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Startseite » «Das Wasser war eine gewaltige Masse»: Überschwemmungen in Westafrika vertreiben Hunderttausende
Welt

«Das Wasser war eine gewaltige Masse»: Überschwemmungen in Westafrika vertreiben Hunderttausende

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 16, 2024
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«Das Wasser war eine gewaltige Masse»: Überschwemmungen in Westafrika vertreiben Hunderttausende

Die Überschwemmungen treffen eine Region, die stark unter islamistischem Terror leidet. Sie zerstören Strassen und Brücken und führten zum Ausbruch von Häftlingen und selbst Zootieren.

«Ich sah, wie das Wasser kam. Es war eine gewaltige Masse», sagt Amina Ahmad am Telefon. Ahmad, 32, ist Lehrerin an einer Privatschule in Maiduguri, einer Millionenstadt im Nordosten von Nigeria. Sie hat ein Büro im Obergeschoss der Schule, vergangene Woche war es ihre Rettung.

Um zwei Uhr morgens am vergangenen Dienstag hatte ein Bruder angerufen und gewarnt, das Wasser komme. Einige Stunden später schlug sich Amina Ahmad zusammen mit drei anderen Geschwistern zur Schule durch, nur ein paar Kleider und wichtige Dokumente im Gepäck. Über Nebenstrassen, die noch nicht geflutet waren, schafften sie es. Die folgende Nacht schliefen sie in Ahmads Büro. Sie teilten es mit rund 20 anderen vom Wasser Vertriebenen.

Der Nordosten Nigerias war in den vergangenen Tagen Schauplatz schwerer Überschwemmungen, die auf heftige Regenfälle folgten. Anfang vergangener Woche konnte ein Damm bei Maiduguri die Wassermassen nicht mehr tragen und brach – worauf die Stadt geflutet wurde. Rund 200 000 Personen sind betroffen, Videoaufnahmen zeigten Stadtteile, in denen nur noch die Dächer aus dem Wasser ragten. Bewohner versuchten Steckengebliebene mit Booten und mit Lastwagen, die sich durch das Wasser pflügten, zu evakuieren. Auch Amina Ahmad und ihre jüngeren Geschwister wurden evakuiert. Ein älterer Bruder, der in einem verschont gebliebenen Stadtteil lebt, holte sie mit einem Lastwagen ab. Sie leben nun bei ihm, wissen nicht, wann sie in ihr Haus zurückkönnen.

Nicht nur der Nordosten Nigerias, des bevölkerungsreichsten Landes von Afrika, ist in diesen Tagen von Überschwemmungen betroffen. Ein ganzer Gürtel von Ländern in West- und Zentralafrika erlebt übermässige Regenfälle und als Folge davon Überschwemmungen. Stark betroffen sind neben Nigeria die Sahelstaaten Mali, Niger und Tschad, die bereits humanitäre Krisen bewältigen, die zu den grössten der Welt gehören.

Schon mehr als tausend Todesopfer

Laut humanitären Organisationen sind vier Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen, eine Million mussten ihre Häuser verlassen. Die Zahl der Toten beläuft sich auf mehr als tausend und dürfte weiter steigen. Die Überschwemmungen haben Brücken, Schulen und Strassen zerstört, sie führen auch dazu, dass das Risiko für Krankheiten wie Malaria und Cholera steigt.

Die Katastrophe spielt sich in einer Region ab, die meist trocken ist. Gerade ist Regenzeit, doch die Regenfälle nun sind ungewöhnlich stark. Die Überschwemmungen in Maiduguri sind die schwersten in dem Landesteil seit mindestens zwei Jahrzehnten. Meteorologen rechnen damit, dass es in den nächsten Monaten zu noch grösseren Überschwemmungen kommen könnte.

Der afrikanische Kontinent verursacht weniger als vier Prozent der globalen CO2-Emissionen, ist aber überdurchschnittlich von extremen Wetterereignissen betroffen. Im Frühjahr kam es zum Beispiel in Ostafrika schon zu Überschwemmungen – einer Region, in der in den Jahren davor mehr als eine Million Menschen durch eine Dürre vertrieben worden war.

Wie stark der globale Klimawandel zu den Wetterextremen auf dem afrikanischen Kontinent beiträgt, ist für Wissenschafter schwer zu sagen. Die allermeisten von ihnen sind sich aber einig, dass der Klimawandel ein Faktor ist, der die Überschwemmungen und Dürren befördert.

Katastrophe trifft eine der weltweit ärmsten Regionen

Die jetzigen Überschwemmungen treffen eine Region, die zu den ärmsten und krisengeplagtesten der Welt gehört. Islamistische Terroristen haben in mehreren Sahelstaaten grosse Gegenden der staatlichen Kontrolle entrissen, der Konflikt hat mehr als drei Millionen Menschen vertrieben. Die Stadt Maiduguri ist der Geburtsort der islamistischen Terrorsekte Boko Haram; die Gewalt von Boko Haram und anderen islamistischen Gruppen hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten Hunderttausende von Menschen vertrieben. Im wichtigsten Auffanglager, das nun in Maiduguri vom Wasser Vertriebene beherbergt, lebten bis vor wenigen Monaten vor dem Konflikt Geflohene.

Amina Ahmad, die Lehrerin, war da, um Familienmitglieder zu besuchen. Sie sagt: «Es gibt kaum Essen und Wasser, manche Leute wissen nicht, wo sie schlafen sollen. Aber die Leute versuchen auch, einander zu helfen, so gut es geht.»

In Maiduguri führten die Überschwemmungen dazu, dass die Wände eines Gefängnisses einstürzten, worauf fast 300 Häftlinge ausbrachen. Auch der Zoo der Stadt wurde überschwemmt, was laut den Zoobetreibern zum Tod von mehr als 80 Prozent der Tiere führte. Andere Tiere gelangten in Freiheit. «Einige gefährliche Tiere wie Krokodile und Schlangen wurden in Wohngegenden gespült», hiess es in einem Statement des Zoos, das Bewohner Maiduguris um Vorsicht bat.

In Nigeria ist nicht nur die Gegend um Maiduguri betroffen: In 29 der 36 nigerianischen Teilstaaten ist es laut den Behörden zu Überschwemmungen gekommen.

Katastrophenzustand in Mali ausgerufen

In Nigerias nordöstlichem Nachbarland Tschad sind ebenfalls sämtliche 23 Provinzen betroffen. Laut der Regierung wurden 164 000 Häuser und 259 000 Hektaren an Feldern zerstört – was der Fläche des Kantons Tessin entspricht. Fast 70 000 Nutztiere wurden getötet.

In Mali hatte die Regierung schon Ende August den Katastrophenzustand ausgerufen. In Niger zerstörten die Überschwemmungen neben Gebäuden, Brücken und Strassen auch eine historische Moschee in der Stadt Zinder im Süden des Landes.

Die Zahl der Todesopfer ist schwer zu bestimmen, weil die Situation unübersichtlich ist und die bekanntgegebenen Zahlen bereits überholt sind. In Nigeria sagten die Behörden schon vor den Überschwemmungen in Maiduguri, mehr als 200 Personen seien gestorben. Die höchste offizielle Zahl nannte bisher die Regierung von Tschad, die 487 Todesopfer gezählt hatte.

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