Pendler und Reisende in Berlin waren am Freitag mit Staus und Verzögerungen konfrontiert, da Landwirte wichtige Zufahrtsstraßen zur Ringautobahn der Stadt blockierten.
Ab dem frühen Freitagmorgen rollten Dutzende Traktoren auf mehrere Zubringerstraßen entlang der Berliner Ringautobahn A10, um gegen das Mercosur-Abkommen der Europäischen Union mit mehreren lateinamerikanischen Ländern zu protestieren.
Angeführt wird die Aktion von ortsansässigen Landwirten, die argumentieren, dass die Vereinbarung ihre Lebensgrundlage bedroht. Nach Angaben der Veranstalter sind rund 40 Traktoren beteiligt.
Zunächst sollten zehn Zufahrtsstraßen gesperrt werden, derzeit sind jedoch nur fünf davon betroffen. Aufgrund von Verzögerungen bei der Umsetzung des Handelsabkommens fällt der Protest kleiner aus als ursprünglich geplant.
Die Blockaden werden voraussichtlich bis zum späten Nachmittag andauern, mit Störungen zwischen 7 und 18 Uhr ist zu rechnen.
Wie werden Autofahrer von der Protestaktion betroffen sein?
Autofahrer, die den Berliner Ring nutzen, sollten sich auf Verzögerungen und mögliche Umwege einstellen. Betroffen sind folgende Auffahrten zur A10 (die Ausfahrten bleiben voraussichtlich geöffnet):
- Potsdam Nord (Richtung Autobahnkreuz Havelland und Werder)
- Oberkrämer (Richtung Havellandkreuz und Richtung Süden)
- Mühlenbeck (Richtung Norden und Süden)
- Berlin Marzahn (Richtung Norden und Süden)
- Erkner (Richtung Norden)
Die Behörden empfehlen, diese Bereiche nach Möglichkeit zu meiden, da den ganzen Tag über mit Staus und Verzögerungen zu rechnen ist. Frühere Bauernproteste auf der A10 verursachten weitreichende Störungen, und die heutige Aktion dürfte ähnliche Auswirkungen haben.
Der Protest löste gemischte Reaktionen aus.
Der Brandenburger Bauernverband unterstützt zwar das Anliegen, kritisiert jedoch die Wahl des Standorts und argumentiert, dass die Sperrung von Autobahnzubringern nicht die geeignetste Form des Protests sei.
Unterdessen warnt die Autobahn GmbH, die für Deutschlands Autobahnen verantwortlich ist, vor „erheblichen Verkehrsbehinderungen“ und rät Autofahrern, nach alternativen Routen zu suchen.
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