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Startseite » Der Tod im Feldspital zwischen Charkiw und Donbass
Welt

Der Tod im Feldspital zwischen Charkiw und Donbass

MitarbeiterBy MitarbeiterOktober 31, 2024
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Der Tod im Feldspital zwischen Charkiw und Donbass

Die Nacht bleibt trügerisch ruhig im Militärlazarett an der Front. Kurz nach Sonnenaufgang bringt eine Welle von Verwundeten die Sanitäter der Dritten Sturmbrigade aber jäh an ihre Grenzen.

In der ukrainischen Armee gibt es ein Sprichwort: «Die meiste Zeit weiss man als Soldat nicht, wofür man bezahlt wird. Und dann gibt es die Momente, für die sie dir gar nicht genug bezahlen können.» Es ist die perfekte Beschreibung des Krieges. Dort passiert fast immer nichts – und dann alles auf einmal.

So ist es auch im Feldspital an der ostukrainischen Front. Der Abend und die Nacht sind fast unheimlich ruhig. Dann, unmittelbar nach Sonnenaufgang, kommt plötzlich ein halbes Dutzend Verwundete.

Die ruhige Nacht

Der sogenannte Stabilisierungspunkt befindet sich ein Dutzend Kilometer von der Front entfernt bei der Ortschaft Borowa. Die Dritte Sturmbrigade, eine Eliteformation der ukrainischen Armee, hält einen wichtigen Abschnitt zwischen Charkiw und dem Donbass. Seit dem Sommer versuchen die Russen, hier durchzubrechen. Nördlich und südlich sind sie bereits vorgerückt. Die Ukrainer reagieren mit lokalen Gegenangriffen. Kämpfe mit Toten und Verletzten gibt es jeden Tag.

Das Feldspital im ehemaligen Verwaltungsgebäude einer Landwirtschaftskooperative steht weit genug im Niemandsland, dass Verwundete oft in anderen Stabilisierungspunkten landen. Es bleibt die ganze Nacht leer. Draussen rumpelt ab und zu ein Panzer vorbei, am Horizont blitzen Explosionen wie fernes Wetterleuchten. Die Nacht ist dunkel wie kaum irgendwo in Westeuropa, die Milchstrasse zum Greifen nah.

Im Ruheraum liegt Andri Akulow auf einer Pritsche und schaut Youtube-Videos über Amputationen. Der 50-jährige Militärchirurg aus Kiew bildet sich so weiter, weil er keine Zeit hat, an Kongresse zu gehen. Vor den Fenstern stapeln sich die Sandsäcke. Im modernen Behandlungssaal daneben ist nur das Notlicht an. Der tragbare Röntgenapparat, die Reinigungsmaschine für chirurgische Instrumente und das Kleinlabor bleiben heute unbenutzt.

Auf seinem Handy hat Akulow auch viele Bilder von Verwundeten. Einem hat eine Explosion fast den ganzen Kiefer weggerissen. Er wurde von einer russischen FPV-Drohne verletzt – eines der kleinen unbemannten Fluggeräte mit angehängten Granaten, die zu Tausenden über das Schlachtfeld fliegen. «Wird ein Soldat getroffen, dringen so viele Splitter in den Körper ein, dass wir nie alle rausholen können», sagt der Arzt. Obschon der Stabilisierungspunkt einer der besten an der ganzen Front sei, habe man nur begrenzte Möglichkeiten. «Wir konzentrieren uns auf Kopf, Bauch und Brustkasten.»

Der erste Verwundete

Vieles, was Akulow am Abend erzählt, wirkt im Nachhinein prophetisch. In der Morgendämmerung bringt ein Auto einen bärtigen Soldaten mit dem Kampfnamen «Sid». Nun liegt er in den Unterhosen auf der Pritsche im Behandlungssaal. Äusserlich wirkt er fast unversehrt. Die Sanitäter röntgen ihn und leuchten ihm in die Augen, um zu prüfen, ob er eine Gehirnerschütterung hat.

Der 28-Jährige hatte Glück: «Sid» erzählt, dass ihn ein russischer Aufklärer im Schützengraben entdeckt habe. «Plötzlich fiel eine Drohne auf mich.» In einer instinktiven Bewegung schlug der Infanterist sie von sich weg, bevor sie explodierte. Wäre die Drohne mit einer Granate voller Metallkugeln gefüllt gewesen, hätte ihm das wenig genützt. Doch sie trug einen Sprengsatz, der gegen Panzerungen eingesetzt wird und deshalb konzentriert in eine Richtung wirkt. «Sid» kam mit kleineren Verbrennungen auf der linken Körperseite davon.

Akulow und sein Team desinfizieren die Wunden, der Soldat erhält einige Tage Erholung, bevor er zu seiner Einheit zurückkehrt. Während er auf den Abtransport wartet, raucht er die erste E-Zigarette seit seiner Verwundung. «Sid» erzählt, wie stolz er ist, in der Dritten Sturmbrigade zu dienen, die den Ruf hat, ihre Kämpfer besser auszubilden als fast alle anderen. «Wenn ich schon in den Krieg muss», sagte sich der Soldat aus Tschernihiw, als er eingezogen wurde, «dann gehe ich zu den Besten.»

Auf der Terrasse trinken die Sanitäter und Militärärzte in der ersten Morgensonne einen Kaffee und plaudern. Doch die lockere Stimmung endet jäh, als ein Pick-up und ein Kleinbus heranrasen. Bremsen knirschen auf der Sandpiste, als sie vor dem Gebäude zum Stehen kommen. Im Dach des Busses klafft ein Loch so gross wie ein Fussball: Eine russische FPV-Drohne hat es getroffen, in dem Moment, als die Einheit ihre Stellung verliess. Heisses Metall und scharfe Splitter ergossen sich über die Männer.

Der Geschmack von Blut in der Luft

Türen knallen, ein Soldat holt seinen blutüberströmten Kameraden aus dem Wagen. Der Mann scheint benommen, kann aber gehen. Sein Gesicht und sein Hals sind mit einer halb eingetrockneten, rotbräunlichen Schicht bedeckt. Das viele Blut hinterlässt einen Geschmack von Eisen in der Luft.

Die Sanitäter ziehen dem Hünen den Helm und die verschmierte Schutzweste ab, schneiden ihm die Kleider vom Körper, um seine Wunden besser zu sehen. Der Soldat hat Dutzende von kleinen Löchern in Kopf, Brust und Armen. Minutenlang werden sie desinfiziert und abgedeckt. Die weissen Kompressen bekommen immer wieder rote Flecken. Doch er wird überleben.

Nun sind auch die Betten daneben belegt. Ein Soldat hat eine grosse Kopfwunde, ein zweiter geriet mit seinem Auto in einen Unfall, weil er hinter dem getroffenen Kleinbus vor lauter Rauch die Strasse nicht mehr sah. Der junge Mann mit den roten Haaren steht in einer Ecke, er blutet leicht über seinem linken Auge. Plötzlich wird er grau im Gesicht, wankt. Die Sanitäter stützen ihn, legen ihn auf eine Pritsche, wickeln ihn in eine silberne Wärmedecke.

Der Behandlungsraum ist nun voller Sanitäter, manche in Zivil, die anderen direkt von der Front, in Kampfmontur. Sie setzen Spritzen, putzen Wunden, verbinden Arme. Es ist plötzlich heiss geworden, und es riecht nach Schweiss. Ärzte und Helfer reden nur wenig miteinander, in kurzen Anweisungen. Die Stimmung ist angespannt, aber nicht hektisch.

Der Tote

Doch für einen der Verwundeten können sie nichts mehr tun. Der Fahrer des Kleinbusses sass genau dort, wo die Drohne einschlug. Die Sanitäter bringen ihn auf einer Trage in den Behandlungssaal, bewusstlos. An seinen Bartstoppeln klebt Schmutz, in seiner Nase steckt ein kleines Plastikröhrchen, damit er besser atmen kann. Die Granatsplitter trafen ihn am ganzen Körper, er hat schwere innere Blutungen.

Der Militärarzt wirft einen einzigen Blick auf den Soldaten und schickt ihn sofort in den Operationsraum nebenan. Kurz darauf tritt er alleine vor die Tür, schüttelt den Kopf. Dann bringen zwei Männer den schwarzen Leichensack hinaus. Sie legen ihn im Ruheraum ab, dort, wo die Helfer des Stabilisierungspunkts kurz zuvor noch geschlafen haben.

«Walküre» war bis zum Schluss beim Sterbenden. Die junge Frau sieht abgebrüht aus mit ihrem Nackentattoo, älter, als sie wirklich ist. Doch nun steht sie kreidebleich da, bewegt sich steif wie ein Roboter. Mit glasigem Blick hält sie den Plastikbeutel mit der Infusionslösung eines Verwundeten. Dann rollen ihr die Tränen über das Gesicht. Sie wischt sie hastig weg. Dann arbeitet sie weiter, konzentriert sich auf die Lebenden.

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