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Startseite » Am Tatort der Autounfälle: 100 Jahre Arnold Odermatt
Feuilleton

Am Tatort der Autounfälle: 100 Jahre Arnold Odermatt

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 24, 2025
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Am Tatort der Autounfälle: 100 Jahre Arnold Odermatt

Arnold Odermatt: Stans, 1973. © Urs Odermatt, Windisch / 2025, ProLitteris, Zurich

Vor hundert Jahren wurde Arnold Odermatt geboren. Mit seinen sachlich-nüchternen Aufnahmen von Autounfällen für den Polizeirapport schuf er eine einmalige Ästhetik des Desasters.

Er war zu gut, um bloss Dokumentarist zu bleiben. Seine Bilder haben dieses gewisse Etwas, das sie von gewöhnlichen Fotos, wie sie jedermann machen kann, unterscheidet. Daher ist Arnold Odermatt heute, hundert Jahre nachdem er geboren worden ist, eine Legende der Schweizer Fotografiegeschichte.

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Odermatt war Polizist in Stans. Von 1948 bis 1990 stand er dort im Dienst der Polizei. Und hatte stets seine Rolleiflex dabei. Das war ungewöhnlich für seine Zeit. Er hatte die Fotografie bei der Nidwaldner Polizei als Mittel zur Beweisaufnahme durchgesetzt. Er machte Dienstfotos für den ordnungsgemässen Rapport. Wenn er Autounfälle rapportierte, bediente er allerdings noch ein anderes Bedürfnis. Das nach Kunst. Odermatts Fotografien zeigen Autowracks, wahre Skulpturen von entstellten Karosserien. Und alles kippt dabei ins Surreale. Seine Fotografien sind surreale Stillleben ganz eigener Art.

Damit befand sich der Karambolagen-Meister unter den Fotografen in bester Gesellschaft etwa mit Andy Warhol. Der amerikanische Pop-Künstler fotografierte auch manchmal Autounfälle. Es war die Zeit der nüchternen Bestandesaufnahme dessen, was der Kamera vor die Linse kam. Und diese Ästhetik der Sachlichkeit kam Odermatt entgegen. Sein Auge war selber streng sachlich. Und stets fokussiert auf das Wichtige. Das passte zu seinem Beruf als Polizist.

Und das trifft auch auf seine private Fotografie zu. Keine Familie ohne Familienbilder. Odermatts private Fotos für das familiäre Poesiealbum allerdings unterscheiden sich von gewöhnlichen Fotografien dieser Art. Sie tragen eine ganz eigene Handschrift. Auch hier hatte der Fotograf den nüchtern-sachlichen Blick für den Tatort, für das kleine Verbrechen im Alltag. Wie seine Polizei-Aufnahmen sind auch diese Bilder: trocken, nüchtern.

Da steht das Mädchen, den Hund an der Leine. Das reinste Kinderidyll. Wenn man daran glaubt. Odermatt traute dem nicht. Seiner Kamera indes schon. Er hatte ein Auge und eine Leidenschaft für die Fotografie, die über seine berufliche Aufgabe des fotografischen Rapportierens weit hinausreichte. Sein Vorbild war der Magnum-Fotograf Werner Bischof. Damit wäre sein Qualitätsanspruch bezeugt.

Neben dem fotografierenden Familienvater war Odermatt mit der Kamera aber auch als Dorfchronist, als Vereinsporträtist und Berichterstatter der wirtschaftlichen und politischen Geschicke Nidwaldens unterwegs. Er hielt mit akribischem Blick für das Wesentliche den Fortschritt, den Aufbruch, den Strassenbau, den Bau von Tunnels, die Gestaltung und Umgestaltung der Landschaft seiner Heimat fest.

Die Nidwaldner Lokalpresse interessierte sich allerdings kaum für den verkappten Künstler-Fotografen in ihrem Polizisten. Die weite Welt allerdings schon: Seine Unfallbilder sind einmal an der Biennale in Venedig gezeigt worden. Harald Szeemann hatte ihre künstlerische Qualität entdeckt. Später wurde sein Werk am Art Institute in Chicago und im Museum Winterthur gezeigt. Odermatt gilt heute als markante Position im internationalen Fotografie-Kontext.

Den Schatz dieses umfangreichen Werks hat der Filmregisseur Urs Odermatt aus der Dunkelheit des Archivs gehoben. Nach der Pensionierung seines Vaters hat er all die Bilder aus einer Zeitspanne von 1939 bis 1993 gesichtet, sortiert und nach Themen geordnet. Er hat Arnold Odermatts fotografisches Vermächtnis erst zu einem eigentlichen Werk editiert.

Zum 100. Geburtstag von Arnold Odermatt (29. Mai) zeigt die Kunststiftung der DZ-Bank bis 15. August im Kabinett am Platz der Republik in Frankfurt am Main die Ausstellung «Auto-Didakt» mit Arbeiten des Nidwaldner Fotografen aus der stiftungseigenen Sammlung. Die Kunstmesse Photo Basel im Volkshaus Basel zeigt vom 17. bis 22. Juni eine Arnold-Odermatt-Solo-Show. Überdies ist das Filmtagebuch «Au revoir, Arnold Odermatt» von Jasmin Morgan als DVD mit 52-seitigem Beiheft erhältlich.

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