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Startseite » Massive Attack: Die Briten strapazieren das eigene Vermächtnis
Feuilleton

Massive Attack: Die Briten strapazieren das eigene Vermächtnis

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 17, 2025
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Massive Attack: Die Briten strapazieren das eigene Vermächtnis

Die britische Trip-Hop-Band versucht ihre alten Hits in die Gegenwart zu retten. Das Konzert in Zürich aber scheitert an fehlender Innovation, politischer Überfrachtung und steter Reizüberflutung.

Wenn Massive Attack ein Konzert gibt, dann ist das Publikum nicht mehr jung. Ihre Fans hat die Band in den neunziger Jahren gewonnen, als sie die Zeit einfärbte mit ihrem düsteren Trip-Hop. Wer glauben sollte, damals habe die Pop-Musik für eine endlose Party gesorgt, der höre sich die höllischen Klagen, die apokalyptischen Klänge an, mit denen die Musiker aus Bristol auf Alben wie «Blue Lines» dystopische Ängste heraufbeschworen. Massive Attack profilierte sich dabei als eindrückliche, stilbildende Formation. Viel Besseres hatten die neunziger Jahre nicht zu bieten.

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Vielleicht waren die Frontmänner Robert Del Naja und Grant Marshall, die die Band am Montagabend ans Zurich Open Air City auf dem Gelände der Dolder-Kunsteisbahn führten, Propheten. Vielleicht haben sie vor dreissig Jahren gespürt, was sich bis heute zusammenbrauen könnte. Und vielleicht fehlt ihnen der Drang, neue Musik zu kreieren, weil sich ihre Hits auch im Soundtrack der Gegenwart bewähren?

Erdrückend missionarisch

Das Konzertrepertoire wird tatsächlich ausnahmslos durch alte Songs bestimmt. Dafür wird die Performance mit neuen Videobildern und Botschaften überfrachtet. Die erdrückende Mission von Worten und Bildern macht die Musik zur blossen Begleitung. Das zeigt sich auch optisch. Auf der Bühne stehen sieben, acht Silhouetten – die Musiker! Mit Mühe erkennt man ein paar Instrumente und Mikrofone. Die Band aber interpretiert die Songs nicht, sie spult sie ab. Die Sounds bilden ein Fliessband für durchgetimte Emotionen. Kein Platz für Spontaneität, auch keine Zeit für die Kommunikation mit den Fans.

Über der Bühne aber breitet sich ein gigantisches Videopanorama aus. Im Unterschied zu anderen Pop-Stars lässt sich Massive Attack nicht selber ins Grossformat projizieren. Vielmehr blitzen auf der Videowand zunächst Ziffern und Lettern auf. Anfangs jagen boulevardeske Posts von Stars und Sternchen über den Screen. Später folgen Sequenzen über die Gefahren von Videoüberwachung. Auch das Klima wird irgendwann Thema, bis die Bilderwand schliesslich die Kriege der Gegenwart zeigt.

Israel wird als Kriegstreiber dargestellt. Man sieht die Zerstörungen in Gaza. Dann auch Zerstörung in der Ukraine. Dann eine Bombenfabrik in Oklahoma. Aha, die Amis profitieren vom Krieg? Kein Wunder, bekommt man bald auch Trump zu sehen, aber auch Putin und Netanyahu. Irgendwann wird auch die Schweiz zum Sündenbock, weil Kriegsgewinne auf Schweizer Banken landeten. Damit alle alles verstehen, werden die Parolen der Briten in den Dialekt übersetzt: «Welcome to Zug – da goht s Gäld hi.»

An sich ist gegen das politische Engagement der Band so wenig einzuwenden wie gegen den Versuch, ein Konzert in ein multimediales Spektakel zu überführen. Aber der Auftritt von Massive Attack erweist sich als lärmig-grelle Reizüberflutung, die der politischen Aufklärung letztlich so wenig dient wie der musikalischen Entfaltung.

Keine Lust mehr

Der Sänger Horace Andy kriegt in «Angel» keinen Raum für die dynamische Entwicklung seiner vibrierenden Reggae-Stimme, und der Sängerin Deborah Miller fehlt es in Hits wie «Safe From Harm» und «Unfinished Sympathy» an Luft oder Lust. So fragt man sich, ob die Vokalisten nicht gerne mal einen neuen Song intonieren würden statt stets die alten Strophen. Immerhin sorgt Elizabeth Frazer noch für einen kurzen gesanglichen Höhepunkt in «Teardrop», weil hier für einmal die Bilderflut ausgesetzt wird.

Nach neunzig Minuten endet das Konzert, ohne dass die Musiker vorgestellt werden, ohne dass sich die Band verabschiedet und ohne Schlussapplaus. Mit diesem Konzert hat Massive Attack dem eigenen Vermächtnis geschadet.

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