Warum nicht die Autobahn auf der Fahrt Richtung Süden für einen kunstsinnigen Abstecher verlassen? Im Bündner Bergdorf Soazza ist Kunst zu entdecken, wo man sie nicht erwartet: an einer Hausfassade, vor dem Friedhof, bei der Kirche. Für Arte Soazza im Misox haben zehn Kunstschaffende Werke vor Ort gemacht.
Steil ragen die Berge auf. Das Dorf, auf einer abenteuerlichen Hangterrasse der Natur abgerungen, ist eingebettet in eine monumentale Szenerie dichtbewaldeter und felsiger Hänge. Das hat etwas Ehrfurcht Einflössendes, aber auch etwas Unheimliches, jetzt, seit die Medien besonders häufig von der trügerischen Unerschütterlichkeit rutschender Berghänge berichten. Allein die Kirche auf dem Felsvorsprung scheint der gewaltigen Macht der Natur etwas entgegenhalten zu können. Kühn thront sie über Soazza. Und steht genau dort, wo man sie, das Tal heraufkommend, schon von weitem sehen kann.
Umgekehrt geht von der Kirche aus der Blick tief ins Tal des Misox hinunter. Darin windet sich wie eine silberne Schlange die Autobahn, die vom San Bernardino ins Tessin führt. Das Sommerlicht flimmert. Das Idyll der Landschaft von Soazza hat durch die bedrohliche Macht der Berge auch etwas Trügerisches. Aber das ist gut so. Denn was man zu sehen glaubt, ist nicht immer das, was man auch wirklich sieht.
Sommerliches Kunstfestival
So ist gerade in Soazza nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Zum genauen Hinschauen lädt im Misoxer Bergdorf mit seinen rund 330 Seelen die Arte Soazza – ein Sommerfestival der Kunst, das zum ersten Mal stattfindet. Wie eine Fata Morgana glitzert auf dem Felsrücken zwischen Kapelle und Friedhof unterhalb der Kirche ein merkwürdiges Objekt: ein Haufen aus eisernem Schrott, eine Skulptur aus Leitplanken, Geländern und Strassenlaternen. Sie stammen von der zerstörten Brücke unterhalb Soazzas. Im vergangenen Sommer riss eine Schlammlawine des über die Ufer getretenen Flusses Moesa sie während eines Unwetters mit sich.
Tief geht der Blick hinunter ins Misox-Tal, wo sich die Autobahn Richtung Tessin windet (oben); Bob Gramsmas Installation «El pont» erinnert an die zerstörte Brücke unterhalb von Soazza, die eine Schlammlawine mitgerissen hat.
Die Natur hat hier, so scheint es, selbst Künstlerin gespielt, wenn auch recht brachial. Die verformten Metallfragmente musste Bob Gramsma nur noch zum Kunstwerk arrangieren. Allerdings benötigte er dazu einen ziemlich grossen Lastwagen, der das Material herbeikarrte. Und einen imposanten Kran, mit dem ein Fachmann alles unter der Regie des niederländisch-schweizerischen Künstlers aufeinander hievte. Gramsma ist bekannt für seine oft riesigen skulpturalen Raumgefüge. Seine jüngste Installation erinnert nun in dieser malerischen Dorflandschaft an die Spuren der zerstörerischen Naturgewalt.
Rosenbusch vor dem Atelier
Wer mit offenen Augen durch Soazza geht, sieht überall solche Irritationen fürs Auge. Vieles allerdings bemerkt man erst auf den zweiten Blick, vieles fällt gar nicht so auf, fügt sich still ins Dorfgemälde.
Für eigentliche Gemälde allerdings fehlen die weissen Wände. Das zumindest waren die Bedenken der örtlichen Behörde, als die Zürcher Künstlerin Zilla Leutenegger mit ihrer Idee eines Kunstfestivals an die Gemeinde herantrat. Dem Projekt gegenüber war man im Dorf aber keineswegs abgeneigt. Im Gegenteil. Man freut sich, dass ein solcher Event Besucher bringt und das Dorf belebt.
Ein bunter Skulpturenpark erwartet einen aber auch nicht. Soazza soll nicht dem grossen Kunstrummel preisgegeben werden. Zilla Leutenegger hat ein Gespür für den Ort, denn sie kennt ihn schon lange.
Uralte Technik
Gerade hantiert sie mit schneeweissem Kalk vor ihrem Atelier. Und erzählt. Ihre Mutter hat hier ein Haus geerbt, das zum Ferienhaus wurde. Zilla Leutenegger kommt schon seit ihrer Jugend hierher. Ein Nebengebäude hat sie in ein Atelier verwandelt, wo sie in den Sommerwochen zurückgezogen an neuen Ideen arbeitet.
In dem einstöckigen Ateliervorbau war einmal eine Räucherei. Die Wände sind schwarz, weil es auch einmal gebrannt hat. Und auch aussen an der Atelierwand gegen die Strasse gibt es jetzt schwarze Flächen. Die sind aber noch ganz frisch. Der grosse Rosenbusch davor wurde sorgfältig zur Seite gelegt. Später kommt er wieder vor das hier entstehende Bild. Hier macht Zilla Leutenegger gerade ihren Beitrag zur Arte Soazza: ein Sgraffito.
Die Künstlerin Zilla Leutenegger realisiert an ihrem Atelier ein Sgraffito – eine im Kanton Graubünden verbreitete Technik zur Dekoration von Häuserfassaden.
Sgraffiti entstehen mit einer uralten Technik, die schon die Ägypter kannten. Im Kanton Graubünden, zu dem das italienischsprachige Soazza gehört, werden damit seit Jahrhunderten die Fassaden der Häuser verziert.
Zuerst grundiert Zilla Leutenegger die Aussenwand des Ateliers mit schwarzgefärbtem Kalk. Das ist wichtig für die Zeichnung, die darauf entstehen soll. Wobei sie sich an einer zuvor angefertigten Skizze orientiert. Schliesslich wird weisser Kalk darauf gespachtelt, damit ein gleichmässiger Verputz entsteht. Er wird an der Luft in Verbindung mit Kohlendioxid gänzlich durchkarbonisieren, also aushärten und versteinern, und sich dabei dauerhaft mit dem Untergrund der Fassade verbinden. Ein solcher Verputz hält ewig.
Nun muss Zilla Leutenegger den richtigen Zeitpunkt abwarten, wenn der Kalk hält, aber noch nicht ganz trocken ist. Dieses Zeitfenster darf die Künstlerin nicht verpassen. Denn jetzt kratzt sie sehr konzentriert und fast etwas zögernd nach einer Vorlage eine Zeichnung in den Kalk. Sie kratzt den weissen Verputz mit einem scharfen Messerchen Linie für Linie weg. Jede Kratzspur bringt darunter den schwarzen Grund zum Vorschein. Sgraffito kommt von Wegkratzen.
Verbindung bis nach Japan
Wanderer kommen vorbei. Soazza liegt in einem Wandergebiet mit den ältesten Kastanienbaumbeständen der Schweiz. In den dicken alten Baumstrünken wachsen neue Bäumlein nach, erzählt Zilla Leutenegger beim Mittagessen. Auch Velofahrer machen in der Dorfbeiz oberhalb des Ateliers Rast. Dort essen wir weisse Polenta mit Linsen. Das passt zum schneeweissen Kalk. Auch Organisten kommen immer wieder nach Soazza. Der Ort gilt wegen der hervorragenden Orgel in der Kirche San Martino als Geheimtipp.
Steil ragen die Berge auf rund um Soazza (oben); das Dorf wird gerne von Velofahrern besucht, und diesen Sommer auch von Kunstschaffenden (unten).
Und vereinzelt verschlägt es sogar Japaner hierher, berichtet die Künstlerin. Das hat einen Grund. Denn gleich vis-à-vis des einzigen Hotels, an der Hauptstrasse mit seinen paar hohen, vornehm anmutenden Bürgerhäusern aus dem 19. Jahrhundert, befindet sich das zweitälteste Haus des Orts. Es ist von bäuerlich einfachem Charakter, hat gut 400 Jahre auf dem Buckel und wurde 1633 für zwei Kapuzinermönche gebaut. Dort hat Helga Ritsch ihr Keramikatelier.
Die Schweizer Töpferin und Malerin, die wiederholt in Tokio ausstellte, wird insbesondere in Japan für ihre minimalistisch modernen Teeschalen und Vasen aus Porzellan und Steinzeug geschätzt. Während der Ausstellungszeit von Arte Soazza macht sie für das Publikum ihr Atelier zugänglich. Mit ihr kam Zilla Leutenegger an einem Abend vor zwei Jahren auf die Idee eines Kunstevents im Dorf: um dem vom Aussterben bedrohten Ort etwas Leben einzuhauchen.
Helga Ritsch hat für Soazza ihr Zürcher Studio aufgegeben und ist ganz hierher gezogen. Auch für die Zürcher Schmuckdesignerin Regula Kilchsperger ist Soazza zu einer zweiten Heimat geworden. Sie hat ein altes Haus im Dorf geschmackvoll umgebaut und unterhält darin ein Atelier.
Sonst aber nehmen die Menschen den umgekehrten Weg und ziehen fort, erzählt Zilla Leutenegger. Läden schliessen. Eine Post gibt es schon lange nicht mehr. Die Dorfbeiz hat zum Glück eine Tessinerin übernommen. Sie macht alles selbst. Der Salat, den wir essen, stammt aus ihrem Garten. Arte Soazza soll nun Gäste bringen –und in Zukunft vielleicht wie eine Triennale alle paar Jahre stattfinden.
Geheimnisvolle Treppen
Zilla Leutenegger trägt Schutzhandschuhe. Kalk ist alkalisch und greift die Haut an. Auch die bekanntere Technik des Freskos arbeitet mit Kalk. Nur werden dort natürliche Farbpigmente verwendet, die sich dann dauerhaft mit dem Kalk verbinden.
Die Zeichnung einer Wendeltreppe, die aufs Atelierdach führt, wird sichtbar. Ganz unten am Boden ragt diese Treppe mit zwei echten Stufen in den realen Raum des Vorplatzes. Ein Maurer aus dem Ort hat sie für Zilla Leutenegger gemacht. Dort, wo der Rosenbusch wieder hinkommt, kratzt die Künstlerin Knospen in den Kalk. Hier ist er mit roter Farbe unterlegt. Leuchtend rote Rosen treten hervor.
Man fragt sich beim Anblick des fertigen Sgraffito, was real ist und was nicht. Illusion und Wirklichkeit, echter und fiktionaler Raum: Damit spielt die Künstlerin oft in ihren Wandzeichnungen. In solchen Arbeiten löst sich die Zeichnung gleichsam aus der Fläche und geht fast unmerklich ins Dreidimensionale über: ein für Zilla Leutenegger typischer Kunstgriff.
Als Künstlerin ist Zilla Leutenegger vor allem Zeichnerin. Wie aber eine Zeichnung im Aussenraum anbringen, damit sie der Witterung standhält? Die Lösung war das Sgraffito. Solche Sgraffiti sind seit je Teil des Ortsbildes. Überall an den alten Häusern sind Beispiele zu sehen, immer perfekt gemachte, ornamentale Verzierungen als traditioneller Fassadenschmuck. Zilla Leuteneggers Sgraffito indes hat etwas Kindlich-Verspieltes, leichtherzig Unbekümmertes. Der Strich mutet ungelenk an und weist einen handwerklichen Duktus auf. Das Ganze erinnert an eine Skizze.
Zilla Leutenegger liebt Treppen. Der Raum darunter ist für die Künstlerin eine Art Leerstelle und architektonische Lücke, wo Stauraum ist für alles Mögliche – auch für die Imagination. So kommen Treppen immer wieder vor in ihrem Werk. Für eine Ausstellung in Madrid hat sie einmal eine Installation mit einer Wendeltreppe gebaut, die in einen unsichtbaren Raum führte, indem sie am oberen Ende einfach abbrach.
Hier ist nun die Wendeltreppe selbst imaginär, während der umliegende Raum real ist. Was sich nun aber unter der Treppe verbirgt, ist ihr Atelierraum: der Un-Ort, an dem sich Zilla Leutenegger gerne in ihre künstlerischen Vorstellungswelten zurückzieht.
Auch die in den Putz geritzten Linien, die einen Gartenstuhl neben der Ateliertür zeigen, sind etwas verwackelt. Und doch wirkt die illusorische Sitzgelegenheit so, als könnte man sie gleich benutzen. Fehlt nur noch die Katze, die sich darauf zusammenrollt für ein Mittagsschläfchen. Auch solche Katzen gibt es in Zilla Leuteneggers Werk: ausgestanzte Pappfiguren. Und man weiss oft nicht genau, wenn man sie im Augenwinkel erhascht, ob sie nicht doch lebendig sind.
Die Kaminfeger von Soazza
Dieser Stuhl wird nun für alle Ewigkeit dort stehen. Zilla Leuteneggers Sgraffito wird Wind und Wetter standhalten. Es ist auf Dauer angelegt. Das gefällt auch der Dorfgemeinschaft. Die wünschte sich nämlich, dass etwas von dem Kunstfestival bleibt. Sonst nämlich wird alles an Kunstwerken im Dorf Mitte September, wenn Arte Soazza zu Ende geht, wieder abgebaut und verschwindet spurlos.
So auch der rote Pullover vor der Kirche. Zur Eröffnung von Arte Soazza am 15. Juni hat dort Roman Signer seine jüngste Kunstaktion durchgeführt. Er nahm dabei Bezug auf den roten Mantel des heiligen Martins, nach dem die Kirche San Martino benannt ist. An einer Seilanlage liess Signer einen Pullover aus der ersten Etage des Glockenturms hinuntergleiten, wo er von einer Holzkonstruktion vor der Kirche aufgefangen wurde. Dort prangt er nun in leuchtendem Rot.
Kunst, wo man sie nicht unbedingt erwartet: Roman Signers «Roter Pullover» (links) und Asi Föckers «Sonnenparcours» (rechts).
Der heilige Martin ist der Schutzpatron der Armen und der Reisenden. Der Legende nach soll er ein Stück seines Soldatenmantels mit dem Schwert abgetrennt und einem frierenden Bedürftigen gegeben haben. So zeigt ihn auch das Ortswappen: auf schwarzem Pferd, den roten Mantel mit dem Bettler teilend. Seitdem gilt der halbe Mantel als Zeichen christlicher Barmherzigkeit.
Dass jetzt der heute 87-jährige Roman Signer seine Kunst mit den Besuchern von Arte Soazza teilt, ist eine glückliche Fügung. Der Doyen und Altmeister der Schweizer Gegenwartskunst, dem zurzeit im Kunsthaus Zürich eine Retrospektive ausgerichtet wird, gibt dem Kunstereignis in Soazza Gewicht.
Aber auch die anderen Teilnehmer, neben Roman Signer, Zilla Leutenegger und Bob Gramsma sind es weitere sieben, sind keine völlig Unbekannten. Gleich neben Zilla Leuteneggers Atelier hat der Schweizer Peter Conradin Zumthor schwarze Kaminbesen in die Fassadennischen des Gemeindehauses gesetzt. Sie erinnern an die Kaminfeger aus Soazza.
Der Berufsstand der Schornsteinfeger und der Feuerwehr – darauf war man hier stolz. Jedes Bündner Dorf hatte einst seine Spezialität, die exportiert wurde, um Geld zu verdienen. Da waren etwa die Zuckerbäcker vom Bergell. Und in Soazza eben die Schornsteinfeger. Sie nahmen ihre Söhne gleich mit nach Italien. Die Jünglinge waren noch schmal genug, um sie den Kamin runterzulassen. Das Handwerk jedenfalls bot den aus dem armen Misox emigrierten Spazzacamini ein Einkommen.
Ein ganz junger Kunstschaffender ist jetzt auch in Soazza dabei. Jonathan Steiger (geb. 1997) befasst sich in seinem Video mit der sogenannten Tessinerpalme auf historischen Postkarten sowie neuen Filmaufnahmen: als Symbol exotischer Phantasien nämlich, wie man sie mit dem Tessin verbindet.
Bergtäler für Kunst
Für die gute Durchmischung der Kunstschaffenden zeichnet der Churer Galerist und erfahrene Ausstellungsmacher Luciano Fasciati verantwortlich. Er hat schon einmal ein abgelegenes Bergtal zu einem Ort der zeitgenössischen Kunst gemacht. Im Bergell hat er im Hotel Bregaglia, im Palazzo Castelmur und an der Staumauer Albigna wiederholt Ausstellungen organisiert sowie die Biennale Bregaglia mitinitiiert. Nun ist er dabei, zusammen mit Zilla Leutenegger Soazza und das Misox zum Wallfahrtsort der Gegenwartskunst zu machen.
Fasciati, der in seiner Galerie auch Roman Signer vertritt, machte diesen zuerst auf die alten Eisenbahntrassees aufmerksam. Es hätte Singer, den Künstler der Bewegung und Beschleunigung, ja vielleicht interessieren können, meint Fasciati im Gespräch. Soazza war nämlich einmal per Zug erreichbar. Die Schmalspurbahn wurde aber in den sechziger Jahren eingestellt. Am Dorfrand ist noch der alte Viadukt zu sehen, auf dem nun das Gras spriesst.
Der Churer Galerist und Kurator Luciano Fasciati hat auch schon andere Bergtäler zu Kunstorten gemacht (oben); jetzt wird diesen Sommer das Misox mit Gegenwartskunst belebt: Im zweitältesten Haus des Dorfes (unten Mitte) hat die Keramikerin Helga Ritsch ihr Atelier.
Heute kommt man mit dem Postauto von Bellinzona. Oder mit dem Auto, wenn man nicht an Soazza auf der Autobahn Richtung Süden vorbeibraust. Jedenfalls stellt der Event diesen Sommer einen guten Grund dar, nach dem San-Bernardino-Pass die silberne Autobahn-Schlange, die sich Richtung Bellinzona das Tal hinunterwindet, erst einmal für einen kunstsinnigen Abstecher zu verlassen.
Arte Soazza: Der Ausstellungsparcours, der sich über das ganze Dorf verteilt und teilweise auch Stationen in Innenräumen aufweist, ist bis zum 14. September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenlos. An ausgewählten Wochenenden findet ein Rahmenprogramm mit Kunst- und Dorfführungen statt. Weitere Informationen, Anmeldungen und Tickets für die Veranstaltungen unter www.artesoazza.ch. Der Info-Point zum Kunstereignis in Soazza befindet sich bei der Postauto-Haltestelle vor dem Centro Culturale. Parkplätze und Toiletten sind vorhanden. Von Bellinzona fährt regelmässig ein Postauto nach Soazza.