Die grosse Hoffnungsträgerin der Rechten in Frankreich soll für politische Ämter gesperrt werden. Jetzt hänge alles von ihren nächsten Entscheidungen ab, sagt die Auslandredaktorin Nina Belz.
Frankreich: Was das Le Pen-Urteil bedeutet
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In dieser Podcast-Episode:
In Paris ist am vergangenen Montag eine politische Bombe geplatzt: Marine Le Pen, die führende Figur des rechtsnationalen Rassemblement national, wurde wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig gesprochen. Das Urteil: eine Gefängnisstrafe auf Bewährung, eine Geldstrafe – und vor allem der Entzug ihres passiven Wahlrechts. Damit könnte sie bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2027 nicht antreten.
Die Entscheidung des Gerichts löste heftige Reaktionen aus. Le Pen und ihre Parteikollegen kritisierten die Justiz und sprachen von linken Eliten, die ihre stärksten politischen Gegner kaltstellen wollen. Skeptische Reaktionen auf das Urteil kamen jedoch nicht nur aus dem rechten Lager. Premierminister und Mitte-Politiker François Bayrou etwa nannte das Urteil «befremdlich», und Justizminister Éric Dupond-Moretti sprach sich für eine rasche Berufungsverhandlung aus. «Man hat Angst davor, dass das Opfer-Narrativ Le Pen politisch nützen könnte», so die Auslandredaktorin Nina Belz.
Welche Folgen das Urteil für Le Pens Partei Rassemblement national und ihre eigene politische Karriere haben könnte, erklärt Belz in der aktuellen Folge von «NZZ Akzent».
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