Der Schweizer Schauspieler wird 80 Jahre alt. Im Gespräch erzählt er, wie die Bundesräte auf seine Parodien reagierten und weshalb er lange nicht den Mut hatte, zu seiner Homosexualität zu stehen.
Wenn er von Bundesräten wie Samuel Schmid oder Hans-Rudolf Merz erzählt, nimmt er plötzlich deren Stimme und Dialekt an, so verinnerlicht hat Walter Andreas Müller seine Parodie-Figuren. Wir sitzen im Restaurant des Casinotheaters Winterthur, wo nächste Woche «Dinner for WAM» Premiere feiert, eine Komödie, die eigens zu seinem achtzigsten Geburtstag geschrieben wurde. Dass dabei Grössen wie Viktor Giacobbo, Christian Jott Jenni und Maja Brunner mitwirkten, sei für ihn eine grosse Ehre, sagt er.
WAM, wie er genannt wird, ist bescheiden geblieben. Dabei ist er der wohl populärste und erfolgreichste Volksschauspieler des Landes. Seit fünfzig Jahren ist er omnipräsent, ob in der Sitcom «Fascht e Familie», als Parodist in unzähligen Satiresendungen, in Dialektstücken auf der Bühne oder im Radio. WAM gehört fast schon zum Inventar der Deutschschweiz, wie die Bahnhofsuhr oder die gelben Post-Briefkästen.
Herr Müller, auf Ihrer Homepage heisst es, man könne Sie als Christoph Blocher buchen. Hat er Sie schon einmal gebucht?
Nein, aber ich mache das auch nicht mehr. Blocher ist ja mittlerweile in einem Alter, in dem er etwas kürzertritt. Die jungen Leute kennen ihn gar nicht mehr. Das ist mein Problem als alter Parodist: Alle meine Figuren sind entweder gestorben oder im Ruhestand. Aber Blocher und ich haben ein sehr gutes Verhältnis.
Sie haben schon oft erzählt, dass er immer, wenn er eine neue Brille brauchte, gleich zwei kaufte, eine für sich und eine für Sie, für die Blocher-Parodie.
Er hat meine Parodien sehr geschätzt. Blocher hat viel Humor, es war immer lustig, wenn wir uns getroffen haben. Er kam auch oft an meine Premieren. Einmal hat er danach mit meiner Mutter gesprochen, sie hat ihm erzählt, wie akribisch ich mich auf die Parodien vorbereite, auch was das Äussere betrifft. Ich achtete genau darauf, die richtige Uhr zu tragen, die richtige Brille und so fort. Er sagte: «Gut, dass Sie mir das sagen, das nächste Mal, wenn ich eine neue Brille brauche, kaufe ich zwei. Eine für Ihren Sohn und eine für mich.» Als sie mir davon erzählte, dachte ich, er habe gescherzt. Doch dann traf kurz darauf tatsächlich seine neue Brille ein. Das hat mich sehr gefreut.
Wie war das mit anderen Bundesräten? Hans-Rudolf Merz und Samuel Schmid zum Beispiel haben Sie oft parodiert.
Einmal haben wir vor dem Bundeshaus eine Samuel-Schmid-Parodie gedreht – da kam uns zufälligerweise der echte Samuel Schmid entgegen. Wir wechselten ein paar Worte, er hatte sichtlich Freude an uns. Hans-Rudolf Merz hat mich nach einem Sketch einmal angerufen und gesagt, er würde mich gerne kennenlernen. Wir haben dann zusammen zu Mittag gegessen und blieben auch später in Kontakt. Eben hat er mir zum achtzigsten Geburtstag einen zweiseitigen handgeschriebenen Brief geschickt. Das ist doch wunderbar.
Ist es ein Kompliment, wenn die Parodierten den Parodisten gut finden? Oder ist es ein Zeichen, dass man zu wenig scharf war?
Das ist eine berechtigte Frage. Für mich war es ein Kompliment. Ich bin meinen Figuren immer mit grossem Respekt begegnet, bin nie unter die Gürtellinie gegangen. Man darf nicht vergessen, wir Schweizer haben es nicht gern, wenn man auf die Person schiesst, deshalb haben wir auch ein ambivalentes Verhältnis zu den Parodien. Eine Nachrichtensprecherin wollte einmal Birgit Steinegger verklagen, sie habe sie mit einer Parodie lächerlich gemacht. Die Schweizer sind enorm empfindlich, was den Humor betrifft. In Amerika oder in England ist das anders, da haben die Parodisten ganz andere Möglichkeiten. Hier muss man immer aufpassen, niemanden zu beleidigen oder zu verletzen.
Heute auch noch?
Es ist ein bisschen besser geworden. Als ich angefangen habe, war man das noch überhaupt nicht gewohnt, da musste man immer damit rechnen, dass die Empfindlichkeit überhandnimmt.
Heute kann man womöglich einfacher auf Personen schiessen, dafür sind alle möglichen Minderheiten schneller beleidigt.
Auch das hat Birgit Steinegger stärker zu spüren bekommen als ich. Einmal hat sie eine schwarze Afrikanerin parodiert, wodurch sie einen ungeheuren Shitstorm ausgelöst hat. Aus Schauspielersicht habe ich das nicht verstanden. Wir spielen alle möglichen Rollen, das ist unser Beruf. Gesellschaftlich ist das eher nachvollziehbar, trotzdem finde ich es schade, wenn eine solche Parodie zum Politikum wird.
Moritz Leuenberger sagte einmal, er fände es nicht lustig, wie er parodiert werde.
Das war ein ganz spezieller Fall. Ein paar junge Leute haben mich gefragt, ihn für eine CD-Produktion zu imitieren. Ich sagte nur einen Satz, aber dieser wurde dann bei einer Demonstration von Gegnern der Südschneise-Anflüge auf dem Bundesplatz ständig über die grossen Lautsprecher abgespielt. Leuenberger hörte das durch das offene Fenster in seinem Büro. Am nächsten Tag hat mich seine Sekretärin angerufen und mir gesagt, der Herr Bundesrat sei sehr enttäuscht von mir, er habe das gar nicht lustig gefunden. Ich habe mich bei ihm entschuldigt. Mir war nicht bewusst gewesen, dass die Aufnahme dafür genutzt würde. Trotzdem gab es nachher eine gewisse Eiszeit zwischen uns. Irgendwann hat sich das wieder eingerenkt. Mittlerweile sind wir gut befreundet.
Sie haben zwar Politiker parodiert, dabei ging es aber nie um deren Politik, sondern nur um die Figuren. Quasi Politsatire ohne Politik.
Wir haben schon nicht nur oberflächliche Satiren gemacht. Aber wir wollten uns nicht politisch positionieren oder verletzend sein. In der Radiosendung «Zweierleier» haben Birgit Steinegger und ich 28 Jahre lang Politiker parodiert. Wir mussten uns immer wieder gegen die Autoren wehren, wenn wir fanden, das gehe zu weit. Wenn sie auf ihrer Version bestanden, sagten wir: «Bitte, das muss dann halt der Ombudsmann auslöffeln.»
Hatten Sie nie Lust, sich auch politisch einzubringen? Heutige Satiriker sehen sich oft auf einer politischen Mission, man parodiert jemanden, um ihn zu entlarven.
Für mich war immer klar, dass ich als Parodist bei einem öffentlichen Sender allen Menschen gerecht werden muss. Es wäre unfair, mich auf eine Seite zu stellen. Ich habe sehr wohl meine persönliche politische Haltung, habe sie aber bewusst nie öffentlich gemacht. Bei meiner Generation haben das viele Künstler so gehandhabt. Walter Roderer, einer der erfolgreichsten und beliebtesten Komiker, stand politisch weit rechts, sogar weiter rechts als die SVP. Doch auch er äusserte sich nie zur Politik, weil er glaubte, sonst einen Teil seines Publikums zu verlieren. Das ist vielleicht bünzliges Verhalten, aber ich bin halt so. Einmal habe ich mich überreden lassen, bei einer politischen Veranstaltung aufzutreten, das war aber ein grosser Fehler.
Was war da?
1992 fand auf dem Zürcher Platzspitz eine grosse Demonstration für den EWR-Beitritt statt. Die Stimmung war aufgeheizt, im Münsterhof demonstrierten zeitgleich die EWR-Gegner. Der Autor Charles Lewinsky fragte mich, ob ich als Christoph Blocher bei den Befürwortern eine Rede halten möchte. Es sei doch lustig, als Blocher in die Höhle der Löwen zu schreiten, meinte er. Also sagte ich zu. Der Moderator kündete mich der Menschenmenge an: «Liebe Freundinnen und Freunde, ich habe eine Überraschung: Christoph Blocher hat sich bereit erklärt, zu euch zu reden.» Ich trat dann vors Mikrofon. Die Leute schrien, fluchten, pfiffen mich aus. Die haben nicht bemerkt, dass ich nicht der echte Blocher bin! Ich redete nur wirres Zeug, das war der Plan, doch niemand hörte zu. Blöderweise war ein Filmteam der «Tagesschau» vor Ort und zeigte am nächsten Tag einen Ausschnitt dieser Rede. Dies lenkte auch noch die Wut der EWR-Gegner auf mich. Ich wurde heftig beschimpft, erhielt viel anonyme Post, im Sinne von: Wir wissen, wo du wohnst, auch mehrere Morddrohungen waren darunter. Das war ein Schock für mich, ich hatte richtig Angst.
Tönt furchtbar.
Ich glaube, solche Reaktionen haben auch mit der Schweizer Mentalität zu tun: Wir werden sofort aggressiv, wenn uns jemand auf den Fuss trampelt. Leider Gottes ist das so.
Anders als die meisten Komiker haben Sie Ihre Texte nie selber geschrieben. Hat Sie das nie gereizt?
Ich habe mir das nicht zugetraut. Ich dachte, ich kann das nicht. Obwohl ich ja am Radio die Moderationen auch selber verfasste. Das Einzige, woran ich mich gewagt habe, sind die «Globi»-Hörspiele, die ich angelehnt an die Bücher selber schreibe. An kabarettistische Texte habe ich mich hingegen nie gewagt. Ich habe auch nie selbst Regie geführt. Ich finde es wunderbar, wenn man so tolle Autoren hat, die einen beliefern, und Regisseure, die sich um die Inszenierung kümmern.
Sie haben eine klassische Schauspielausbildung absolviert und zuerst in etablierten Stadttheatern gespielt. Sie waren also in einer Welt zu Hause, in der man über die Unterhaltung gerne die Nase rümpft. Wie kamen Sie in das sogenannte leichte Fach?
Nach der Schauspielausbildung habe ich vier Jahre lang in Deutschland klassisches Theater gemacht. Mit meiner Körpergrösse von 1,62 Metern musste ich allerdings ständig Buben spielen, obschon ich schon 35 Jahre alt war. Zurück in der Schweiz war ich im Zürcher Theater Winkelwiese tätig, auch da noch sehr klassisch. Um mich finanziell über Wasser zu halten, arbeitete ich nebenher beim Radio. Dort lernte ich Leute wie Hans Gmür und Kurt Felix kennen, die mich in andere Sendungen holten. Gmür fragte mich zudem, ob ich bei Kinder-Weihnachtsmärchen mitspielen möchte, ich könne doch das tapfere Schneiderlein oder den gestiefelten Kater spielen. So rutschte ich ins Dialekttheater rein. Ich spielte dann an der Seite von Ruedi Walter und Margrit Rainer in der «Kleinen Niederdorfoper» mit. Das hat weitere Türen geöffnet. Hans Gmür schrieb dann für mich Komödien. Plötzlich war ich Komödiant. Irgendwann kam das Fernsehen. Nichts davon war geplant, in die Unterhaltungsszene bin ich einfach reingerutscht, fast à contrecœur.
Richtig bekannt wurden Sie durch die Quizsendung «Traumpaar», in der Sie gemeinsam mit Ursula Schaeppi über viele Jahre das streitende Ehepaar Adam und Eva Chifler spielten.
Charles Lewinsky kam zu mir und erzählte von der Idee des Albtraumpaars Chifler. Die Sache schlug voll ein. Man hat mich plötzlich überall erkannt, ich wurde dann im Fernsehen von einer Sendung zur anderen weitergereicht. Es war wie ein Schneeball, der immer grösser wird. Ich staune selber: Mir ist irgendwie alles in den Schoss gefallen. Ich musste nie kämpfen. Aber sehr viel arbeiten.
Man hatte das Gefühl, überall, wo man hinschaut, ist Walter Andreas Müller.
Ich war der frühe Sven Epiney, tanzte auf vielen Hochzeiten. Es gab Zeiten, da spielte ich am Nachmittag im Kindermärchen, am Abend stand ich im Corso in der «Niederdorfoper» auf der Bühne, kam deswegen erst nach Mitternacht nach Hause, musste aber um vier Uhr morgens bereits wieder im Radiostudio sein für die Moderation der Morgensendung. Manchmal schob ich noch eine Hörspielaufnahme irgendwo dazwischen. Ich war wirklich ein Chrampfer, habe nur wenig geschlafen. Dafür hatte ich nie Geldsorgen.
Heute ist es kein Geheimnis, dass Sie mit einem Mann zusammenleben. Wie war das am Anfang Ihrer Karriere?
Das Thema war tabu, auch zu Hause. Ich habe meinen Eltern gegenüber verheimlicht, dass ich schwul bin. Während der Berufslehre und in der RS galt das erst recht, niemand durfte davon erfahren. Ich wurde auch nie darauf angesprochen. Ich habe mich damals geschämt, mich als nicht normal empfunden. Mit meinem Vater habe ich überhaupt nie über das Thema gesprochen, auch nicht, als ich dann meinen Freund nach Hause brachte. Für ihn war das einfach «en Kolleg». Meine Mutter hingegen hat mich einmal zur Rede gestellt, sie war Psychiatriepflegerin im Burghölzli. Ich habe es ihr gegenüber dann zugegeben, es hat viele Tränen gegeben, sie hat es erst ganz schlimm gefunden, später aber dann akzeptiert, meinen späteren Freund hat sie dann auch ganz toll gefunden. Ob sie je mit meinem Vater darüber gesprochen hat, weiss ich nicht.
Wie muss man sich das für einen jungen, schwulen Mann vorstellen, wenn die Sexualität tabu ist? Schleicht man dann heimlich in eine Schwulenbar?
Ja, genau. In Zürich gab es damals zwei oder drei Schwulenbars, eine davon im Seefeld. Ich kann mich genau erinnern, als ich zum ersten Mal hinging. Ich war sehr nervös, etwa eine halbe Stunde lang bin ich vor der Bar hin- und hergelaufen, ohne mich hineinzutrauen. Ich stellte mir alles Mögliche vor, dass dort Zustände wie in Sodom und Gomorrha herrschen. Irgendwann, als ich sicher war, dass mich niemand sieht, habe ich mich hineingewagt. Es war eine ganz normale Bar, in der die Leute ein Bier tranken. Ich war aber nie gross in der Schwulenszene unterwegs, war auch selten in Klubs. Das ist nicht meine Welt.
Als Sie bekannter waren, hatten Sie Angst davor, von der Presse geoutet zu werden?
Diese Angst bestand ziemlich lange. Ich bewundere die jungen Leute von heute, wie sie offen zu allem Möglichen stehen. Ich hatte diesen Mut nicht. Später war das dann kein Problem mehr. Im Theater ist man diesbezüglich offen. Irgendwann war dann meine Homosexualität tatsächlich Thema in den Medien. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wer das zuerst publik gemacht hat, wahrscheinlich der «Blick». Das hat aber kaum negative Reaktionen ausgelöst.
Ihren Partner, mit dem Sie seit über 35 Jahren zusammen sind, haben Sie nie in der Öffentlichkeit gezeigt.
Er hatte vor 16 Jahren einen Schlaganfall, nun ist er im Pflegeheim. Zuvor war er Lehrer, er hat an einer Sekundarschule Deutsch als Zweitsprache unterrichtet. Er hatte also mit vielen Jugendlichen aus Kulturen zu tun, in denen die Homosexualität verachtet wird. Es hätte schwere Konsequenzen haben können, wenn er geoutet worden wäre. Es gibt genügend Fälle, in denen schwule Lehrer angegriffen wurden. Ich habe ihn immer von der Öffentlichkeit ferngehalten, um ihn zu schützen. Die Schulleitung und die Lehrerkollegen wussten natürlich Bescheid, doch vor den Schülern wollte er es geheim halten. Jetzt ist er ein schwerkranker Mann, jetzt stellt sich die Frage nicht mehr, mit ihm an öffentlichen Anlässen aufzutreten.
Als Adam und Eva Chifler wurden Sie gemeinsam mit Ursula Schaeppi zum Hetero-Paar der Nation, fünfzehn Jahre lang spielten Sie diese Rolle im Schweizer Fernsehen. Haben Ihre schwulen Freunde Sie deswegen eigentlich hochgenommen?
Nein, nie. Ich habe mir gar nie überlegt, dass das eigentlich eine lustige Konstellation ist. Die Diskussion, dass Heterosexuelle keine Schwulen spielen sollten und umgekehrt, kam erst später auf. Ich halte das für einen Unsinn. Es ist unser Job, einen Ehemann oder einen Mörder zu spielen, den Figuren Leben einzuhauchen, egal, ob das mit unserem Privatleben etwas zu tun hat. Sehr oft aber dachten die Leute, Ursula und ich seien tatsächlich ein Paar. Ich wurde häufig mit «Herr Schaeppi» angesprochen. Auch bei Ruedi Walter und Margrit Rainer dachten viele, sie seien ein Paar.
Vor einigen Jahren häuften sich in Zürich die tätlichen Angriffe auf Schwule. Der TV-Moderator Kurt Aeschbacher kritisierte in der Folge die politische Linke, die nicht wahrhaben wolle, dass die Täter hauptsächlich aus migrantischen Kreisen stammten. Sie blieben still, obschon Ihr Partner selbst betroffen war. Weshalb?
Ich unterstütze Kurt Aeschbacher in dieser Sache voll, halte mich selbst aber mit Aussagen zurück. Ich bin kein Gay-Aktivist, der mit der Fahne vorausläuft. Dazu fehlen mir der Mut und das Selbstvertrauen. Ich bewundere Kollegen wie Viktor Giacobbo, die ständig politisch Stellung beziehen, zum Beispiel auf der Plattform X. Ich kann und will das nicht. Zwar interessiere ich mich sehr dafür, was auf der Welt passiert, helfe auch gerne im Hintergrund, wenn ich gefragt werde, bleibe aber lieber im Hintergrund. Von daher bin ich ein bisschen wie der achte Bundesrat.
Sie haben in den letzten Jahrzehnten enorm viele Rollen gespielt, im Theater, in TV-Produktionen wie «Fascht e Familie» und «Lüthi und Blanc», dazu unzählige Radiosendungen moderiert und «Globi»-Hörspiele produziert. Worauf sind Sie besonders stolz?
Schwierig zu sagen. Meine Wurzeln liegen beim Theater, beim Schauspiel. Ich habe auch über vierzig Jahre lang Radio gemacht, auch um Geld zu verdienen. Aber ich machte das wahnsinnig gerne. Auch die Fernsehproduktionen und die Parodien waren tolle Aufgaben. Nichts ist aber für einen Schauspieler so schön wie der direkte Kontakt mit dem Publikum. Das unmittelbare Erleben von Reaktionen. Der sprichwörtliche Funke, der überspringt, diese Energie vom Publikum, das hat man beim Fernsehen und beim Hörspiel nicht. Und das ist letztlich das, was unseren Beruf ausmacht.
Geburtstagskomödie «Dinner for WAM» mit Walter Andreas Müller, Viktor Giacobbo, Christian Jott Jenny, Maja Brunner u. a. Casinotheater Winterthur, 3. bis 28. September.