Close Menu
Meilleur en Suisse
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Im Trend
Strategische Ölfreigabe kann die Märkte beruhigen, kann die Störungen in Hormuz jedoch nicht beheben | Konfliktnachrichten

Strategische Ölfreigabe kann die Märkte beruhigen, kann die Störungen in Hormuz jedoch nicht beheben | Konfliktnachrichten

März 15, 2026
Selenskyj sagt, er sei zu einer weiteren Runde von Friedensgesprächen bereit, warte aber auf die USA und Russland

Selenskyj sagt, er sei zu einer weiteren Runde von Friedensgesprächen bereit, warte aber auf die USA und Russland

März 15, 2026
Da in Syrien seit dem Aufstand gegen Assad 15 Jahre vergangen sind, bleiben Sicherheitsprobleme bestehen | Syriens Krieg

Da in Syrien seit dem Aufstand gegen Assad 15 Jahre vergangen sind, bleiben Sicherheitsprobleme bestehen | Syriens Krieg

März 15, 2026
Facebook X (Twitter) Instagram
Trendthemen:
  • Feuilleton
  • Gesellschaft
  • Mobilität
  • Panorama
  • Pressemitteilung
  • Scheinwerfer
  • Gaza-Krieg
Login
Facebook X (Twitter) Instagram
Montag, März 16
Meilleur en Suisse
Abonnieren Verbinden
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Meilleur en Suisse
Startseite » In Japan sorgt ein Roman für Aufsehen, der in Teilen von Chat-GPT geschrieben wurde
Feuilleton

In Japan sorgt ein Roman für Aufsehen, der in Teilen von Chat-GPT geschrieben wurde

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 2, 2025
Share Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Telegram Email WhatsApp Copy Link
In Japan sorgt ein Roman für Aufsehen, der in Teilen von Chat-GPT geschrieben wurde

Der preisgekrönte Science-Fiction-Roman «Tokyo Sympathy Tower» der japanischen Autorin Rie Qudan geht den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Einzelnen und die Gesellschaft nach. Es erweist sich, dass der Maschine nichts Menschliches fremd ist.

Stell dir vor, alle reden, und keiner hört zu.

Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.

Bitte passen Sie die Einstellungen an.

«Es beginnt das Zeitalter der grossen Monologe», heisst es im Roman «Tokyo Sympathy Tower» der japanischen Autorin Rie Qudan. Die in naher Zukunft angesiedelte Science-Fiction-Geschichte thematisiert die immer enger werdende Beziehung von Mensch und Maschine – und damit verbunden die gesellschaftlichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz im digitalen Zeitalter, in dem Dialog oft nur noch Kulisse für Monologe ist. Denn was heisst es, einander zu verstehen, und welche Rolle spielt die Empathie im Zusammenleben?

Die im deutschen Sprachraum noch unbekannte japanische Autorin illustriert die Einleitung mit einem Bild, das man auf der ganzen Welt kennt: dem Turmbau zu Babel, umgeben vom Stimmengewirr der Menschen, die einander nicht mehr verstehen. Die gemeinsame Sprache ist ihnen abhandengekommen, ebenso die Bereitschaft, einander zuzuhören. Das Nachdenken über Sprache und ihre Wirkungsweise in der Gesellschaft ist Programm in diesem hochaktuellen Roman, der mit dem angesehenen Akutagawa-Preis ausgezeichnet wurde.

Kann KI kreativ sein?

Kurz nach der Preisverleihung erzählte Rie Qudan in einem Interview, fünf Prozent ihres Romans seien von Chat-GPT geschrieben. Damit traf sie einen Nerv der Zeit und löste eine Kontroverse aus. Verdient maschinell generierter Text noch die Bezeichnung Literatur? Kann KI überhaupt kreativ sein und etwas Neues erschaffen, oder handelt es sich dabei nicht vielmehr um eine unverschämte Aneignung?

Jedenfalls wand sich der gesamte Literaturbetrieb einmal kurz – nur um dann würdigend festzustellen, dass die Autorin selbst ja gar kein Geheimnis daraus gemacht habe. Bei den KI-generierten Textpassagen im Buch handelt es sich nämlich um die Antworten eines Chatbots auf Fragen der Hauptfigur und folglich um eine authentische Wiedergabe. Doch der Reihe nach.

In Qudans Roman geht es noch um ein weiteres Turmbauprojekt: Die Architektin Sara Machina ist beauftragt mit der Planung einer neuartigen Haftanstalt im Herzen von Tokio. Der Bau in Form eines eleganten Turms inmitten des Shinjuku-Gyoen-Parks ähnelt eher einer Luxusklinik als einem Gefängnis. Hier sollen sich die Insassen unter menschenwürdigen Bedingungen rehabilitieren können. Radikales Mitgefühl statt Staatsgewalt – «Sympathy» eben.

Doch der harmonische Gedanke hat eine düstere Kehrseite, weshalb die Architektin Machina nicht nur um ihre Sprache, sondern zugleich mit einem moralischen Dilemma ringt. Denn als Opfer einer Vergewaltigung kennt sie aus eigener Erfahrung die Konsequenzen einer euphemistischen Sprache, die krasse Sachverhalte mildernd ausdrückt, anstatt sie klar zu benennen. Aus einem Gewaltakt wird so ein blosser Übergriff, und die betroffene Person wird schlimmstenfalls lächerlich gemacht.

Muss man denn alles mit einem englischen Namen versehen und dadurch sogar einem Gefängnis seine Schwere nehmen? Und liegt nicht eine Opfer-Täter-Umkehr vor, wenn ein Straftäter kein Verbrecher mehr ist, sondern ein «homo miserabilis»?

Sound der globalisierten Gegenwart

Das Japanische absorbierte neue Wörter schon immer rasch und unkompliziert, und so ist auch das zeitgenössische Japanisch reich an Fremdwörtern. Durch die Wiedergabe in der leicht eckig wirkenden phonetischen Silbenschrift Katakana stechen diese im Schriftbild zusätzlich hervor. Diese neuen Wörter tönen «nice» und «fresh» und liefern den Sound der globalisierten Gegenwart. Doch hassen die Leute die japanische Sprache so sehr, dass sie diese durch eine Flut von Anglizismen zu ersetzen versuchen?

Geplagt von derlei Gedanken, wendet sich die Protagonistin in ihrer sprachphilosophischen Verzweiflung ratsuchend an den Chatbot namens AI-built. Praktischerweise erkennt die KI halbfertig eingetippte Fragen als solche und serviert sogleich höflichst Antworten. Doch die Flut der ungebetenen Ausführungen «fühlt sich an wie Mansplaining und nervt total. Und mit dieser Sprache, die so smart und polite daherkommt, vertuscht er doch bloss seinen kompletten Analphabetismus» – um es mit den Worten von Sara Machina zu sagen.

In diesem willfährigen Gehorsam, stets streberhaft bemüht, jedoch frei von Neugier und dem Bewusstsein, nur zusammengeklaubtes Wissen zu reproduzieren, kommen Macht und Schwäche der künstlichen Intelligenz in ihrer ganzen Ambivalenz zum Ausdruck. Die KI als einzige Zuhörerin in einer von Monologen erfüllten Welt ist weder zu echtem Interesse noch zu Empathie fähig. Ein Bewusstsein für Fehler hat die Maschine nicht, denn sie plappert einfach nach, was ihr der Algorithmus an auffindbaren Informationen und Stereotypen liefert. «Errare non solum humanum est» – doch zumindest das Wissen um die eigene Unzulänglichkeit bleibt zutiefst menschlich. Das lässt sich in diesem Roman lernen.

Weiter Lesen

Hamburger Opern-Saisonstart mit Tobias Kratzer: Schreck- und Glückssekunden

Hamburger Opern-Saisonstart mit Tobias Kratzer: Schreck- und Glückssekunden

T. C. Boyle treibt in «No Way Home» einen Arzt in die Existenzkrise

T. C. Boyle treibt in «No Way Home» einen Arzt in die Existenzkrise

Ein Mystiker religiöser Malerei – Fra Angelico ganz gross in Florenz

Ein Mystiker religiöser Malerei – Fra Angelico ganz gross in Florenz

Die Hamas hat ein Kriegsziel längst erreicht: Viele Europäer bekennen sich offen zu ihrer antisemitischen Haltung

Die Hamas hat ein Kriegsziel längst erreicht: Viele Europäer bekennen sich offen zu ihrer antisemitischen Haltung

Schweizer Sprachschulpionier in Russland: «Auch ich musste Schutzgelder bezahlen»

Schweizer Sprachschulpionier in Russland: «Auch ich musste Schutzgelder bezahlen»

Ewige Peinlichkeit: Helle Helles Buch «Hafni sagt» ist ein grosser Roman in hundert kleinen Szenen

Ewige Peinlichkeit: Helle Helles Buch «Hafni sagt» ist ein grosser Roman in hundert kleinen Szenen

Redakteurfavoriten

Selenskyj sagt, er sei zu einer weiteren Runde von Friedensgesprächen bereit, warte aber auf die USA und Russland

Selenskyj sagt, er sei zu einer weiteren Runde von Friedensgesprächen bereit, warte aber auf die USA und Russland

März 15, 2026
Da in Syrien seit dem Aufstand gegen Assad 15 Jahre vergangen sind, bleiben Sicherheitsprobleme bestehen | Syriens Krieg

Da in Syrien seit dem Aufstand gegen Assad 15 Jahre vergangen sind, bleiben Sicherheitsprobleme bestehen | Syriens Krieg

März 15, 2026
Kundenherausforderung

Kundenherausforderung

März 15, 2026
Jürgen Habermas, einer der führenden deutschen Philosophen, ist gestorben

Jürgen Habermas, einer der führenden deutschen Philosophen, ist gestorben

März 15, 2026
Alexandra Popp wechselt nach 14 Jahren in Wolfsburg zum Drittligisten Borussia Dortmund

Alexandra Popp wechselt nach 14 Jahren in Wolfsburg zum Drittligisten Borussia Dortmund

März 14, 2026

Neueste Nachrichten

Wissenschaftler entdecken ein halbtonnenschweres, 15 Fuß langes Riesenkrokodil, das unsere Vorfahrin „Lucy“ gejagt hat

Wissenschaftler entdecken ein halbtonnenschweres, 15 Fuß langes Riesenkrokodil, das unsere Vorfahrin „Lucy“ gejagt hat

März 14, 2026
Demonstranten in Kuba greifen Büro der Kommunistischen Partei an und es kommt zu seltenen Unruhen wegen Stromausfalls | Proteste

Demonstranten in Kuba greifen Büro der Kommunistischen Partei an und es kommt zu seltenen Unruhen wegen Stromausfalls | Proteste

März 14, 2026
Kundenherausforderung

Kundenherausforderung

März 14, 2026
Facebook X (Twitter) Pinterest TikTok Instagram
© 2026 Meilleur en Suisse. Alle Rechte vorbehalten.
  • Datenschutzrichtlinie
  • Nutzungsbedingungen
  • Kontakt

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.

Sign In or Register

Welcome Back!

Login to your account below.

Lost password?