Sicherheitskräfte dringen in das Haus von Vizepräsident Machar ein. Daraufhin kündigt dessen Partei ein Friedensabkommen mit Präsident Kiir auf. Das Land steht am Rand eines neuen Bürgerkriegs.
(dpa) Nach Angaben seiner Partei SPLM-IO ist der südsudanesische Vizepräsident Riek Machar am Mittwoch unter Hausarrest gestellt worden, nachdem Sicherheitskräfte gewaltsam in seine Residenz in Juba eingedrungen waren. Auch seine Frau, Innenministerin Angelina Teny, soll festgehalten werden. Die SPLM-IO macht Präsident Salva Kiir persönlich für den Vorfall verantwortlich und kündigte als Reaktion das Friedensabkommen mit Kiirs SPLM-Partei auf. Beobachter warnen vor einem Wiederaufflammen des Bürgerkriegs, der das seit 2011 unabhängige Land von 2013 bis 2018 schon einmal verwüstet hat.
Die Spannungen hatten sich in den vergangenen Wochen zugespitzt: Festnahmen führender SPLM-IO-Politiker, militärische Konfrontationen an der Grenze zu Äthiopien und Luftangriffe auf zivile Ziele deuten auf eine gefährliche Eskalation hin. Die Uno und die USA fordern die sofortige Freilassung Machars und eine Rückkehr zum Dialog.