Close Menu
Meilleur en Suisse
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Im Trend
Für einen Cameo-Auftritt kam das WM-Fieber nach Chicago, aber wir sind außen vor und schauen hinein

Für einen Cameo-Auftritt kam das WM-Fieber nach Chicago, aber wir sind außen vor und schauen hinein

Juni 7, 2026
Mindestens zwei Tote und 22 Verwundete im Libanon, während der Iran-Krieg seinen 100. Tag erreicht

Mindestens zwei Tote und 22 Verwundete im Libanon, während der Iran-Krieg seinen 100. Tag erreicht

Juni 7, 2026
In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

Juni 7, 2026
Facebook X (Twitter) Instagram
Trendthemen:
  • Feuilleton
  • Gesellschaft
  • Mobilität
  • Panorama
  • Pressemitteilung
  • Scheinwerfer
  • Gaza-Krieg
Login
Facebook X (Twitter) Instagram
Sonntag, Juni 7
Meilleur en Suisse
Abonnieren Verbinden
  • Finanzen
  • Panorama
  • Reisen
  • Scheinwerfer
  • Schweiz
  • Sport
  • Technologie
  • Welt
  • Wirtschaft
  • Wissenschaft
  • Zürich
Meilleur en Suisse
Startseite » Weg mit Biden? Der Blick in die Geschichte zeigt, wie riskant ein später Kandidatenwechsel für die Partei von Joe Biden ist
Welt

Weg mit Biden? Der Blick in die Geschichte zeigt, wie riskant ein später Kandidatenwechsel für die Partei von Joe Biden ist

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 9, 2024
Share Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Telegram Email WhatsApp Copy Link
Weg mit Biden? Der Blick in die Geschichte zeigt, wie riskant ein später Kandidatenwechsel für die Partei von Joe Biden ist

Es ist nicht das erste Annus horribilis der Demokraten.

Viele politische Beobachter empfanden es als den sprichwörtlichen Blitz aus heiterem Himmel: Am Abend des 31. März 1968 hatte Präsident Lyndon B. Johnson eine Fernsehansprache, in der es um den Krieg in Vietnam ging und in der er Friedensgespräche ankündigte, fast beiläufig mit den Worten beendet: «Ich werde mich nicht um die Nominierung meiner Partei für eine weitere Amtszeit als Ihr Präsident bemühen und werde diese auch nicht annehmen.»

Der demokratische Präsident, dessen Umfragewerte erschreckend niedrig waren, hatte die Konsequenzen gezogen, und die seiner Partei nahestehende «Washington Post» war voll des Lobes. Er habe «ein persönliches Opfer für die nationale Einheit erbracht».

Das Chaos, in das die Entscheidung Johnsons die Demokratische Partei in jenem von politischer Gewalt erschütterten Epochenjahr stürzte, wird derzeit in der Debatte um die Amtsfähigkeit von Präsident Joe Biden und die Frage, ob es möglich und sinnvoll sei, den Sieger in allen Vorwahlen noch gegen einen anderen Kandidaten auszutauschen, gern als historische Analogie angeführt. Allerdings stossen die Parallelen an Grenzen.

LBJ verzichtet, Bobby Kennedy wird ermordet

Lyndon B. Johnson – «LBJ» genannt – zeigte keinerlei für die Öffentlichkeit erkennbaren kognitiven Einschränkungen; der Texaner war schlicht amtsmüde. Vor allem die Auseinandersetzung im Zusammenhang des immer weiter eskalierenden Vietnamkriegs hatte Johnson zermürbt. Wenige Wochen zuvor hatte die kommunistische Tet-Offensive die optimistischen Prognosen des amerikanischen Militärs ad absurdum geführt.

Ein noch bedeutenderer Unterschied zu 2024: Der Verzicht des Präsidenten geschah zu einem frühen Zeitpunkt in einem Wahljahr. Eine einzige der damals wesentlich geringeren Zahl von Vorwahlen hatte bis zu jenem Zeitpunkt stattgefunden. In New Hampshire hatte Johnson mit einem Stimmenanteil von 49 Prozent unerwartet schlecht gegen den Anti-Kriegs-Kandidaten Eugene McCarthy, einen Kongressabgeordneten aus Minnesota, abgeschnitten, der auf 42 Prozent gekommen war. Wenige Tage nach dieser ersten Vorwahl erklärte Johnsons Nemesis Robert F. Kennedy – Bruder des 1963 ermordeten Präsidenten und Vater des heutigen unabhängigen Präsidentschaftskandidaten gleichen Namens – seine Kandidatur. Das brachte für LBJ das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen.

Panische Kandidatensuche

In der Demokratischen Partei kam es nun zu einer Dichotomie der zunächst fast panikhaften Kandidatenfindung. Auf der einen Seite nahm der inzwischen in die amerikanischen Politfolklore eingegangene «Wahlkampf der einhundert Tage» seinen Lauf – definiert durch die Zeitspanne, die Robert F. Kennedy seit Bekanntgabe seiner Kandidatur verblieben. Die Szenen jenes Frühsommers lösen heute bei vielen Amerikanern Nostalgie aus: ein junger Kandidat, der weite Bevölkerungsschichten begeisterte – vor allem junge Wähler, Frauen und Minderheiten – und der in den Stationen seines Wahlkampfes fast wie ein Messias gefeiert wurde. Der 42-Jährige schien für ein anderes, ein mitfühlendes, ein sozial gerechtes Amerika zu stehen. Die Vision ging in der dieses Jahr 1968 so kennzeichnenden Gewalt unter: Kennedy fiel in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni den Kugeln eines Attentäters zum Opfer. Genau zwei Monate zuvor war Martin Luther King ermordet worden.

Auf der anderen Seite buhlte der blasse Vizepräsident Hubert Humphrey um die Gunst des Establishments. Ob Kennedy auf dem Parteitag in Chicago – hätte er ihn erleben dürfen – eine Chance gegen Humphrey gehabt hätte, ist ungewiss. Der Vizepräsident, der keinen Vorwahlkampf führte, hatte bereits 561 Delegiertenstimmen sicher im Vergleich zu 393 für Kennedy und 258 für McCarthy. Auch wenn heute anders als 1968 in allen Gliedstaaten und US-Territorien Vorwahlen stattfinden, bleibt bei den Demokraten der Einfluss der Partei-Granden gross. Heute heissen sie «Superdelegierte». 2016 hatte Hillary Clinton diese mehrheitlich auf ihrer Seite, was ihr im parteiinternen Ringen mit Senator Bernie Sanders von Anfang an einen Vorsprung einbrachte.

Tränengas und Knüppel

1968 hielten die Demokraten einen Parteitag ab, der selbst überzeugte Stammwähler schockierte. In den Strassen Chicagos hatten sich Tausende von Demonstranten versammelt, die vor allem gegen den Vietnamkrieg protestieren wollten. Die Polizei, für die letztlich der in der Demokratischen Partei höchst einflussreiche Bürgermeister von Chicago, Richard Daley, verantwortlich war, ging mit äusserster Brutalität gegen die «Hippies» und andere Vertreter der Gegenkultur vor. Junge Leute wurden vor laufender Kamera mit Knüppeln zusammengeschlagen, wiederholt wurde der Parteitag unterbrochen; im Gebäude soll das auf den Strassen eingesetzte Tränengas zu riechen gewesen sein. Wenig begeistert nominierten die geschockten Delegierten Hubert Humphrey zu ihrem Präsidentschaftskandidaten. Im November lag er in der Gesamtzahl der Stimmen nur knapp hinter dem Republikaner Richard Nixon, die Niederlage der Demokraten fiel mit 191 Elektorenstimmen gegenüber 301 für Nixon deutlich aus.

Möglicherweise liegt für viele Demokraten hier die wichtigste Mahnung, die 1968 für 2024 bereithält: Bei einer plötzlich notwendigen Kandidatensuche sich auf eine bekannte, aber auch wenig inspirierende bisherige Nummer zwei zu verlassen, kann in die Niederlage führen. Es fällt auf, dass in den letzten Tagen selbst die sonst Kamala Harris sehr gewogene «Washington Post» gehäuft Leserbriefe ebenso wie Leitartikel druckt, in denen der Austausch nicht des Präsidentschaftskandidaten, sondern der zweiten Person auf dem «Ticket» gefordert wird. Zu schwach wirkt selbst auf eingefleischte Demokraten die Leistung der bisherigen Vizepräsidentin, deren Stehvermögen im Wahlkampf von 2020, als sie selbst für die Präsidentschaft kandidierte, wenig Mut zu machen scheint: Zunächst eine Rivalin von Joe Biden, warf sie das Handtuch, noch bevor die erste Vorwahl stattgefunden hatte.

Psychisch kranker Vizepräsidentschaftskandidat

Der Austausch des oder der «running mate» ist ein vergleichsweise einfacher Schritt. Diese Wahl obliegt allein dem Kandidaten selbst. Früher hat verschiedentlich der Wahlparteitag die Entscheidung getroffen wie 1944, als die Delegierten mit Harry Truman den bald mit dem Tod von Franklin D. Roosevelt ins Weisse Haus einziehenden Vizepräsidentschaftskandidaten bestimmten. Ein bekanntes Beispiel für einen solchen Wechsel sogar nach einer «convention» ist die Entscheidung des Kandidaten der Demokraten im Jahr 1972, George McGovern.

Es wurde bekannt, dass McGoverns Kandidat für die Vizepräsidentschaft, Senator Thomas Eagleton, sich mehrfach in stationärer psychiatrischer Behandlung befunden und dabei auch Elektroschocktherapie erhalten hatte – in den Augen vieler Amerikaner nicht gerade eine Empfehlung für einen Mann, der im Falle eines Wahlsieges den sprichwörtlichen «einen Herzschlag» vom Präsidenten entfernt war. McGovern erklärte, er stehe «1000-prozentig» hinter Eagleton. Doch dann wurde Eagleton fallengelassen und durch Sargent Shriver, ein angeheiratetes Mitglied des Kennedy-Clans ersetzt – was am Wahlausgang, einer demütigenden Niederlage, bei der McGovern nur Massachusetts und die Hauptstadt Washington gewinnen konnte, wenig änderte.

Ein Kompromisskandidat verliert

In der derzeitigen Debatte wird davon gesprochen, dass der Parteitag der Demokraten im August möglicherweise wieder zur Versammlung wird, bei der nicht von vornherein feststeht, wer Präsidentschaftskandidat ist, und es zu einer oder mehreren Abstimmungen kommt. Solche Parteitage sind im Zeitalter der wohlorchestrierten Politshows Reminiszenz.

Freilich darf es mit der Wahlfreudigkeit nicht übertrieben werden, wie ein Jubiläum aufzeigt. Vor genau einhundert Jahren bot die Demokratische Partei der Nation das Schauspiel eines Rekord-Wahlparteitages: Mehr als zwei Wochen rang man 1924 um eine Entscheidung; eine Zeit, in der manchen Delegierten das Geld für die Hotelkosten in New York City ausging. Erst nach 103 Wahlgängen hatte die Partei in John W. Davis einen Kompromisskandidaten, dessen Vita lediglich zwei Jahre als Kongressabgeordneter und eine vergleichbar lange Amtsdauer als amerikanischer Botschafter in Grossbritannien aufwies. Mit einem Stimmenanteil von knapp 29 Prozent unterlag Davis dem amtierenden Vizepräsidenten Calvin Coolidge.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte amerikanischer Präsidentschaftswahlen: Mit Notlösungen hat die Demokratische Partei einfach kein Glück.

Weiter Lesen

In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

Warum werden die Wahlen in Armenien im Ausland so aufmerksam beobachtet? | Wahlnachrichten

Warum werden die Wahlen in Armenien im Ausland so aufmerksam beobachtet? | Wahlnachrichten

Nach Angaben der USA wurden iranische Radaranlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm getroffen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Nach Angaben der USA wurden iranische Radaranlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm getroffen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Selenskyj: Putin entscheidet sich für Krieg, indem er Angebot für persönliche Gespräche ablehnt | Russland-Ukraine-Krieg

Selenskyj: Putin entscheidet sich für Krieg, indem er Angebot für persönliche Gespräche ablehnt | Russland-Ukraine-Krieg

Diskussionsthemen zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Halbzeitshow im NFL-Stil, Trikots und mehr | Nachrichten zur Weltmeisterschaft 2026

Diskussionsthemen zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Halbzeitshow im NFL-Stil, Trikots und mehr | Nachrichten zur Weltmeisterschaft 2026

Warum investieren die USA so sehr in die Wahlen in Kolumbien? | Donald Trump

Warum investieren die USA so sehr in die Wahlen in Kolumbien? | Donald Trump

Redakteurfavoriten

Mindestens zwei Tote und 22 Verwundete im Libanon, während der Iran-Krieg seinen 100. Tag erreicht

Mindestens zwei Tote und 22 Verwundete im Libanon, während der Iran-Krieg seinen 100. Tag erreicht

Juni 7, 2026
In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

In Zahlen: 100 Tage amerikanisch-israelischer Krieg gegen den Iran | US-israelischer Krieg gegen den Iran Nachrichten

Juni 7, 2026
Pochettino sagt, USMNT sei trotz der 1:2-Niederlage gegen Deutschland für die Weltmeisterschaft bereit

Pochettino sagt, USMNT sei trotz der 1:2-Niederlage gegen Deutschland für die Weltmeisterschaft bereit

Juni 7, 2026
Warum werden die Wahlen in Armenien im Ausland so aufmerksam beobachtet? | Wahlnachrichten

Warum werden die Wahlen in Armenien im Ausland so aufmerksam beobachtet? | Wahlnachrichten

Juni 6, 2026
82. Jahrestag des D-Day in Frankreich gefeiert

82. Jahrestag des D-Day in Frankreich gefeiert

Juni 6, 2026

Neueste Nachrichten

Nach Angaben der USA wurden iranische Radaranlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm getroffen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Nach Angaben der USA wurden iranische Radaranlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm getroffen | US-israelischer Krieg gegen Iran

Juni 6, 2026
Von der Leyen warnte vor China. Europa hat nicht zugehört. Wird es jetzt?

Von der Leyen warnte vor China. Europa hat nicht zugehört. Wird es jetzt?

Juni 6, 2026
Lennart Karl fällt verletzungsbedingt aus dem deutschen WM-Kader und wird durch Assan Ouedraogo ersetzt

Lennart Karl fällt verletzungsbedingt aus dem deutschen WM-Kader und wird durch Assan Ouedraogo ersetzt

Juni 6, 2026
Facebook X (Twitter) Pinterest TikTok Instagram
© 2026 Meilleur en Suisse. Alle Rechte vorbehalten.
  • Datenschutzrichtlinie
  • Nutzungsbedingungen
  • Kontakt

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.

Sign In or Register

Welcome Back!

Login to your account below.

Lost password?