Beim Asien-Cup der Frauen trifft China in einem hochbrisanten Viertelfinale auf Taiwan, das bereits einen politischen Fokus hat.
Veröffentlicht am 13. März 2026
Chinas Trainer Ante Milicic forderte seine Spielerinnen auf, im Viertelfinale des Asien-Pokals der Frauen am Samstag gegen Taiwan „ruhig und zuversichtlich“ zu bleiben.
Der amtierende Meister strebt einen rekordverdächtigen zehnten kontinentalen Titel an, ist jedoch vorsichtig gegenüber einem Gegner, der im Verlauf des Turniers Verbesserungen gezeigt hat.
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Taiwan wurde in der Gruppenphase vom stark favorisierten Japan mit 0:2 geschlagen, war aber keineswegs deklassiert.
„Sie haben Japan ein sehr schwieriges Spiel beschert und dann die nächsten beiden Spiele gewonnen. Wir wissen also, dass dies eine schwierige Aufgabe sein wird“, sagte Milicic vor dem Aufeinandertreffen in Perth.
„Aber wenn wir unseren Spielplan umsetzen und das Niveau erreichen, von dem wir wissen, dass wir es können, sollte das ausreichen, um das Ergebnis zu erzielen.
„Wenn wir einem klaren Prozess folgen, ruhig und zuversichtlich bleiben und ein Spiel nach dem anderen angehen, können wir erfolgreich sein und hoffentlich im Turnier weiterkommen.“
Ebenso wie China erfreute sich Taiwan beim Turnier in Australien großer Unterstützung, doch es verlief nicht ohne Kontroversen.
Während ihres letzten Spiels in Sydney gegen Indien wurde der ehemalige taiwanesische Trainer Chen Kuei-jen des Stadions verwiesen, weil er einen „Taiwan Jiayu“- oder „Geh Taiwan“-Sprechgesang anstimmte.
Seine Absetzung führte zu einem Protest des taiwanesischen Außenministeriums beim Asiatischen Fußballverband wegen „Ungleichbehandlung“.
Taiwan nimmt unter dem Namen „Chinese Taipei“ an internationalen Sportveranstaltungen teil.
Es ist Teil eines politischen Kompromisses mit China, der der Insel die Teilnahme an großen Wettbewerben ermöglicht, ohne sich als souveräne Nation zu präsentieren.
China beansprucht Taiwan als Teil seines Territoriums.
Taiwans Trainer Prasobchoke Chokemor konzentrierte sich in seiner Pressekonferenz vor dem Spiel am Freitag auf Fußball.
„Wir können sagen, dass wir uns gegen Japan gut geschlagen haben und in der ersten Halbzeit ein 0:0-Unentschieden geholt haben“, sagte der Thailänder.
„Taktikisch wird es ein anderes Spiel, aber wir sind zuversichtlich, dass wir gegen Spitzenspieler antreten können, wenn wir uns auf uns selbst konzentrieren und als Team kämpfen.“
Auf dem Spiel steht nicht nur das Halbfinale, sondern auch die Qualifikation zur WM 2027, wobei die sechs Erstplatzierten ihre Tickets für das Endspiel in Brasilien buchen.







