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Startseite » G-20-Finanzminister wollen sich für Besteuerung der Superreichen einsetzen
Welt

G-20-Finanzminister wollen sich für Besteuerung der Superreichen einsetzen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 27, 2024
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G-20-Finanzminister wollen sich für Besteuerung der Superreichen einsetzen

Brasilien will, dass Superreiche auf der ganzen Welt mehr Steuern zahlen. Unter seiner G-20-Präsidentschaft haben sich die Finanzminister darauf geeinigt, sich für eine Besteuerung der Superreichen einzusetzen.

(dpa)

Die G-20-Finanzminister haben sich in einer gemeinsamen Erklärung darauf geeinigt, sich für eine wirksame Besteuerung der Superreichen einzusetzen. «Unter voller Wahrung der Steuerhoheit werden wir uns bemühen, gemeinsam dafür zu sorgen, dass sehr vermögende Privatpersonen effektiv besteuert werden», hiess es in der gemeinsamen Abschlusserklärung der Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländer in Rio de Janeiro am Freitag (27. 7.). «Der Kampf gegen Hunger, Armut, Ungleichheit und die Besteuerung der Superreichen stehen auf der internationalen Wirtschaftsagenda und weisen auf eine sozial gerechtere und ökologisch nachhaltige Zukunft hin», sagte Brasiliens Finanzminister Fernando Haddad.

Obwohl die Abschlusserklärung keine Einigung auf eine spezifische globale Steuer vorsieht, bezeichnete der vorsitzende Minister Haddad sie als «bedeutenden Schritt nach vorn». «Wir betrachten es als einen Sieg Brasiliens und der internationalen Gemeinschaft, nachdem es mehrere Jahre lang kein einziges vollständiges Dokument gegeben hatte», sagte Haddad.

Das von Brasilien vorgestellte Konzept sah vor, dass Milliardäre jährlich mindestens zwei Prozent ihres Vermögens an ihren Heimatstaat abführen. Das könne zu Einnahmen von bis zu 250 Milliarden Dollar führen, die zur Bekämpfung von Hunger und Konflikten, zur Pandemievorsorge und für Klimaschutz eingesetzt werden könnten.

Der Vorschlag spaltete die G-20-Staaten. Während etwa Frankreich, Spanien und Südafrika ihre Unterstützung zum Ausdruck brachten, sind die USA dagegen. Auch das FDP-geführte deutsche Finanzministerium hatte eine auf Ebene der G-20 diskutierte Steuer für Milliardäre von vornherein abgelehnt. Die deutsche Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hingegen hatte sich offen für die Idee gezeigt.

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