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Startseite » Am Karfreitag 2010 gerieten deutsche Soldaten in einen Hinterhalt der Taliban. Jetzt zeichnet ein Bundeswehroffizier die Ereignisse nach
Feuilleton

Am Karfreitag 2010 gerieten deutsche Soldaten in einen Hinterhalt der Taliban. Jetzt zeichnet ein Bundeswehroffizier die Ereignisse nach

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 22, 2025
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Am Karfreitag 2010 gerieten deutsche Soldaten in einen Hinterhalt der Taliban. Jetzt zeichnet ein Bundeswehroffizier die Ereignisse nach

2. April 2010: Bei Kunduz in Afghanistan findet das folgenreichste Gefecht in der Geschichte der Bundeswehr statt. Wolf Gregis hat die Ereignisse rekonstruiert – anhand von Gesprächen, Bildern und Videos.

Am 2. April 2010 gerieten Soldaten der deutschen Bundeswehr in Afghanistan nahe der Ortschaft Isa Khel in einen Hinterhalt der Taliban. Im Verlauf eines mehrstündigen Feuergefechts fielen drei deutsche Soldaten, acht wurden teilweise schwer verletzt. Amerikanische Helikopter flogen die Verwundeten in einer dramatischen Rettungsaktion aus. Eine am Abend aus dem nahe gelegenen Feldlager Kunduz als Verstärkung anmarschierende Einheit erschoss irrtümlich sechs verbündete afghanische Soldaten. Die Verluste aufseiten der Taliban und der örtlichen Bevölkerung sind nicht bekannt.

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In der Ukraine sind derartige Kampfhandlungen heute trauriger Alltag. Doch das «Karfreitagsgefecht» bildet eine Wegmarke in einem zähen und bis heute nicht abgeschlossenen Prozess der Selbstvergewisserung der deutschen Politik und Gesellschaft bezüglich ihrer Haltung zum Krieg als Mittel der Politik. Lange konnte nicht sein, was nicht sein durfte. Bis zu dem Tag, an dem 2010 die Särge der drei Soldaten heimgeflogen wurden.

Die Erinnerung an das Gefecht ist jedes Jahr die wichtigste Veranstaltung der organisierten Veteranen. Sie gedenken dabei nicht nur der Opfer, sondern fordern auch mehr gesellschaftliche Anerkennung für die Soldaten und Soldatinnen der Auslandseinsätze.

Die letzte Wahrheit

Der Gymnasiallehrer und Reserveoffizier Wolf Gregis – bei dem Namen handelt es sich um ein Pseudonym – hat nun, fünfzehn Jahre später, ein Buch vorgelegt, in dem er das Gefecht aus der Perspektive der Soldaten schildert. Als Aktivist der Veteranenszene, der selbst in Afghanistan gedient hat, baut er seine Geschichte auf Interviews mit Teilnehmern auf. Dienstliches Schriftgut, das die Grundlage militärgeschichtlicher Studien bildet, konnte er aufgrund der Archivschutzfristen nicht einsehen.

Die Darstellungsform, für die er sich entschlossen hat, ist auf dem deutschsprachigen Buchmarkt selten: Er tritt als auktorialer Erzähler auf, der die Beteiligten in überlieferten oder fiktiven Dialogen und inneren Monologen zu Wort kommen lässt. So räsoniert etwa der lokale Taliban-Führer Shirin Agah: «Sollten sie ruhig kommen. Isa Khel war ihre Festung, sie würden vorbereitet sein.»

Im Grossen und Ganzen funktioniert dieses erzählerische Experiment. Hier und da kippt der Duktus ins Triviale. Einen der Soldaten charakterisiert Gregis als «Fallschirmjäger durch und durch. Hart zu sich, hart zu anderen, hart zur Welt.» Das Buch endet mit einem an Groschenromane erinnernden Ausblick: «Sicher ist: Die letzte Wahrheit liegt im Staub von Isa Khel.» Da muss man als Leser durch, wenn man zu den Qualitäten des Textes vorstossen will.

Der eigentliche Auftrag

Was lernt man in dem Buch über den Krieg in Afghanistan? Zunächst einmal wenig über die Verhältnisse und Entscheidungen oberhalb der bei Isa Khel eingesetzten Ebenen von Zug und Kompanie. Wo Gregis den Ausblick oberhalb dieser Ebene unternimmt, spürt man die gläserne Decke. Hier werden die Zeitzeugen schmallippig. Umso erstaunlicher ist es, dass Gregis dann mit einer neuen Erklärung für den eigentlichen Anlass des Gefechts aufwartet.

Bisher war die offizielle Lesart, dass die Bundeswehreinheit eine reguläre Minenräumaktion überwachen sollte. Aus Erzählungen will der Autor nun erfahren haben, dass diese Minenräumaktion Teil eines geplanten, dann aber abgebrochenen Einsatzes von Spezialkräften zur Festnahme des Taliban-Führers Shirin Agah gewesen sei. Man habe es nur versäumt, die Minenräumung rechtzeitig wieder abzusagen. Für die militärgeschichtliche Forschung ist das ein durchaus pikantes Detail. Ob sich allerdings alles tatsächlich so ereignet hat, lässt sich aufgrund der mangelnden Belege schwer sagen.

Die Stärke des Buches liegt in der Sachkenntnis, über die der Autor in handwerklichen Belangen verfügt. Die körperlichen und mentalen Voraussetzungen, um im Gefecht zu bestehen, der Wert der Ausbildung und der Ausrüstung, die Funktionsweise der Waffen – all das vermag Gregis einem breiten Publikum sehr anschaulich zu vermitteln. Gerade weil er militärisch gut informiert ist, überrascht die wenig hilfreiche Lageskizze auf dem hinteren Umschlag.

Der Autor arbeitet kenntnisreich die Irrtümer und Fehler heraus, die im chaotischen Verlauf eines Kampfes geschehen. Unter extremen Bedingungen müssen die Soldaten Entscheidungen treffen. Brutal und einfühlsam gleichermassen geschildert sind die Momente des Tötens, der Erschöpfung und des Zusammenbruchs, der Verwundung und der Agonie.

Die Krise der Krieger

Die brisante Nebenhandlung der Geschichte aber ist die von Gregis herausgearbeitete Krise der selbsternannten «Krieger». Dazu muss man wissen: Kampftruppen leben seit je von Abgrenzungen innerhalb der eigenen Organisation: Fallschirmjäger gegen Panzergrenadiere, 1. Kompanie gegen 2. Kompanie, wir gegen die. Diese Konkurrenz wird gelebt im direkten Wettbewerb, anhand von Abzeichen und Auszeichnungen, zündenden Ansprachen der Vorgesetzten, kleinen Spässen beim Antreten und abschätzigen Blicken in der Kantine.

In der Welt der Ausbildung und des Normalbetriebes lässt sich durch die solcherart gepflegte Konkurrenz eine Leistungsmotivation herausholen. In der Welt von Isa Khel – diesen Eindruck hinterlässt die Lektüre – ist aus dieser kompetitiven Grundeinstellung möglicherweise ein realer Mangel an Wertschätzung erwachsen, der taktische Folgen hatte.

«Feindberührung, das war die Währung, in der bei der Infanterie gezahlt wurde», schreibt Gregis. Und meint damit: Im Wettbewerb um dieses symbolische Kapital habe die Truppe vor Ort vielleicht zu sehr den Kampf gesucht. Der Autor belässt es beim Hinweis, deutet aber eine fehlende interne Aufarbeitung der Ereignisse an. Das wäre freilich fatal. Es hiesse, dass die eigentliche Niederlage von Isa Khel nicht im Kampf mit den Taliban, sondern im Umgang der Truppe unter sich zu suchen wäre.

Wolf Gregis: Das Karfreitagsgefecht. Deutsche Soldaten im Feuer der Taliban. Econ-Verlag, Berlin 2025, 302 S., Fr. 38.90.

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