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Startseite » Mit Black Hawks und Sandsäcken gegen die Überschwemmungen
Welt

Mit Black Hawks und Sandsäcken gegen die Überschwemmungen

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 17, 2024
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Mit Black Hawks und Sandsäcken gegen die Überschwemmungen

Bilder : Florian Sulzer

Im österreichischen Katastrophengebiet hoffen die Menschen, dass das Schlimmste überstanden ist. Von Entspannung ist vor Ort aber wenig zu spüren. Dafür werden die Schäden sichtbar.

Fürs Erste ist Hadersdorf der Katastrophe entgangen. Doch der Black Hawk am Himmel zeigt, dass die Lage hochgefährlich bleibt: Der Transporthelikopter fliegt von einem nahe gelegenen Feld zum Damm am Gschinzbach und legt dort Sandsäcke ab. Feuerwehrleute hängen die tausend Kilo schweren «Big Packs» an ein Seil, einen nach dem anderen, hin und zurück geht es in rund drei Minuten.

Am Vortag waren die Wassermassen des sonst idyllischen Flüsschens so gross geworden, dass der Damm zu bersten drohte. Um das zu verhindern, verlegte das Bundesheer seinen modernsten Helikopter in die tiefe niederösterreichische Provinz. Mit dem Lastwagen wäre die Nothilfe nicht mehr möglich gewesen, weil der Boden rund um den Damm zu stark aufgeweicht ist. Und es regnet weiter in Strömen.

Der gefährdete Stausee

Im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Hadersdorf laufen die Fäden für den Einsatz zusammen. An langen Tischen sitzen Soldaten des Bundesheers, Feuerwehrleute und Helfer über Krautfleckerln und Reis mit Curry. Es ist stickig und riecht nach Petroleum, das im Raum nebenan für das Wärmen der Speisen verwendet wird. Auch Tee, Kaffee und Desserts bietet das entlang den Wänden aufgebaute Buffet.

Der Bürgermeister der Gemeinde mit rund 2000 Einwohnern, Heinrich Becker, ist seit Mittwoch hauptsächlich hier. In der Nacht auf Montag hat er immerhin anderthalb Stunden geschlafen, mehr als die Nächte zuvor. Solange die Anspannung anhalte, sei die Müdigkeit kein Problem, sagt der 57-Jährige. Er spüre sie aber, wenn es etwas ruhiger werde oder er von draussen hinein in die Wärme komme. Aber dann erhalte er wieder eine Meldung, dass ein Damm zu brechen drohe. «Und zack, ist man wieder da.»

Hadersdorf gehört zu den ersten Gemeinden, die am Samstag zum Katastrophengebiet erklärt worden sind. Es liegt am Kamp, in den wegen des drohenden Überlaufs des Ottensteiner Stausees kontrolliert Wasser abgelassen werden musste, obwohl auch dieser Fluss schon angeschwollen war.

Neben dem Kamp durchfliessen mehrere Nebenbäche wie der Gschinzbach die Gemeinde. Der Gefahr von Überschwemmungen ist man sich hier deshalb bewusst – vor allem, seit Hadersdorf 2002 von einem Jahrhunderthochwasser getroffen wurde. Knapp 90 Prozent des Orts seien unter Wasser gestanden, erinnert sich Becker, der damals als stellvertretender Kommandant der Feuerwehr im Einsatz war. Heute sind vor allem zwei Siedlungsbereiche schwer betroffen, 180 Haushalte mussten evakuiert werden.

Es sei viel in baulichen Hochwasserschutz und die Prävention investiert worden, sagt der Bürgermeister. «Natürlich haben alle Angst. Aber die Menschen sind besser vorbereitet und wissen, was wann zu tun ist.» Die Situation sei deshalb nicht vergleichbar mit 2002. Dramatisch sei es aber für diejenigen, die zum zweiten Mal getroffen würden. «Da braucht man schon Humor.»

Am Hauptplatz sind viele Türen mit Brettern oder Sandsäcken verstärkt, obwohl hier keine akute Gefahr herrscht. Das «Esslokal» ist wie die meisten kleinen Geschäfte geschlossen. Barbara Huber betreibt das Restaurant seit 2019. «Zuerst kam Corona, und jetzt das.» Die Ungewissheit, ob die Gefahr schon vorüber ist, sei schwierig, sagt die Wirtin. Mit ihrem Mann und den beiden Töchtern wohnt sie deshalb derzeit im Betrieb. «Wenn das Wasser kommt, müssen wir den Keller räumen.» Im Fernsehen über einer Theke läuft «Puls 24», ein Nachrichtensender, der gerade über die Dammverstärkung mit dem Black-Hawk-Helikopter knapp einen Kilometer entfernt berichtet.

Mia und Susi Huber haben inzwischen bunte Regenkleidung und Gummistiefel angezogen und gehen nach draussen, wo die Niederschläge wieder stärker geworden sind. «Super», finden sie, dass sie derzeit nicht zur Schule müssen. Aber als die beiden Mädchen am Samstag auch auf ihren Handys die Meldung des Zivilschutzamts erhalten hätten, dass Hadersdorf Katastrophengebiet sei, seien sie schon erschrocken, erzählt Huber. Für die 44-Jährige ist klar, dass die Situation auf den Klimawandel zurückgeht. Alle müssten beginnen, das zu bedenken.

Eine überflutete Kleinstadt

In Stockerau, knapp 40 Kilometer östlich, hielt der Damm nicht. Am Wochenende brach der stark angeschwollene Senningbach durch und überflutete die Innenstadt. Hunderte von Helfern arbeiteten die ganze Nacht durch, in einem nahen Dorf kam eine Person ums Leben. Am Montag ist von der Katastrophe nur noch wenig zu sehen: Die Strassen sind vom Schlamm gereinigt, nur die Schrebergärten stehen noch unter Wasser.

Doch die Schäden sind immens. Unter einem Holztor sprudelt eine trübe Flüssigkeit aus einer Pumpe. Dahinter steht der halbe Hof unter Wasser. Um die Arbeit zu beschleunigen, installiert Roland Gschaider gerade eine zweite Pumpe. «Leider sind mein Wohnhaus und mein Geschäft gestern abgesoffen», sagt der 55-Jährige. Hinter den Fenstern ist nasses Parkett erkennbar, im Hof stehen Autos von Kunden eines eingemieteten Lackierbetriebs radtief im Wasser.

Die ganze Nacht hat Gschaider Sandsäcke aufgetürmt, mehr als 10 000 von ihnen hat die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Er tat es in Gummistiefeln, ohne Socken. Jetzt sind seine Füsse blutig. Für ihn kam die Hilfe der Behörden zu langsam. Er verstehe ja, dass die Feuerwehr zuerst einen Damm auf der anderen Strassenseite zum Schutz der Kläranlage gebaut habe. «Aber ich weiss nicht, warum sie nicht ein paar Sandsäcke vor mein Tor legen konnten. Das wäre so schnell gegangen.»

Der Verlust des Stockerauers ist gross, und seine Perspektiven sind ungewiss: Die Versicherung will nur 4000 Euro zahlen, einen Bruchteil der nun anfallenden Kosten. Sie sage, er hätte eine eigene Police für Katastrophenfälle abschliessen müssen. «Jene gegen Wasser- und Unwetterschäden reiche nicht.» Entschädigung könnte er zwar über den Katastrophenfonds erhalten, den die Regierung in Wien mit 300 Millionen Euro dotiert hat. Doch Gschaider befürchtet, so nur einen Teil decken zu können.

Die Sandsäcke, die er aufgestapelt hat, liegen nun auf der leeren Strasse. Dass das Wasser noch einmal kommt, glaubt und hofft er nicht. Doch sicher kann er sich nicht sein, wie alle hier.

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