben. Keine Bise, kein Westwind bringt sie aus der Ruhe. Sobald die Temperaturen die 20-Grad-Marke knacken, lebe ich praktisch in Jeanskleidern. Nur: Ab 27 Grad ist es dann auch wieder zu heiss für Denim. Deshalb: Frühlingszeit ist Jeanskleidzeit.
Text und Produkteauswahl: Sonja Siegenthaler
Modeikonen wie Audrey Hepburn und Grace Kelly trugen es schon: Das Seidenfoulard etablierte sich im 20. Jahrhundert als zeitloses Modeaccessoire und steht seitdem für Eleganz und Stil. Und auch in den letzten Jahren erfreut sich das Tuch grosser Beliebtheit. Vor allem jüngere Frauen interpretieren das klassische Stück neu und setzen es spielerisch und kreativ in ihren Alltagslooks ein. Ob im Haar, am Armgelenk, durch die Gürtelschlaufen oder klassisch um den Hals gebunden – es gibt viele Möglichkeiten, ein Seidenfoulard zu tragen.
Das edle Accessoire ist eine leichtere und dennoch wärmende Alternative zum Wollschal, seine Farben und Muster inspirieren nach Monaten von grauen Wintermänteln und dunklen Pullovern jedes Jahr aufs Neue wieder zu mehr Abwechslung – ein Muss für jede Frühlingsgarderobe.
Text und Produkteauswahl: Nina Fehr
Ideal für jene Tage, an denen es für einen Mantel zu warm und für eine Jacke zu kalt ist. Und gegen kurze, in dieser Jahreszeit zu erwartende Regenschauer taugt der Klassiker auch. Der bei manchen Labels gar nicht so klassisch daherkommt, sondern mit Details wie Nieten oder viel Volumen überrascht. Farblich bleiben beige und kamelfarbene Stoffe wichtig, aber auch schwarze, crèmefarbene und Denim-Modelle sind en vogue.
Text und Produkteauswahl: Malena Ruder