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Feuilleton

Ein Mann steht auf einem Balkon und quatscht Leute an: Mehr passiert nicht im Dokumentarfilm «The Balcony Movie», doch man kann sich dem Experiment schwer entziehen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 13, 2025
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Ein Mann steht auf einem Balkon und quatscht Leute an: Mehr passiert nicht im Dokumentarfilm «The Balcony Movie», doch man kann sich dem Experiment schwer entziehen

Plaudernd erfährt Paweł Łoziński von persönlichen Schicksalen. Der Balkon ist für den Filmemacher zugleich Bühne und Aussichtsturm.

Ein Mädchen mit einer Glace steht auf dem Trottoir unter einem Balkon. Der Filmemacher ruft ihm von dort zu, es solle doch etwas erzählen. Das Mädchen sträubt sich zunächst und entscheidet sich dann, die Eiscrème mit übertriebenen Gesten zu bewerben. Das gefällt dem Filmemacher nicht. Etwas Persönliches möchte er hören, keine Werbung. Doch das fällt dem Kind nicht leicht. Es ist schwer, über sich zu reden, ins Gespräch zu kommen und sich zu öffnen. Aber es lohnt sich. Davon erzählt Paweł Łozińskis «Balcony Movie», der nun am Bildrausch-Filmfest in Basel gezeigt wird.

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Beim Festival geht es dieses Jahr um das Thema Nachbarschaft, und von Nachbarn wimmelt es nur so in diesem über einen Zeitraum von zwei Jahren gedrehten Film. Sie passieren den Gehweg unter dem Balkon im Warschauer Saska-Kepa-Viertel, auf dem der Filmemacher mit Kamera und Tonangel auf sie wartet. Er versucht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Manche gehen weiter, andere bleiben stehen, ein zögerlicher Austausch beginnt.

Die meisten Passanten fragt der Regisseur, der den ganzen Film über als Stimme hinter der Kamera zu hören ist, nach dem Sinn des Lebens. Das ist nicht gerade ein Eisbrecher, aber trotzdem erfährt er nach und nach von persönlichen Schicksalen, Gedanken und Gefühlen. Manche Menschen lernt er besser kennen, etwa eine ältere Witwe oder einen Mann, der versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Der Schnitt ist problematisch

Der Balkon ist zugleich Bühne und Aussichtsturm, und seine erhöhte Position bringt eine Perspektive mit sich, die im Kino eigentlich verpönt ist, denn von dort schaut die Kamera herab auf die Menschen. Trotz der ostentativen Herzenswärme und dem einladenden Plauderton kann sich Łoziński den Fallstricken seiner wortwörtlichen Selbsterhöhung nicht ganz entziehen.

Das liegt vor allem daran, dass er seine angeblich spontanen Begegnungen thematisch gruppiert, um einen allgemeingültigen Blick auf das Leben der anderen zu ermöglichen. So wird beispielsweise wiederholt von Scheidungen erzählt, von Einsamkeit und vom Alter. Dass das nicht immer organisch wirkt, hat viel mit der Montage zu tun, die jede neue Person fast wie auf einer Theaterbühne einführt und abtreten lässt.

Jemand kommt ins Bild, es wird gesprochen, die Person geht, und es folgt ein harter Schnitt zur nächsten Person. Dadurch spart der Film nicht nur die vergehende Zeit aus, sondern auch die kleineren, auf den ersten Blick unwichtigeren, aber für die Erfahrung des Vom-Balkon-Schauens entscheidenden Momente. Das alles ist sehr hermetisch und zu rund für die offen angelegte Form. Es fehlen die Schönheit und die Plötzlichkeit flüchtiger Veränderungen, die Łoziński nur selten einfängt, etwa wenn das Laub zu fallen beginnt.

Erinnert an Instagram

Ein Film wie Victor Kossakovskys «Tishe!», der eine Strassenkreuzung in St. Petersburg beobachtet, ist diesbezüglich deutlich ergiebiger. Hinzu kommt, dass man nicht bei allen Begegnungen an die Spontanität des Gesagten glauben kann. Manches wirkt gestellt und erinnert an vergleichbare Instagram-Videos, bei denen Influencer andere Influencer auf der Strasse befragen und so tun, als wäre das nur ein zufälliges Strasseninterview. Einzig die unzähligen durchs Bild wuselnden Hunde spielen ganz sicher nicht für die Kamera.

Seine Protagonisten fuchteln erstaunlich wenig mit Mobiltelefonen herum, doch thematisiert Łoziński unfreiwillig auch ein Symptom des Social-Media-Zeitalters: nämlich das Verständnis von Gemeinschaft als Strom von Vereinzelten, die sich präsentieren. Stellt man filmische Fragen an den öffentlichen Raum, geht es ohnehin oft um Juristisches. Wen darf man filmen? Wo sind die Grenzen?

Der Balkon ist auch ein voyeuristischer Ort. Manche Schwenks, die den Menschen stumm folgen, erscheinen übergriffig, auch wenn der Abspann die Namen der Gefilmten auflistet, was wiederum die Authentizität der Szenen infrage stellt. Łoziński scheinen diese Fragen nicht wichtig. Sein Balkon ist Metapher, seine Nachbarn sind unser aller Nachbarn. Er möchte für etwas eintreten, was vielerorts bedroht ist: die zwischenmenschliche Begegnung.

In gewisser Weise ist «The Balcony Movie» auch ein (Post-)Covid-Film, selbst wenn der Dreh vor der Pandemie begonnen hat. Die flüchtigen Dialoge zwischen dem Filmemacher und den Passanten können nie über einen möglichen Anfang hinausgehen, aber gerade diesen Anfängen wohnt etwas Bleibendes inne, sie können den Blick verändern, den man für jene Mitmenschen hat, die sonst nur an einem vorüberhasten.

«The Balcony Movie» läuft im Vorprogramm zum Bildrausch-Filmfest in Basel (25. bis 29. Juni), das sich dem Thema Nachbarschaft widmet.

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