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Startseite » Deutsche Bauarbeiter entdecken bei Arbeiten am LVR-Jüdischen Museum versehentlich antike römische Ruinen
Wissenschaft

Deutsche Bauarbeiter entdecken bei Arbeiten am LVR-Jüdischen Museum versehentlich antike römische Ruinen

MitarbeiterBy MitarbeiterFebruar 19, 2026
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Deutsche Bauarbeiter entdecken bei Arbeiten am LVR-Jüdischen Museum versehentlich antike römische Ruinen

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Bauarbeiter haben in Köln eine bedeutende römische Stätte entdeckt, die fast 2.000 Jahre alt ist.

Der Zufallsfund beim Bau des LVR-Jüdischen Museums brachte einen seltenen Privataltar, die massiven Fundamente einer spätantiken Basilika und eine Steintreppe zutage.

Archäologen bestätigten in Zusammenarbeit mit Bautrupps, dass die Ursprünge der Stätte bis ins erste Jahrhundert der römischen Besatzung zurückreichen.

Das älteste identifizierte Bauwerk ist eine Steintreppe, von der nur noch der Mittelteil erhalten ist.

Diese Treppe führte einst vom Prätorium zum Rhein, ihr genauer Anfangs- und Endpunkt muss jedoch noch bestimmt werden.

Die Treppe war wahrscheinlich notwendig, da die natürliche Neigung des Geländes einen stufenförmigen Zugang zwischen der Palastanlage und dem Flussufer erforderte.

Die bei Arbeiten freigelegte Steintreppe aus dem ersten Jahrhundert (Stadt Köln/Römisch-Germanisches Museum, Franziska Bartz)

Bei einer späteren römischen Erweiterung des Prätoriums wurden Teile der Treppen aufgefüllt, um Platz für zusätzliche Gebäude zu schaffen, wodurch dieser Teil unbeabsichtigt erhalten blieb.

Römische Treppen sind selten intakt zu finden.

Ausgrabungen entdeckten im Prätorium auch einen privaten Haushaltsaltar oder Lararium aus dem 2. Jahrhundert.

Ein Lararium wird typischerweise als Nische in einer Wand gebaut, in der den Laren, den Schutzgöttern des Haushalts, Nahrungsopfer dargebracht wurden.

Die Nische wurde sorgfältig mit Zierleisten konstruiert, die sie vom Rest der Wand abheben und es ermöglichen, sie zu schließen.

Es hätte kleine Figuren beherbergt.

Ein Durchbruchsabschnitt, der römische Strukturen unterhalb des Museumsgeländes enthüllt

Ein Durchbruchsabschnitt, der römische Strukturen unterhalb des Museumsgeländes enthüllt (Jam Press/@stadt.koeln)

Archäologen identifizierten Nagellöcher, in denen einst mit Eisennägeln Girlanden oder Bänder als Dekoration befestigt waren, und auf dem umgebenden Stuck sind noch Farbspuren sichtbar.

Die jüngste Entdeckung stammt aus dem 4. Jahrhundert und war das Fundament einer Apsis einer mehrschiffigen Basilika.

Vor der Ausgrabung war die Struktur nur als flache Vertiefung im Boden erkennbar.

Als die Fundamente freigelegt wurden, stellten Archäologen fest, dass das Gebäude nicht aus typisch römischem Gussbeton bestand.

Stattdessen bestand es aus 13 Fuß dicken Schichten aus Vulkangestein, Basalt und Kalkstein, die mit einem starken Mörtel aus zerkleinerter Keramik und Kies verbunden waren.

Seine Größe und Stärke hatten es ihm ermöglicht, fast 2.000 Jahre lang intakt zu bleiben.

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