Deutschland wird weiterhin von Glatteis, starkem Frost, Schnee und starkem Wind heimgesucht, was zu zahlreichen tödlichen Verkehrsunfällen auf Autobahnen geführt hat.
Eisiger Regen, Glatteis und anhaltender Frost sorgten am Freitagmorgen bundesweit für großflächige Störungen und Gefahren auf den Straßen Deutschlands.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile des Landes dringende Warnungen herausgegeben, während lokale Behörden und Medien von einem Anstieg von Unfällen, Schulschließungen und Reisechaos berichten.
Da die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt fallen, hat der Regen, der auf kalte Oberflächen fällt, vor allem im Nordwesten und Westen für tückische Bedingungen gesorgt.
Allein im niedersächsischen Landkreis Leer wurden mehr als 40 Unfälle gemeldet, wobei die Autobahn 31 gesperrt wurde, nachdem ein Lkw ins Schleudern geraten war und mehrere Fahrzeuge auf spiegelglatter Fahrbahn zusammenstießen.
Bei 20 Unfällen im Morgengrauen auf der Autobahn A44 bei Paderborn in Nordrhein-Westfalen aufgrund von Glatteis kam es zu Todesfällen. In einem Fall kollidierte ein Lastwagen mit einem Sattelschlepper und löste einen Brand aus, bei dem ein Fahrer noch vor Ort ums Leben kam.
Bei einer Massenkarambolage auf dem Weg nach Kassel kamen zwei weitere Menschen ums Leben, wobei elf Menschen ärztliche Hilfe benötigten.
Berichten in zufolge beschrieb die Polizei die Situation als „katastrophal“, da die Einsatzkräfte bis an ihre Grenzen ausgelastet seien Fokus Magazin.
Für Freitagnachmittag wurde mit einer Besserung der Verhältnisse gerechnet, in der Nacht zum Samstagmorgen soll es jedoch erneut zu gefrierendem Regen und Glatteis kommen – vor allem an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Westniedersachsen sowie in den westlichen Mittelgebirgen.
An anderen Stellen bleiben rutschige Straßen oder leichter Schneefall ein Problem.
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Kalte Temperaturen bis zum Wochenende
Die aktuelle DWD-Vorhersage weist auf anhaltenden Frost in Nord- und Ostdeutschland hin. Die Tagestemperaturen schwanken zwischen -7 °C und -1 °C, die Nachttemperaturen sinken auf bis zu -10 °C.
Vor allem in Bayern und Brandenburg wird mit weiteren Schneefällen gerechnet, wo starker Frost die Temperaturen über Nacht auf bis zu -12 °C sinken lassen könnte.
Auch für Oberfranken und Niederbayern ist leichter Schneefall vorhergesagt, was für winterliche Verhältnisse sorgt.
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In Baden-Württemberg und Hessen werden eisige Verhältnisse und anhaltender Frost mit vereinzelt gefrierendem Regen oder leichtem Schneefall vorhergesagt.
Darüber hinaus besteht in Rheinland-Pfalz und im Saarland über Nacht Glatteisgefahr, gefolgt von Schnee am Samstag.
Starke Winde und Nebel erhöhen die Gefahren
In den Küstenregionen herrschen Berichten zufolge starke Ostwinde mit Böen von bis zu 60 km/h und vereinzelt stürmische Böen von bis zu 70 km/h an der Nordsee.
Auch in Süddeutschland ist nachts dichter Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern möglich.
Den Menschen im Land wird empfohlen, vor Reiseantritt die lokalen Nachrichten und Wetteraktualisierungen genau zu verfolgen.
Der DWD warnt vor winterlichen Gefahren wie Glatteis, Neuschnee und stürmischen Winden bis zum Wochenende.
Für Neulinge im deutschen Winter ist es wichtig, die offiziellen Warnungen zu beachten, sicherzustellen, dass Ihr Fahrzeug bei Reisen mit Winterreifen ausgestattet ist, und beim Fahren in Bergregionen oder bei Schnee Ketten mitzunehmen. Autofahrer sollten außerdem mehr Zeit für ihre Fahrt einplanen und vorsichtig fahren, wenn die Lufttemperaturen unter den Gefrierpunkt fallen.








